Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archiv für Januar 2009

Bertolt Brecht: An die Nachgeborenen

Geschrieben von entdinglichung am 31. Januar 2009

gesprochen von Bertolt Brecht selbst, 1953

Veröffentlicht in Antifa, Kapitalismus, Literatur, Lyrik, Marxismus, Revolution | Kommentar schreiben »

Neues aus den Archiven der radikalen Linken – eine Auswahl

Geschrieben von entdinglichung am 30. Januar 2009

Ältere Archiv-Updates und Hinweise zu weiteren linken Archivalien unter „Sozialistika„.

Materialien zur Analyse von Opposition (MAO):

* Spanische Gruppen und Organisationen in der BRD (1971-1977)

Rassembler, diffuser les archives des révolutionnaires (RaDAR) ehemals Association pour la sauvegarde de la mémoire de la section française de la IVe internationale (ASMSFQI):

* Parti communiste internationaliste (PCI): La Vérité, 11. August 1944
* Parti communiste internationaliste (PCI): Bulletin intérieur, Oktober 1947
* Parti communiste internationaliste (PCI): La Vérité des travailleurs, Februar 1962
* Parti communiste internationaliste (PCI): IVe internationale, April 1968
* Ligue communiste révolutionnaire (LCR): Rouge technique, November/Dezember 1975
* Jeunesse communiste révolutionnaire (JCR): Bulletin intérieur, Mai 1967
* Ligue communiste révolutionnaire (LCR): Les Cahiers de la taupe, Februar 1977
* Ligue communiste révolutionnaire (LCR): Pour le socialisme ! Unité de la jeunesse et des travailleurs (1978)
* Ligue communiste (LC): De la construction des halles à la construction du grand Paris (1971)
* Jeunesse communiste révolutionnaire (JCR): L’antidote (196?)

Marxists Internet Archive (MIA):

* Osip Piatnitsky: Factory Nuclei Re-organization (1925)
* A. Losovsky: Is Unity of the International Trade Union Movement Possible? (1925)
* Evgenij Preobrashenskij: From N.E.P. to Socialism (1921)
* Paul Mattick: Die Bienen. Skizze aus dem Streik in Colorado (USA) (1930)
* Paul Mattick: Marinus van der Lubbe – Proletarier oder Provokateur? (1934)
* Paul Mattick: Rezension von S. Hook Towards the Understanding of Karl Marx (1934)
* Paul Mattick: Die Gegensätze zwischen Luxemburg und Lenin (1935)
* Paul Mattick: Arbeitslosigkeit in den USA (1937)
* Paul Mattick: Bolschewismus und Stalinismus (1947)
* Paul Mattick: Die Gemischte Ökonomie und ihre Grenzen (1971)
* Paul Mattick: Arbeitsteilung und Klassenbewußtsein (1971)
* Paul Mattick: Rezension von Kapitalismus in den siebziger Jahren (1972)
* Paul Mattick: Rezension von Richta-Report. Politische Ökonomie des 20. Jahrhunderts (1972)
* Paul Mattick: Rezension von K. Mandelbaum Sozialdemokratie und Leninismus und B. Rabehl Marx und Lenin (1975)
* Paul Mattick: Rezension von V.M. Bader, J. Berger et al. Krise und Kapitalismus bei Marx (1976)
* Paul Mattick: Schwarze Amerikaner (1932)
* Paul Mattick: Über den Begriff des Staatsmonopolistischen Kapitalismus (1973)
* Paul Mattick: World-wide Fascism or World Revolution? (1934)
* Paul Mattick: The Nonsense of Planning (1937)
* Paul Mattick: The Economics of Cybernation (1962)
* Paul Mattick: Dynamo (1934)
* Paul Mattick: Planwirtschaft in Amerika? (1934)
* Paul Mattick: Die Streikwelle (1934)
* Paul Mattick: Review: “An Inquiry into the Poverty of Nations.” (1968)
* Paul Mattick: The American Economy: Crisis and Policy (1971)
* Paul Mattick: America’s War in Indochina (1971)
* Paul Mattick: Samuelson’s “Transformation” of Marxism into Bourgeois Economics (1972)
* Rosa Luxemburg: Lassalle and the Revolution (1904)
* Rosa Luxemburg: Blanquism and Social Democracy (1906)
* Rosa Luxemburg: Lassalle’s Legacy (1913)
* Ludwig Feuerbach: Het wezen van het christendom (1841)
* Tom Kerry: The Wohlforth Way: A Methodological Mutation (1963)
* Fourth International: The Evolution Of The Buffer Countries (1949)
* Remarks By M. Stein Opening Political Committee Discussion On International Executive Committee Resolution On Eastern Europe (1949)
* Joseph Hansen: The Problem Of Eastern Europe (1950)
* Bert Cochran: The Kremlin’s Satellite States In Eastern Europe; Yugoslavia, Marxist Theory And Our Perspectives (1950)
* Pierre Frank: Evolution Of Eastern Europe (1951)
* Fourth International: Class Nature Of Eastern Europe (1951)
* Fourth International: The Yugoslav Revolution (1951)

