Seit 1990 wurden in der BRD mindestens 182 Menschen von durch Nazis und andere RassistInnen ermordet, keineR von ihnen ist vergessen!

Geschrieben von entdinglichung am 18. November 2011
Seit 1990 wurden in der BRD mindestens 182 Menschen von durch Nazis und andere RassistInnen ermordet, keineR von ihnen ist vergessen!

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Geschrieben von entdinglichung am 18. November 2011
fluchtlinien – rassismus/flucht/migration, die neue Broschre der GenossInnen von revolta – antikapitalistische linke, als pdf-Datei hier:
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Geschrieben von entdinglichung am 17. November 2011
aus gegebenem Anlass ein von Christian Death vertonter Auszug aus dem genannten Buch:
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Geschrieben von entdinglichung am 17. November 2011
Zunächst einen ganz herzlichen Dank und liebe rote Grüsse an den Genossen von der Revolutionären Internationalistischen Organisation (RIO) (auf deren neue Webseite und Zeitung hier noch einmal ausdrücklich hingewiesen wird) für das Einscannen und Zusenden der Broschüre Chilenische Lehren (pdf-Datei, 5.69 mb) der Gruppe Spartacus-Bolschewiki-Leninisten (Spartacus-BL) von Ende 1973, welche die Regierungszeit der Unidad Popular-Regierung, die vorrevolutionäre Situation und den Militärputsch in Chile 1970-73 treffend von einem revolutionär-marxistischen Standpunkt aus analysiert und wertvolle Originaltexte aus der chilenischen radikalen Linken in deutscher Übersetzung dokumentiert. Eingeleitet wird die um 2005 wiederaufgelegte Broschüre in einem kurzen Vorwort eines Genossen der AGM:
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Geschrieben von entdinglichung am 17. November 2011
gefunden auf der Webseite des Landesamtes für Verfassungsschutz des Freistaats Thüringen:
„Getreu unserem Leitsatz „Soviel Geheimhaltung wie nötig, soviel Offenheit wie möglich“ möchten wir mit diesen Seiten einen Beitrag zum Verständnis unserer Aufgaben und Arbeit leisten.“
weitere Hinweise zum thema, die belegen, dass das Problem Verfassungsschutz Thüringen & Konsorten nicht erst vor zwei Wochen aufgetaucht ist hier, hier, hier und hier

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Geschrieben von entdinglichung am 16. November 2011
Rapa Nui/Easter Island: Blaming the victims — Jared Diamond’s myth of ‘ecocide’ von Coral Winter auf Links – international journal of socialist renewal:
„Jared Diamond makes a slight mention of the rats, the Peruvian slave trade, the sheep and the smallpox epidemics, but no mention of Jean-Baptiste Dutrou-Bornier, Enrique Merlet, nor the Maison Brander Company. He selects a few facts and so distorts the history of Rapa Nui to fit his thesis. This is very dishonest, completely removed from any historical context, and without any consideration of the activities of brutal colonial rule up to 1966. Without examining these factors, no real understanding of the devastation that took place can be discussed rationally.
An unlikely and incredible civilisation thrived on Rapa Nui for at least 500 years. Despite limited resources, a few thousand islanders carved and transported more than 8000 tons of massive stone sculptures across a hilly landscape and have left us an incredible, historical legacy. The victims of cultural and physical extermination by imperialism and its megalomaniacs have been turned into the perpetrators of their own demise, according to Diamond.“
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Geschrieben von entdinglichung am 16. November 2011
* Peoples Democracy: The Women’s Movement at the Crossroads, An Reabhloid Pamphlet (1987/1988) auf Cedar Lounge Revolution
* Lily Gair Wilkinson (Socialist Labour Party of Great Britain): Revolutionary socialism and the woman’s movement (1910) auf archive.org
* Herman Gorter: Die Weltrevolution (1920) auf archive.org
* Workers Solidarity Movement: Divorce – undermining the family? (1986) auf irishanarchisthistory
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Geschrieben von entdinglichung am 15. November 2011
Er wird fehlen:
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Geschrieben von entdinglichung am 15. November 2011
nachfolgend dokumentiert ein Artikel eines guten Bekannten aus der Avanti des RSB vom März 2002:

Innenminister Schily, die Bundesregierung und der Verfassungsschutz stecken in der Klemme, erwiesen sich doch mindestens neun, eher jedoch mehr führende NPD-Mitglieder als V-Leute des Verfassungsschutzes. Eigentlich ist das nichts Neues, oder?
