Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Neumann Kaffee Gruppe profitiert von der Vertreibung von BäuerInnen in Uganda

Verfasst von entdinglichung am Mai 9, 2008

Die Vertreibung von BäuerInnen oder Indigenas in Staaten des Trikonts von ihren Ländereien für die Profitinteressen von Grosskonzernen wie im kolumbianischen Chocó ist kein Phänomen, welches auf den “angelsächsischen Raubtierkapitalismus” beschränkt bleibt, auch der angeblich sozial fürsorgliche “rheinische (oder auch hanseatische) Kapitalismus” legt da kein anderes Verhalten sondern - wenn überhaupt - nur eine andere Rhetorik an den Tag. Hieran erinnerte eine Aktion am gestrigen Tage in der Speicherstadt in Hamburg (einem Symbol deutscher und hamburger kolonialer Herrlichkeit), wo im Rahmen einer Protestaktion AktivistInnen von FIAN Deutschland e.V. darauf hinwiesen, dass die Kaffeeplantage der Firma Neumann Kaffee Gruppe nur durch die Vertreibung von 2.000 Menschen in der Region Mubende/Uganda durch die ugandische Armee im Jahre 2001 entstehen konnten. Neumann (welcher unter den Kaffekonzernen als eher sozialen Fragen gegenüber “aufgeschlossen” gilt) selbst weigert sich nicht nur, angemessene Entschädigungen zu zahlen, sondern stellt den Zustand, welcher dazu führte, das 2.000 Menschen ohne ausreichende Unterkunft und Versorgung leben müssen, zynisch als Entwicklungshilfe im Rahmen eines sozial und ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens dar.

Black Gold, ein sehenswerter Film über die Auswirkung der Preispolitik der Kaffeekonzerne auf KleinbäuerInnen in Äthiopien

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