Ansonsten hier noch der Hinweis, dass eine Reihe neuer Texte von 1932 und 1933 im James P. Cannon Internet Archive online gestellt worden sind

La Bataille Socialiste:

* Manifesto and Program of the United Workers Party of America (1934)
* Lettre de Chaulieu, Gallienne et Munis (1948)
* Socialist Party of Great Britain (SPGB): Le mythe de la pénurie (1977)

LibCom

* Maximilien Rubel: Marx, theoretician of anarchism (1973)

Collectif Smolny:

* Rosa Luxemburg: Eine Ehrenpflicht (1918)
* Rosa Luxemburg: Das alte Spiel (1918)
* BILAN: La grève générale, expression de la lutte des classes (1935)
* BILAN: Premier Mai 1935 (1935)
* BILAN: L’attentat de Nicolaïev (1935)

Irish Left Archive auf The Cedar Lounge Revolution:

* Official Republican Movement (ORM): An Solas, Oktober 2005

Centro de Documentación de los Movimientos Armados (CeDeMA):

* Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN): Tendencia Proletaria. Comunicado N° 6 (1978)
* Alfaro Vive Carajo (AVC) : Entrevista a Arturo Jarrín en la ciudad de Cuenca (1986)

Europe solidaire sans frontières (ESSF):

* William Morris: Art et socialisme (1884)

Marxismo Libertario:

* Karl Liebknecht: En favor de la Huelga Política de Masas/La Huelga de masas: ¡El método de lucha específicamente proletario! (1904-1905, pdf-Datei)

Veröffentlicht in 1968, Anarchismus, BRD, Frankreich, Klassenkampf, Kommunismus, Kunst, Lateinamerika, Linke Geschichte, Maoismus, Marxismus, Sozialismus, Sozialistika - Linke Archivalien, Spanischer Staat, Stalinismus, Streik, StudentInnenbewegung, Trotzkismus, Umwelt | Kommentar schreiben »

Leninbund: Aufforderung an die KPD – Eine Front gegen Hitler (1933)

Geschrieben von entdinglichung am 30. Januar 2009

Ein Artikel aus der Zeitung der revolutionär-marxistischen Organisation Leninbund von Anfang Februar 1933 … wie andere vergleichbare Appelle von ISK, KPO oder SAPD wurde auch dieser Aufruf von SPD und KPD ignoriert.

Aufforderung an die KPD: Eine Front gegen Hitler

Die Harzburger Front hat die Macht übernommen. Hitler sitzt mit den Stahlhelmern und Hugenberg in der Regierung. Sie führen sie im Auftrage der Großagrarier, deren Osthilfeskandal eben erst gezeigt hat, wie sie sich aus der Not der Arbeiterklasse mästen. Sie führen sie für die Zechenbarone, die ihre Pleite mit verstärktem Lohnabbau, mit Raub der Sozialversicherung, mit neuen Steuern abwenden wollen.

