1.) Mehr oder weniger regelmässigig aktualisierte Infos zu den Kämpfen in Griechenland gibt es u.a. auf Indymedia BRD, Indymedia Athen, LibCom, On the Greek Riots, tears and anger greece, Αλεξανδρε Ζεις!, Alexis Grigoropoulos † 06.12.2008 sowie LabourNet.de; Artikel auf dieser Webseite zum Thema unter http://entdinglichung.wordpress.com/category/griechenland/.
2.) Auf der Webseite der GenossInnen der FAU-IAA ein Update zum gesundheitlichen Zustand der Gewerkschafterin Constantina Cuneva, auf welche am 23.12. ein Säureanschlag verübt wurde:
„Am 23. Dezember wurde auf die Schriftführerin des unabhängigen Syndikats der Reinigungskräfte und Haushaltshilfen im Großraum Athen, Constantina Cuneva, ein Säureanschlag verübt.
Constantina ist auf einem Auge vollständig erblindet. Das zweite Auge konnte gerettet werden. Sie ist nach wie vor im Krankenhaus, wurde aber vor zwei Tagen von der Intensivstation auf eine besondere Ruhestation/Regenerationstation verlegt und befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr!
Sie leidet nach wie vor unter Atemproblemen und die Ärzte sind besorgt über die Funktionsweise verschiedener innerer Organe, die schwer geschädigt sind. Constantina wurde bei dem Mordversuch mit Gewalt Schwefelsäure eingeflößt.
Gestern (14.01.) besetzten GenossInnen und radikale ArbeiterInnen des Reinigungssyndikats für sechs Stunden den Verwaltungstrakt des Krankenhauses Evangelismós (dort wird Constantina behandelt) und forderten:
# die Offenlegung der Verträge mit der Reinigungsfirma (abgelehnt aus Datenschutzgründen)
# die Bezahlung der Reinigungskräfte durch das Krankenhaus selbst (weitergeleitet ans zuständige Ministerium)
# ein generelles Verbot aller Leiharbeitsfirmen (Sklavenhändler)
Sie gaben die Gründung einer Sektionsübergreifenden Gewerkschaftsinitiative bekannt (bestehend aus AktivistInnen aus 24 verschiedenen Berufszweigen und Basisgewerkschaften), die sich für ein Verbot aller Leiharbeitsfirmen einsetzten wird.
Die Reinigungskräfte und Haushaltshilfen in Zentralgriechenland und Thessaloniki haben sich ebenfalls in Syndikaten organisiert.
Aus Solidarität mit Cuneva sind die Gewerkschaftszentralen in Thessaloníki, Ioánnina, Pátras und Vólos besetzt.
In Thessaloníki wurden am 7.1. und 8.1. die Niederlassungen von OIKOMET und der Leiharbeitsfirma Adecco durch AktivistInnen vollkommen zerstört.
Es finden viele Solikonzerte und Spendensammlungen für Constantina statt – nach wie vor wird viel Geld gebraucht.
In Absprache mit GenossInnen in Athen hat die FAU Frankfurt ein Solidaritätskonto für Constantina Cuneva eingerichtet:
FAU
FRASPA
BLZ 500 502 01
Kto 107 996 696
Verwendungszweck: Constantina (unbedingt angeben)“
3.) Ein Update auf On the Greek Riots:
More than 270 people have been arrested in connection to actions, since the beginning of the insurrection, on December 6th, in 15 cities. 67 of them have been detained, while 50 immigrants that were arrested the first 3 days, were rapidly condemned to 18 months of imprisonment and are being deported. 19 arrestees in Larissa face charges under the anti-terrorist law. Countless of people were brought to the police departments but were released with no charges in the end. ( 969401 )
…
One person has been arrested and detained since yesterday in Thessaloniki. He is being accused for explosion (felony) and for organising a gang (minor offence, luckily not connected with the anti-terrorist law), related to the effort for arson for a police department. There was a solidarity demonstration, on Tuesday night, outside the Police Headquarters, where he is kept. He is going in front of the Interrogator and the Public Prosecutor on Thursday noon.
4.) Eine Text zur momentanen Situation von Savas Michael von der EEK:
„Nevertheless the day of action was not affected and it was a great success. ADEDY, the National Federation of Public Employees declared for that day a 4 hours stoppage in support of the demonstration. More than 15.000 working people and youth have marched in the streets of central Athens, from the University to Syntagma Square, in front of the Parliament. But there, riot police savagely attacked the demonstration and clashes continued around the University and Exarcheia (the neighborhood where Alexis was killed). Dozens were arrested and brought to the Central Headquarters of the Police including 16…lawyers who wanted to defend the arrested demonstrators and a very old …grand-mother who defend a kid brutalized by the police! The journalists who tried to cover the clashes were beaten as well and /or arrested.
This orgy of police brutality was the first show of “strength” of the new “ reshuffled”, because of the crisis, Karamanlis government and, particularly, of the new Vice-Minister of Public Order Markoyannakis, well known for his right wing reactionary positions and dubious relations with the mob in Crete, where he is elected deputy. The indignation produced by police brutality and the stand of the new Vice-Minister obliged the government to maneuver; so in a new demonstration of 5000 students, yesterday, January 15, police remained quite and no clashes took place.
In the Universities all over the country general assemblies of the students take place to decide about a new wave of occupations uniting the revolt of December with the struggle against privatization of Higher Education and in defense of the democratic right of the inviolability of university spaces and non intrusion by the police. Already more than 40 faculties are occupied.“
5.) Jugendrevolte in Griechenland: Ursachen und Perspektiven in der aktuellen Avanti:
„Dass die griechische Polizei Menschen tötet oder mordet, ist nichts Ungewöhnliches. In den letzten vier Jahren gehen zwölf Tote auf ihr Konto. Zuletzt wurde ein junger Pakistani von ihr getötet, als er bei der zuständigen zentralen Behörde der Ausländerpolizei Athens einen Antrag auf Asyl stellen wollte. Alexis wurde ohne jeden ersichtlichen Grund auf offener Straße regelrecht hingerichtet, als er mit Freunden in Exarchia spazieren ging. Exarchia ist ein Viertel im Zentrum von Athen, das als Hochburg linksradikaler Jugendlicher und Organisationen gilt und seit Jahren unter der ständigen Belagerung massiver Polizeieinheiten steht. Der Polizist, der die tödliche Kugel abfeuerte, hat behauptet, er habe nur einen Warnschuss in die Luft abgegeben, sodass Alexis möglicherweise unglücklich von einem Querschläger getroffen worden sei. Die Aussagen von mehreren unbeteiligten Augenzeugen widerlegen diese Vermutung, die hier allgemein nur als übler Witz angesehen wird, eindeutig. Dies hat die deutschen Massenmedien aber nicht davon abgehalten, diese abstruse Version eifrig zu kolportieren.“
















