Rassistische italienische Justiz macht aus Opfern TäterInnen
Verfasst von entdinglichung am 26. September 2007
Am 10. August verbrannten Eva, Menjii, Danchiu und Lenuca, vier der örtlichen Roma-Community angehörende Kinder in ihrer Behausung in Livorno. Obwohl ein Bekennerschreiben einer faschistischen Organisation vorliegt und viele Indizien auf einen rassistischen Brandanschlag hindeuten, haben die italienischen Behörden die beiden Väter und Mütter der Kinder unter dem Vorwurf der Brandstiftung und Vernachlässigung ihrer Kinder verhaften lassen. Das Vorgehen des Gerichtes ordnet sich – mehr als 60 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus – in ein Szenario rassistischer Diskriminierung ein, unter welcher Roma in Italien aber auch im Rest Europas zu leiden haben. Eine Petition für die Freiheit der vier Verhafteten kann hier unterschrieben werden.

