Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archiv für Dezember 2011

Reza Shahabi seit mehr als zwei Wochen im Hungerstreik

Geschrieben von entdinglichung am 7. Dezember 2011

Quelle des nachfolgend dokumentierten Textes ist die Webseite des Iranian Workers’ Solidarity Network (IWSN), weitere Infos bei Ali Schirasi:

Reza Shahabi

Reza Shahabi’s hunger strike enters third week

Reza Shahabi, a leading member of the Trade Union of the Tehran and Suburbs Vahed Bus Company, was arrested on June 12 2010. After 18 months in Evin prison he went on hunger strike on November 20 in order to force the Iranian regime’s authorities to resolve his case.

Now, after two weeks of his hunger strike, Zahra Shahabi, Mr. Shahabi’s sister, is very concerned about her brother’s physical condition. She told the BBC Persian service: „On Sunday, December 4 we phoned my brother, but he could hardly speak and physical condition was not good. The coroner confirmed that my brother needs surgery.“

It has now been five months since Reza Shahabi’s last hearing. All of his sister’s letters to the officials about his status have been ineffective in bringing about a resolution to this case. He has formally been charged with „contact with foreigners“.

According to the Reza Shahabi Defence Committee Reza is suffering from damage to his liver, kidney and four of his vertebrae. He is in distress and the left half his body is numb. The doctors have warned that there is a risk of him becoming paralysed. He has had to be rushed to accident and emergency several times.

We strongly condemn the way that the Iranian regime continues to detain and torture labour activists like Reza Shahabi. We ask all trade unionists, labour activists and others concerned about the plight of Iranian workers to send a protest letter to the Iranian regime’s President. Please begin by sending a letter or email (based on the model letter) about Reza Shahabi worsening situation.

Iranian Workers’ Solidarity Network
6 December 2010

For further news on Reza Shahabi and the Vahed Bus Company drivers’ struggles, and how you can help, see the special section.
IWSN home

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Norderstedter Kleingartenverein beschliesst Ausländerquote

Geschrieben von entdinglichung am 6. Dezember 2011

Aus dem Artikel „1/2 sonstiger Herkunft“. Kleingärtner beschließen „Migrationsanteil“ – Nazis applaudieren auf der Webseite des Infoarchiv Norderstedt:

„Rassismus ist in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet, offen zur Schau gestellt wird er allerdings nur selten. Am 30. Oktober entschieden sich die Mitglieder des Norderstedter Kleingartenvereins Harksheide-Kringelkrugweg da etwas „freigeistiger“: Sie beschlossen unter dem kurzfristig auf die Tagesordnung genommenen Punkt „Neuaufnahmen“, künftig einen „Migrationsanteil“ von 12,6% durchzusetzen, davon „1/4 türkisch/arabischer, 1/4 ost-europäischer, 1/2 sonstiger Herkunft„. Nun droht die Stadt mit Kündigung des Pachtvertrages.

Weil es zuvor mehrfach zu Beschwerden über MigrantInnen unter den „Gartenfreunden“ gekommen sei und erste Vereinsmitglieder ihren Austritt androhten, hatten Gerd Kühl und Manfred Ray, ihres Zeichens Vorsitzender des Kleingartenvereins, für die Mitgliederversammlung kurzfristig einen Vorschlag ausgearbeitet. Die 70 anwesenden Mitglieder sollten am 30. Oktober mehr oder weniger spontan über vier Möglichkeiten des künftigen Umgangs mit Neuaufnahmen abstimmen: Die Begrenzung des „Migrationsanteils“ der Anlage auf künftig 12,6% („wie in Schleswig-Holstein„), auf 27% („wie in Hamburg„), bzw. auf 19,2% („wie im Bundesdurchschnitt„) – oder eben keinerlei Begrenzung. Außerdem wollte Kühl noch eine Verteilung der „Migration“ auf die Herkunftsregionen vornehmen. Am Ende entschieden sich 59 der 70 Anwesenden für eine Begrenzung, darunter alleine 41 Mitglieder für die kleinste vorgeschlagene Quote. Der Beschlussfassung vorausgegangen war eine offenbar hitzige Debatte, in deren Verlauf Kühl unter anderem als „Nazi“ tituliert wurde. Das Protokoll vermerkt dazu: „Die sich anschließende Diskussion verlief nicht immer mit der erforderlichen Sachlichkeit. So betitelte ein Mitglied die Diskutierenden mit Nazis und hielt dem Vorsitzenden vor: Wir hatten schon mal einen Führer, allerdings mit Bärtchen„. Da der Anteil an MigrantInnen in der Anlage zur Zeit bei rund 18% liegt, müssten nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung möglicherweise sogar einzelne Mietparteien herauskomplimentiert werden.