Die Hitler-Papen sind zur Macht gekommen, ohne daß die Arbeiterklasse ihnen erheblichen Widerstand entgegensetzte. Sie werden diese Macht nutzen, um dem Proletariat die wirtschaftlichen und politischen Rechte zu nehmen. Noch reden sie zuckersüß. Noch erzählen sie, daß die Arbeiterorganisationen bestehen.

Die jetzige Regierung hat neben den staatlichen Hilfsmitteln die Bürgerkriegsorgane, die Hitlersche SA und den Stahlhelm, zur Verfügung. Ihre Macht ist sehr groß. Stärker aber noch ist die Kraft der proletarischen Klasse, wenn sie in geschlossener Front in den Klassenkampf eingesetzt wird.

Die jetzige Regierung und ihr System kann nur durch den Sieg der Arbeiterklasse beseitigt werden. Die Frage stand und steht: Konterrevolution oder Revolution?

Die Revolution hat die Geschlossenheit des Proletariats zur Voraussetzung.

Diese Einheit ist nicht vorhanden. Es wird in allen politischen Lagern der Arbeiterklasse viel von Einheit geredet. Es gilt, sie zu schaffen. Die SPD will die Einheitsfront in der »Eisernen Front«.Die KPD sagt dagegen:»Rote Front«. Die freien Gewerkschaften haben eine Arbeitsgemeinschaft mit den Christen und Hirsch-Dunckerschen, sie lehnen aber die Zusammenarbeit mit den Kommunisten ab. Die Sozialdemokratische Partei hat in ihrem Parteiausschuß erklärt: »Unser aller Wunsch wäre, daß damit auch ein neuer Abschnitt in unserem Verhältnis zur Kommunistischen Partei beginnen könnte. Ob das möglich ist, hängt jedoch vom Verhalten der Kommunisten ab.« Die KPD erklärt in allen Aufrufen, daß sie bereit ist, mit sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Organisationen zusammenzuarbeiten. Aber über diese Erklärungen hinaus macht keine Partei einen Schritt. So darf es nicht bleiben Die ungeheure Verantwortung, die auf jedem klassenbewußten Arbeiter liegt, die ungeheure Gefahr, in der sich die Arbeiterbewegung befindet, erfordere, daß alle Kräfte des Proletariats zusammengefaßt werden zum gemeinsamen Kampf. Die große Mehrheit des Proletariats will den Kampf. Sie will ihn unter allen Umständen und mit allen Mitteln. Sie wird an der Durchführung nur gehindert durch das Verhalten ihrer Organisationen, in denen die Bürokraten zwar von Einheit reden, aber ihr Zustandekommen hintertreiben.

Arbeiter aller Richtungen! Eiserne Front und Rote Front müssen eine einheitliche proletarische Klassenfront werden.

Setzt alle Kräfte an, um dieses Ziel zu erreichen. Brecht die Sabotage der Bürokratien! Nehmt in allen Betrieben, an allen Stempelstellen, in allen Organisationen, allüberall Stellung. Fordert das Zusammengehen aller Arbeiterorganisationen gegen den Faschismus! Fordert, daß sich die Leitungen der Parteien, Gruppen und Gewerkschaften zusammensetzen und gemeinsam die Kampfmaßnahmen zur Rettung der Arbeiterbewegung beraten und an ihre Durchführung herangehen!

Wir wissen, daß die tiefen Gegensätze in den Auffassungen bestehen bleiben, aber wir wissen auch, daß für die nächstliegenden Ziele der Arbeiterklasse ein gemeinsamer Kampf möglich ist.

Arbeiter, Sozialdemokraten, Kommunisten, zwingt eure Parteileitungen zu gemeinsamem Handeln.

