Massive Vertreibungen von Afro-KolumbianerInnen und Regenwaldzerstörungen im Chocó/Kolumbien für Biosprit
Verfasst von entdinglichung am 7. Mai 2008
Um Platz für Palmölplantagen (einer der Hauptrohstoffe für Biokraftstoffe) und Rinderzucht zu schaffen werden derzeit bisher von afro-kolumbianischen und anderen bäuerlichen Communities genutzte Ländereien im Chocó im Nordwesten Kolumbiens von den Paramilitärs der Grossgrundbesitzer und der Palmöl-Industrie mit staatlicher Duldung und Amtshilfe gewaltsam geraubt, der Regenwald abgeholzt, die Lebensgrundlagen der dort lebenden Menschen zerstört, die dort lebenden Menschen vertrieben oder ermordet (113 Morde in diesem Kontext seit 2001), um Treibstoffe – Schmiermittel für das Funktionieren einer auf Profitmaximierung basierenden warenproduzierenden Gesellschaft – herzustellen … an seiner Peripherie, in Ländern wie Kolumbien (einer der grössten Empfänger von militärischer Unterstzung seitens USA, Britannien und anderer “zivilisierter Staaten”) zeigt der Kapitalismus seine brutale und terroristische Essenz, ein Halt wird derartigen Vertreibungen und Abholzungen in Kolumbien derzeit nur dort geboten, wo die von “unserer freien Presse” als “TerroristInnen” denunzierten Organisationen wie die FARC-EP oder die ELN (welche freilich nicht unproblematisch agieren und teilweise nicht zu rechtfertigende Aktionen durchführen, speziell was die erstgenannte Gruppe betrifft) stark sind oder indigene Communities noch nicht von Polizei, Armee oder Missionaren entwaffnet und “zivilisiert” worden sind.
Mehr Informationen zur derzeitigen Situation im Chocó einschliesslich einer Petition findet mensch auf der Seite des Rainforest Portals, ein Bericht der ELN zur dortigen Situation hier.