Die Bredouille des Staates besteht darin, dass das ganze schöne Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht nun den Schatten der Befangenheit trägt. Zumindest formal logisch kann geschlussfolgert werden, dass der Verfassungsschutz via Agents provocateurs die „Beweise“, welche ein Verbot rechtfertigen, selber fabriziert hat. Nun lassen sich derartige Bedenken schnell vom Tisch wischen. In der NPD erfüllen nicht nur die genannten fünf Personen (die Landesvorsitzenden von Thüringen und NRW, Tino Brandt bzw. Udo Holtmann, das ehemalige Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Frenz, der Vize der NPD-Jugend JN, Mike Manfred Layer und der ehemalige Chefredakteur der Zeitung „der Kamerad“, Matthias Meier, sowie vier weitere namentlich noch nicht bekannte Personen, sondern alle Mitglieder die Kriterien, faschistische, rassistische und antisemitische Ideologien zu propagieren. Da stellt sich vielmehr die Frage, wieso die Diener des Verfassungsschutzes in der NPD weiterhin derartiges offensiv propagieren, auch nachdem ihr Arbeitsverhältnis zur Weststasi gelöst wurde. Grund genug, sich einmal das interessante Verhältnis dieses Geheimdienstes zur faschistischen Rechten genauer anzusehen.
Gegründet wurde der Verfassungsschutz zunächst 1950 unter der Leitung des bürgerlichen antifaschistischen Widerstandskämpfers Otto John, ursprüngliches, öffentlich verkündetes Ziel war die Verhinderung der Unterwanderung des öffentlichen Dienstes durch Altnazis. Dass dieser Anspruch damals eher Farce als Wirklichkeit war, ist dabei kaum in Frage zu stellen. John stolperte 1954 über eine bis heute nicht vollständig aufgeklärte Affäre (1), deren Folge die „Übernahme“ des Amtes durch den aus dem NS-Geheimdienst „Fremde Heere Ost“ entstandenen Bundesnachrichtendienstes (BND) unter Generalleutnant Gehlen war. Zumindest was die eigene Behörde anging, war das ursprünglich gesteckte Ziel verfehlt worden.
In der Folge stellte der Verfassungsschutz immer wieder sein unbekümmertes Verhältnis zu faschistischen Organisationen unter Beweis. Zunächst ist dabei auf Ideologie und Bespitzelungskriterien hinzuweisen: Der Verfassungsschutz fühlt sich der „Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung“ (FDGO) verpflichtet, welche es gegen „totalitäre Bestrebungen von Rechts und Links“ zu verteidigen gelte. Kommunismus, Faschismus, Anarchismus, etc. seien dabei als verschiedene, irgendwie gleich schlimme Bestrebungen des Totalitarismus zu verstehen, welche ein totalitäres System errichten wollten. Unter seriösen WissenschaftlerInnen, v.a. außerhalb der BRD wird dieser hierzulande als Staatsideologie betrachtete Ansatz als unwissenschaftlicher Vergleich von Äpfeln und Birnen, nämlich von dem Streben nach allgemeiner Emanzipation mit der institutionalisierten Barbarei angesehen. In die Praxis umgesetzt kam dabei bisher immer eine Verharmlosung bis hin zur Unterstützung der faschistischen Rechten bei gleichzeitiger unnachgiebiger Verfolgung der antikapitalistischen Linken heraus, so z. B. durch das KPD-Verbot 1956. Schließlich sehen die meisten bürgerlichen IdeologInnen und PolitikerInnen in der Beseitigung des Kapitalismus gegenüber der Bedrohung eines (im Rahmen der bürgerlichen Gesellschaft verbleibenden) Faschismus die geringere Gefahr.