Arbeiter aller Betriebe, schickt Delegationen zu den Parteien und Gewerkschaften, daß sie gemeinsam die ersten Schritte der Gegenwehr des Proletariats gegen die vereinigte Reaktion einleiten.

Sorgt dafür, daß als erstes Zeichen der Einheitsfront die getrennten Demonstrationen aufhören, daß überall Arbeiterdemonstrationen, organisiert von allen Arbeiterorganisationen, zustandekommen.

Wir sind Kommunisten; wir verhehlen den Arbeitern nicht, daß diese Schritte erst die Einleitung zu einem viel umfassenderen Kampf darstellen. Jeder wird begreifen, daß dieArbeiterklasse die Einigkeit braucht. Im Kampfe werden – davon sind wir fest überzeugt – alle Arbeiter erkennen, daß die Revolution allein den Sieg der Arbeiterklasse verbürgt. Arbeiter, es geht um Sein und Nichtsein!

Lenin-Bund (Linke Kommunisten)

Volkswille, Reichsorgan des Lenin-Bundes (Linke Kommunisten), 1. Februar-Ausgabe 1933.

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Film: „Tor zur Welt – Flüchtlinge in Hamburg“

Geschrieben von entdinglichung am 29. Januar 2009

Einen herzlichen Dank und liebe Grüsse an FloatingFlo fürs Einstellen des Filmes:

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

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Resolution der Industrial Workers of the World (IWW) zu Gaza

Geschrieben von entdinglichung am 29. Januar 2009

Quelle: wobblies.de:

Wir verurteilen die Angriffe auf Gaza!

Eine IWW-Resolution zum Gaza-Krieg, verabschiedet am 15. Januar 2009.

Die Internationale Solidaritäts-Kommission (ISC) der Industrial Workers of the World (IWW) verurteilt die militärischen Angriffe des israelischen Staates und der Armee auf 1,5 Millionen palästinensische Menschen, die im Gaza-Streifen leben, aufs Schärfste.

Diese Angriffe beinhalteten fortgesetztes und wahlloses Flächenbombardement städtischer Zentren, Schulen, Moscheen, Krankenhäuser und weiterer ziviler Infrastruktur. Hunderte Zivilisten sind getötet und verletzt worden, Wohnhäuser wurden zerstört.

Diese Attacken stellen eine Form kollektiver Bestrafung gegen die Menschen in Gaza durch den israelischen Staat dar. Diese Angriffe gegen die Menschen in Gaza sind barbarisch und stellen einen Angriff auf die Arbeiterklasse in allen Ländern dar.

Die ISC verurteilt die nunmehr 18 Monate andauernde Belagerung gegen die Bevölkerung in Gaza, welche diese von Nahrung, Elektrizität, medizinischer Versorgung und anderen Lebensgrundlagen abschnitt und die Wirtschaft ruinierte. Diese Form kollektiver Bestrafung gegen die Menschen in Gaza ist barbarisch und stellt einen Angriff auf die Arbeiterklasse in allen Ländern dar.

Das ISC verurteilt Raketenangriffe, die von verschiedenen Fraktionen aus Gaza in den Süden Israels gefeuert wurden. Diese haben israelische Zivilisten getötet und verwundet. Diese Form kollektiver Bestrafung gegen die Menschen im Süden Israels stellt einen Angriff auf die Arbeiterklasse in allen Ländern dar.

Die ISC sieht in Schärfe und Ausmaß der gegenwärtigen Angriffe einen Massenmord an den Menschen in Gaza durch den israelischen Staat. Schätzungsweise mehr als 850 Palestinernserinnen und Palestinenser in Gaza und 13 Israelis sind bis jetzt gestorben.

Die IWW ist eine revolutionäre internationale Industrie-Gewerkschaft, die daran arbeitet, eine Einheit unter Arbeiterinnen und Arbeitern, den Menschen der arbeitenden Klasse, herzustellen, die über Grenzen, Berufe, Branchen, Religionen, Rassen und Nationalitäten hinaus reicht.

