Polizeiangriffe auf GewerkschafterInnen in Kanaky
Verfasst von entdinglichung am 23. Januar 2008
Nach einer Serie von Protesten und Streiks von Mitgliedern der Gewerkschaft Union Syndicale des Travailleurs Kanaks et des Exploités (USTKE) gegen die Entlassung eines Arbeiters bei der städtischen Busgesellschaft Carsud in Nouméa, der Hauptstadt der französischen Kolonie Kanaky („Neukaledonien“), hat sich die dortige Polizei offenbar entschieden, die ganze Sache durch Repression zu unterbinden. Bei der Räumung der von USTKE-Mitgliedern besetzten Carsud-Zentrale wurden mehrere ArbeiterInnen bei Auseinandersetzungen mit den Bullen verletzt, 63 ArbeiterInnen inhaftiert, gegen 13 von ihnen wurden Strafverfahren eröffnet. Weiter Informationen (mit einigen Fotos) zu den Auseinandersetzungen bei Carsud kann mensch auf der Seite der USTKE hier und hier und bei LibCom finden, auf der USTKE-Seite findet mensch auch eine Reihe von Solidaritätsadressen u.a. von Gewerkschaften aus Korsika und Martinique und von der LCR. Die USTKE als klassenkämpferische und für die Unabhängigkeit Kanakys von Frankreich eintretende Gewerkschaft wurde von den französischen Kolonialbehörden auch in der Vergangenheit gerne mit Repression belegt, so anlässlich der Inhaftierung des USTKE-Vorsitzenden im November 2007.

