Nicaragua: Abtreibungsverbote töten
Verfasst von entdinglichung am 6. Oktober 2007
Nach einer von Human Rights Watch vorgelegten Studie zu den Folgen des Ende 2006 von einer grossen Koalition von katholischer Kirche, regierender FSLN (waren früher mal Revolutionäre, jetzt nur noch von dem Vergewaltiger Daniel Ortega geführte machtgeile KarrieristInnen und Opportunistinnen) und bourgeoisen Oppositionsparteien verhängten totalen Abtreibungsverbotes (also auch im Falle von Vergewaltigungen oder einer Gefährdung des Lebens der Mutter) hat die neue Rechtslage in verschiedenen Fällen zum Tode der betroffenen Frauen geführt. ÄrztInnen weigern sich aus Angst vor dem Entzug der Zulassung, lebensrettende Operationen an schwangeren Frauen durchzuführen oder diese rechtlich und medizinisch zu beraten. Die einzigen Möglichkeiten für Frauen stellen in dieser Situation die Inanspruchnahme der Dienste von KurpfuscherInnen oder ebenso gefährliche Hausmittel dar.
Nachtrag 09.10. 2007: Nach einem Artikel im gestrigen Guardian wurden durch das Gesetz seit dessen Verabschiedung 82 Frauen getötet.