Mit zweierlei MaSS
Schon bei der Durchsicht von Publikationen von Landesämtern (LfV) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) fällt bei genauem Betrachten einiges auf. Schreiben da nicht Menschen wie die „Extremismusforscher“ Uwe Backes und Eckhard Jesse (diese fungieren im NPD-Verbotsverfahren übrigens als „unabhängige“ Gutachter) oder der berühmt-berüchtigte emeritierte Bonner Politologe Hans-Helmuth Knütter, welche allesamt auch von unvoreingenommenen Menschen als zumindest rechtskonservativ, Teil der „Neuen“ Rechten und als Autoren in rechten Postillen wie Junge Freiheit und MUT identifiziert wurden. Jesse äußerte bereits in bester rechter Manier 1990, dass auf Dauer „… Judenfeindlichkeit nicht zuletzt gerade wegen mancher Verhaltensweisen von Repräsentanten des Judentums an Bedeutung“ gewinne; Antifaschismus hingegen sei zu ächten. Weiterhin fällt auf, dass es eine Kategorie in den alljährlichen Verfassungs-schutzberichten nur bei der Beobachtung der Linken gibt, die der „linksextremistisch beeinflussten Organisation“; hierunter fallen und fielen VVN-BdA, die pazifistische DFG-VK oder sogar der 1991 aufgelöste, linkssozialdemokratische Sozialistische Hochschulbund (SHB), dessen Mitglieder in aller Regel der SPD und den Jusos angehörten. Bekannt ist auch der Fall des Berliner SPD-Politikers Pätzold, welcher 1989, als er Innensenator (und somit Dienstherr des Berliner LfV) wurde, feststellte, dass er jahrelang wegen eventueller Kontakte zu KommunistInnen beobachtet wurde. Auch wird die PDS als Ganzes beobachtet (2), da mensch ja ansonsten als Verfassungsschutz nicht an die dort organisierten „ExtremistInnen“ herankäme.
Auf der Rechten fehlt die Kategorie der „rechtsextremistisch beeinflussten Organisation“, was auch verständlich ist, da es sich hier nicht um als schmuddelig geltende Vereine, sondern um rechte Organisationen aus der Mitte der Gesellschaft handeln würde: Evangelische Notgemeinschaft, Vertriebenenverbände, studentische Verbindungen wie die Deutsche Burschenschaft, soldatische Traditions- und Reservistenverbände wie der inzwischen zerfallene SS-Angehörigenverband HIAG oder gar UnternehmerInnenverbände, was darauf hinauslaufen würde, dass die gesellschaftlichen Eliten, dass KapitalistInnen, MinisterInnen, Bundeswehrgeneräle, etc. von ihrem eigenen Geheimdiensten bespitzelt werden würden. Und so etwas geht in einem ordentlichen bürgerlichen Staat doch wirklich nicht.
Ein unbekümmertes Verhältnis hat der Verfassungsschutz auch schon in der Vergangenheit rechten V-Leuten gegenüber an den Tag gelegt. Das Mitglied der Nazi-Terrorgruppe Europäische Befreiungsfront Krahberg wurde 1972 beispielsweise durch eine „durch den Verfassungsschutz begrenzte Aussagegenehmigung“ derart gedeckt, dass eine gerichtliche Aufarbeitung des Falles und der damit verbundenen Verwicklungen (3) nicht mehr möglich war. Die EBF hatte 1970 beispielsweise einen Anschlag auf das Treffen von Willy Brandt mit DDR-Ministerpräsident Stoph in Kassel geplant. Ähnliches gilt auch für den V-Mann Gottwald in der illegalen NSDAP/AO der 1970er Jahre. Die Affäre flog erst auf, als sich ein anderer V-Mann an die Öffentlichkeit wandte und dabei auch darüber klagte, dass sich das BfV überhaupt nicht für seine Erkenntnisse über terroristische Nazistrukturen interessierte. Weiterhin bekannt wurde der Fall des V-Mannes und Kampfsportlehrers Bernd Schmitt, welcher 1992 den Deutschen Hochleistungskampfkunstverband (DHKKV) ins Leben rief, in dessen Kampfsportschule trainierten unter anderem die Attentäter, welche für den Brandanschlag in Solingen 1993 verantwortlich waren sowie ein Großteil der rechten Schlägerszene des bergischen Landes.