Die IWW ist gegen den Krieg – und ist es immer gewesen. Kriege werden von kapitalistischen Regierungen hervor gerufen, sowie von Bewegungen und ihren Führern, die gegen die arbeitende Klasse gerichtet sind. Kriege dienen dem wirtschaftlichen und politischen Nutzen der herrschenden Eliten.

Wir – die arbeitende Klasse – werden im Krieg dazu gebracht, uns gegenseitig zu töten und gegen unsere eigenen Interessen zu kämpfen.

Die arbeitende Klasse und die Unternehmerklasse haben keine gemeinsamen Interessen. Die arbeitende Klasse kennt keine Grenzen.

Ein Angriff auf eine(n) ist ein Angriff auf alle.

Die Internationale Solidaritäts-Kommission verstärkt ihre Unterstützung der Menschen in Gaza ohne zu Zögern und wird innerhalb der IWW und darüber hinaus daran arbeiten, Unterstützung gegen diese militärische Aggression zu leisten.

Die ISC wird alles in ihrer Macht stehende tun, um Wege zu finden, den Menschen in Gaza praktische Hilfe zukommen zu lassen. Wir reichen all unseren Brüdern und Schwestern der Region – im besetzten Palästina, Israel und überall – solidarisch die Hände.

Die ISC wird auch weiterhin solidarische Kontakte in die Region aufbauen, damit wir uns in unseren lokalen Kämpfen unterstützen können. Nur wenn wir uns zusammenschließen und die Ketten der Unterdrückung und Ungerechtigkeit abschütteln, die uns voneinander trennen, können wir eine Welt ohne Bosse und Herren aufbauen.

Alle Kriege sind die Kriege der Bosse – Sieg den ArbeiterInnen und Menschen der Welt!

[Die Internationale Solidaritäts-Komission ISC ist ein Organ der IWW, das jährlich in einer allgemeinen, weltweiten Wahl aller Mitglieder bestimmt wird.]

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Für die Freiheit und das Leben von Zeynab Jalaliyan!

Geschrieben von entdinglichung am 28. Januar 2009

Die kurdisch-iranische Aktivistin und Journalistin Zeynab Jalaliyan wurde unter dem Vorwurf Mitglied einer illegalen kurdischen Organisation zu sein von einem Gericht des iranischen Mullah-Regimes als „Feindin Gottes“ in Kermanshah/Kurdistan-Iran zum Tode verurteilt, Quelle des nachfolgend dokumentierten Artikels Iranian Workers’ Solidarity Network (IWSN), weitere Infos u.a. auf der Seite des Student Council of Defence of Human Rights in Kurdistan (diese Seite berichtet u.a. auch von der kürzlich erfolgten Verurteilung eines kurdischen Aktivisten zu 30 Jahren Haft):

Zeynab Jalaliyan: Kurdish female activist sentenced to death

Zeynab Jalaliyan, a Kurdish female political activist, has been sentenced to death for membership of a Kurdish opposition organisation. The 27-year-old Ms. Jalaliyan is a lawyer and lives in Maku, in Azerbaijan province (north-western Iran).

According to Ms. Jalaliyan’s family, she was arrested eight months ago in the city of Kermanshah (in Iranian Kurdistan), and was transferred to the Intelligence Ministry’s detention centre. There has been no news about her situation or state of health since her arrest eight months ago.

Ms. Jalaliyan was found to be a mohareb (enemy of God) after a trial held behind closed doors and lasting just a few minutes.

Zeynab Jalaliyan’s death sentence raises the number of Kurdish activists sentenced to death in Iran during the past two years to 13.

