1.) Labour Website of the Year 2008: die Homepage der unabhängigen klassenkämpferischen Gewerkschaft United Electrical, Radio and Machine Workers of America (UE) in den USA:

2.) Die FAU-IAA erinnert an eine Gedenkveranstaltung vor einigen Tagen in Paris für die SpanierInnen, die im Kampf um die Befreiung Frankreichs vom deutschen Faschismus gefallen sind oder in deutschen Konzentrationslagern wie Mauthausen ermordet wurden; eine Einheit von ExilantInnen (darunter vielen AnarchistInnen) aus Spanien hatte im August 1944 als erste alliierte Abteilung Paris erreicht und eine wichtige Rolle bei der Befreiung der Stadt gespielt:
„Mauthausen nimmt unter all den Lagern der Vernichtungsmaschine der Nazis eine ganz besondere Rolle ein. Es sticht nicht in erster Linie durch den industriell betriebenen millionenfachen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas hervor wie Auschwitz oder Sobibor. Mauthausen mit all seinem Schrecken war stattdessen ein Schmelztiegel all dessen, wogegen sich der Vernichtungswille der Nazi-Barbarei richtete. In Mauthausen schleppten sich deutsche Antifaschisten die Treppe zum Steinbruch hinauf, zusammen mit jüdischen Menschen, russischen Kriegsgefangenen, jugoslawischen Partisanen. Mehr als 200.000 Menschen aus 30 Ländern gingen durch dieses Inferno aus Mord und Vernichtung.
Unter all den Menschen, die von den Nazis in Mauthausen ermordet wurden, wollen wir uns heute einer Gruppe ganz besonders erinnern. Nicht um sie gegenüber ihren Leidensgenossen hervorzuheben, sondern weil heute ein Tag ist, der in besonderer Weise ihrem Andenken gewidmet ist. Ich will von den mehr als 7.500 Spaniern sprechen, die ab 1940 nach Mauthausen verschleppt wurden und von denen mindestens 4.200 in den Steinbrüchen der infamen „Vernichtung durch Arbeit“ anheim fielen.“

3.) Offenbar erschien 1998 ein Aufsatz mit dem Titel „Freiheit und Wahrheit“ des heutigen Papstes Benedikt Ratzinger XVI. in dem vom österreichischen faschistoiden Magazin Aula heraugegebenen Sammelband „1848 – Erbe und Auftrag“ wobei momentan nicht klar ist, ob der damalige Grossinquisitor Chef der Glaubenskongregation von dem Nachdruck überhaupt wusste (auch Unfehlbarkeit hat ihre Grenzen) wusste oder ob hier eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Jedenfalls haben es Ratzinger bzw. sein Verlag in den letzten elf Jahren es nicht für notwendig angesehen, der Sache nachzugehen … stellt sich die Frage, ob ein derartiger Text sich in den genannten Sammelband nicht vielleicht problemlos einfügt.
„Das DÖW kommentierte den Artikel so: “Der rechtsextreme Aula-Verlag schmückt sich mit der Autorenschaft des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Kardinal Joseph Ratzinger.” Als Herausgeber der Denkschrift fungierte Aula-”Schriftleiter” Otto Scrinzi, ehemaliger SA-Sturmführer, Ex-NSDAP-Mitglied und dann – FPÖ-Nationalratsabgeordneter. Mitherausgeber der Schrift ist der deutsche Rechtsextremist Jürgen Schwarz. Für den Grünen Abgeordneten Karl Öllinger, der die Schrift entdeckte, muss die Stellung von Benedikt XVI. in der Debatte um die rechte Pius-Bruderschaft jetzt völlig neu bewertet werden.“
4.) Ein Interview mit Jayampathy Wickramaratne, Politbüromitglied der Lanka Sama Samaja Party (LSSP), … ein reformistischer Linker, der es allen und daher niemandem recht machen will und einen „sauberen Krieg“ statt des derzeitigen schmutzigen Krieges möchte:
„As far as the war is concerned, every government has the right to take back territory which it has lost to either a foreign power or to a separatist organization. So, I have no problems with regaining lost territory. But it must be done in such a way so that it is not perceived as a war against the Tamil community. Every effort should be made to distinguish between the Tamil community and the LTTE. And that can only be done if this military effort is supplemented on the political front. That is why if there is progress with the APRC, that will be reason for Tamils to have hope. While I have no problems with the military action against the LTTE per se, there has to be parallel efforts towards a political solution. So, what is a political solution? It is a constitutional settlement that takes into consideration the aspirations of the Tamil community, but also the other minorities and the Sinhala community. That can only be done through devolution to the provinces, safeguards for the minorities within those provinces, for example for Muslims and Sinhalese in the East. Power sharing at the centre, which will bring the Provinces into the centre, will be an effective inter-locking mechanism for the centre and the regions. And a strong fundamental rights charter, which can be used to safeguard the rights of all communities and of course a check on the Centre. Unfortunately, there are elements in the South who refuse to see the importance of such a political solution. There is now militarization of society and intolerance of dissent. Any criticism of the government is viewed as criticism of the war. That should not be so.“
5.) Die Uni Hamburg interessiert sich, so All Change Please, für private Finanzdaten von Studierenden:
„Die Uni fordert derzeit Studierende auf, für Entscheidungen über Stundungen nach Landeshaushaltsordnung ungeschwärzte Kopien von Kontoauszüge einzureichen. Wir finden, dass es die Uni nichts angeht, in welchen Vereinen und Organisationen ihr etwa Mitgliedsbeiträge zahlt oder wo ihr euer Geld abhebt. Ob die Uni das überhaupt darf, wird derzeit vom Hamburgischen Datenschutzbeauftragten geprüft, Arbeitsagenturen – das könnte durchaus vergleichbar sein – dürfen das jedenfalls nicht. Wir fordern euch auf, der Uni bis auf weiteres erst einmal nur Kontoauszüge zu geben, in denen die Informationen zu den kleineren Buchungen geschwärzt sind.“