Gemeinsam gegen Links
In jüngerer Zeit machte in diesem Sinne vor allem das LfV in Thüringen Schlagzeilen. Mehrere führende Nazis der Region wurden nicht nur als Quelle „abgeschöpft“, diese und ihre politischen Aktivitäten wurden darüber hinaus großzügig finanziert. Hervorzuheben ist vor allem der Fall des Nazis Thomas Dienel; dieser erhielt von 1996 bis 1997 25.000 DM (4) sowie Unterstützung bei laufenden Verfahren und Informationen über Polizeieinsätze und Ermittlungen. Dienel war Anfang der 1990er Jahre dadurch aufgefallen, dass er vor laufenden Fernsehkameras sich derart äußerte, dass er es bedauere, dass in Auschwitz niemand vergast wurde (was ihm eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung, und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener einbrachte. Die 32 Monate, die ihm das einbrachte, musste er wegen günstiger Sozialprognose jedoch nicht komplett absitzen). Dienel verwendete die Gelder des LfV zur Finanzierung von Flugblättern, in welchen u.a. gegen Gruppen gehetzt wurde, welche auch beim dortigen Verfassungsschutz besondere Beobachtung fanden; so zum Beispiel die Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus beim DGB Thüringen und die Junge Gemeinde Jena (JG) [Anmerkung Entdinglichung: eine der wenigen heute noch bestehenden Organisation der DissidentInnenbewegung der DDR], beides Gruppen, welche in Thüringen eine wichtige Rolle bei antifaschistischen und antirassistischen Aktivitäten spielen.
Nach diesem Skandal musste der örtliche LfV-Präsident Helmut Roewer zurücktreten, wobei anzumerken ist, dass die V-Mann-Affäre nur der Tropfen war, welcher das Fass zum Überlaufen brachte. So hatte sich Roewer 1997 dahingehend geäußert, dass der Nationalsozialismus gute und schlechte Seiten gehabt habe und Faschismus und Antifaschismus siamesische Zwillinge seien; in Publikationen des LfV durfte sich unvoreingenommen, d.h. positiv mit dem faschistischen Ideologen Giulio Evola auseinandergesetzt werden. Auch das Verbot einer Antifademo 1997 in Saalfeld geht mit auf die Kosten Roewers. Diesem war es gelungen, mit denunziatorischen (und falschen) Erklärungen Presse, PolitikerInnen und Behörden eine „Gefahrenprognose“ schmackhaft zu machen. Die JG wurde in einem Film über „Extremismus in Thüringen“ des LfV als gefährliche linksextreme Gruppe dargestellt und mit der NPD gleichgesetzt, darüber hinaus versuchte man, den DGB Ostthüringen unter Druck zu setzen, um ihn von einer Zusammenarbeit mit der JG abzuhalten.
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Geschrieben von entdinglichung am 14. November 2011
Recht hatte er, oder?
„Vom Standpunkt der ökonomischen Bedingungen des Imperialismus, d.h. des Kapitalexports und der Aufteilung der Welt durch die „fortgeschrittenen“ und „zivilisierten“ Kolonialmächte, sind die Vereinigten Staaten von Europa unter kapitalistischen Verhältnissen entweder unmöglich oder reaktionär.
…
Vereinigte Staaten von Europa sind unter kapitalistischen Verhältnissen gleichbedeutend mit Übereinkommen über die Teilung der Kolonien.
…
Natürlich sind zeitweilige Abkommen zwischen den Kapitalisten und zwischen den Mächten möglich. In diesem Sinne sind auch die Vereinigten Staaten von Europa möglich als Abkommen der europäischen Kapitalisten … worüber? Lediglich darüber, wie man gemeinsam den Sozialismus in Europa unterdrücken, gemeinsam die geraubten Kolonien gegen Japan und Amerika verteidigen könnte, die durch die jetzige Aufteilung der Kolonien im höchsten Grade benachteiligt und die im letzten halben Jahrhundert unvergleichlich rascher erstarkt sind als das rückständige, monarchistische, von Altersfäule befallene Europa. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika bedeutet Europa im ganzen genommen ökonomischen Stillstand. Auf der heutigen ökonomischen Basis, d.h. unter kapitalistischen Verhältnissen, würden die Vereinigten Staaten von Europa die Organisation der Reaktion zur Hemmung der rascheren Entwicklung Amerikas bedeuten. Die Zeiten, in denen die Sache der Demokratie und die Sache des Sozialismus nur mit Europa verknüpft war, sind unwiderruflich dahin. „

aus W. I. Lenin: Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa, in: W. I. Lenin: Werke, Band 21, Berlin 1968, Seiten 343–345
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