They are:
1. Ramezan Ahmad
2. Farhad Chalesh
3. Shirkuh Marefi
4. Rostam Arkiya
5. Farzad Kamangar
6. Ali Heydariyan
7. Farhad Vakili
8. Hiwa Boutimar
9. Anwar Hosseing Panahi
10. Arsalan Evliyayi
11. Habibollah Latifi
12. Fasih Yasamini
13. Zeynab Jalaliyan

Source: Student Council of Defence of Human Rights in Kurdistan

Veröffentlicht in Iran, Kurdistan, Menschenrechte - Freiheitsrechte, Patriarchat, Repression | 5 Kommentare »

Solidarität mit David Osler und Dave’s Part!

Geschrieben von entdinglichung am 28. Januar 2009

Dem Journalisten David Osler, dem Inhaber und Autor des lesenswerten Blogs Dave’s Part droht der finanzielle Ruin auf Grund einer Unterlassungsklage (libel case … ist das juristisch das Gleiche!?) seitens eines ehemals linken politischen Wanderpokals. David Osler schreibt zu den Implikationen des Falles:

„Many of the ‘words complained of’ – to use the legal expression – were not even written by me, but consists of comments from the comments box. While I am confident that all of them fall within the realm of fair comment, the outcome of the case could have considerable implications for the freedom of the blogosphere.“

Weitere Informationen zum Fall und weitern damit verknüpften Klagen gibt es u.a. auf Modernity Blog und auf Socialist Unity.

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Veröffentlicht in Blogosphäre, Britannien, Linke Geschichte, Medien, Menschenrechte - Freiheitsrechte, Repression | Kommentar schreiben »

Mamadou Dia (1910-2009)

Geschrieben von entdinglichung am 27. Januar 2009

Am 25. Januar starb im Alter von 98 Jahren Mamadou Dia (Grand Maodo), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des antikolonialen Kampfes und der Unabhängigkeitsbewegung in Afrika im allgemeinen und im Senegal im besonderen. Dia vertrat sein Land 1948-1956 im französischen Senat, 1956-1958 in der französischen Nationalversammlung und wurde 1960 erster Premierminister des unabhängigen Senegals, verfolgte aber einen radikaleren und vor allem sozialistischeren Kurs als der im Westen damals abgefeierte und auf eine enge Anbindung an Frankreich drängende „Dichterpräsident“ und „Humanist“ Léopold Sédar Senghor. Nach innenpolitischen Auseinandersetzungen u.a. um den aussenpolitischen Kurs des Landes wurde Dia 1962 abgesetzt und zu lebenslanger Haft verurteilt und erst 1974 wieder freigelassen. Dia rief 1981 das Mouvement démocratique populaire (MDP), eine dem Ansatz eines Selbstverwaltungssozialismus (socialisme autogestionnaire) verbundene Partei ins Leben, welche aber nur geringen Einfluss erlangte. Dia blieb bis zu seinem Tode Sozialist und dem Bestreben der Emanzipation des Trikonts und hier vor allem der BäuerInnen verbunden.

Veröffentlicht in Afrika, Frankreich, Kolonialismus, Nachrufe, Senegal, Sozialismus | Kommentar schreiben »

Zum 64. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee

Geschrieben von entdinglichung am 27. Januar 2009

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Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Hauptfriedhof Hamburg-Ohlsdorf

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Gedenktafel am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Hauptfriedhof Hamburg-Ohlsdorf

stolpersteine

Stolpersteine, Hartungstrasse, Hamburg-Rotherbaum

leidersdorf

Stolperstein für Heinz Leidersdorf, Talmud-Tora -Schule, Grindelhof, Hamburg-Rotherbaum

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Wandbild an der ehemaligen HWP (Ausschnitt)

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Bilder von den Protesten in Island

Geschrieben von entdinglichung am 26. Januar 2009

Wird Island zum Leuchtfeuer der sozialen Revolution in Nordeuropa werden? … u.a. mit einigen Takten Ludwig van Beethoven:

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Veröffentlicht in Island, Kapitalismus, Klassenkampf, Revolution, Streik | Kommentar schreiben »

 
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