Hintergrund der ganzen Aufregung sind übrigens weder Verstöße gegen die Vereinssatzung noch gravierendes Fehlverhalten der migrantischen Kleingärtner – die nämlich haben sich laut Kühl sehr wohl an der Gemeinschaftsarbeit beteiligt und sich darüber hinaus eigentlich nichts zuschulden kommen lassen. Verärgert und enttäuscht sei man allerdings darüber, dass sie nicht zu Versammlungen kommen und sich nicht in Diskussionen einbringen – außerdem erzählt man sich, dass die MigrantInnen am Kringelkrugweg vor allem (und erfolgreich) Gemüse ziehen, anstatt die ortsüblichen Ziergärten anzulegen. Für einige deutsche Kleingärtner offenbar ein Unding.

Nicht nur eine heute eingegangene Presseerklärung aus der neonazistischen Kameradschaftsszene … oder erschöpfende Ereiferungen rechter Verschwörungstheoretiker zeugen davon, dass die Kleingärtner vom Kringelkrugweg nicht alleine stehen, auch Leserbriefe in bürgerlichen Medien zeichnen zumindest das Bild einer gespaltenen Leserschaft: So meldeten sich im Hamburger Abendblatt schon am Tag nach einer Veröffentlichung zum Thema zwei BürgerInnen zu Wort und begrüßten die Vorgehensweise der Mitgliederversammlung ausdrücklich: Die Entrüstung des Bürgermeisters könne man nicht verstehen, so der Tenor, „der Aufschrei der Gutmenschen“ zeige nur, dass die nicht in der Realität angekommen seien.“

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Drei Veranstaltungshinweise

Geschrieben von entdinglichung am 6. Dezember 2011

1.)

„Dann fangen wir von vorne an“ – Film & Party

10. 12. 2011, 19:00 Uhr, Alte Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel)

Film und Diskussion mit Theodor Bergmann, VoKü und Party der Linksjugend (’solid) Schleswig-Holstein.

2.) TREND Teach-in Nr. 3: Rechtspopulismus und die Linke, es diskutieren Gerhard Hanloser (Sozialwissenschaftler), Bernhard Schmid (Jurist), Attila Steinberger (Publizist), 17.12. 2011, Mehringhof (Veranstaltungsetage), Gneisenaustrasse 21, Berlin

3.) Kaltland -20 Jahre rassistische Pogrome in Deutschland, 11.12. 2011, 19.00 Uhr, Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130, Berlin

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Ein weiteres Flugblatt der ‘Insurgent Notes’ zu Occupy Wall Street

Geschrieben von entdinglichung am 5. Dezember 2011

Quelle der deutschen Fassung: Webseite der Wildcat, das englischsprachige Original hier, ein weiteres Flugblatt des gleichen Projektes hier:

Der nächste Schritt für Occupy Wall Street:

HÄUSER BESETZEN, BETRIEBE BESETZEN

Nach zwei Monaten der Besetzungen und nachdem sie in Portland, Oakland und jetzt in Manhattan angegriffen wurden, könnte die Occupy-Wall-Street-Bewegung (OWS) heute kurz davor stehen, einen Schritt weiter zu gehen – die massenhafte Versammlung der StudentInnen am Union Square und die von ArbeiterInnen am Foley Square könnten versuchen, den zunehmenden Ruf nach einem Generalstreik in die Tat umzusetzen. Dann sollten nicht mehr nur Plätze, sondern auch Häuser im Hinblick auf den kommenden Winter besetzt werden. Darüber hinaus sollten Betriebe besetzt werden, wodurch die Arbeiterklasse das ganze System blockieren könnte. Dies wäre ein weiterer Schritt in die Richtung, die Verwaltung der Gesellschaft auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Was immer heute (am 17. November) und in der kommenden Aktionswoche geschehen mag, es ist an der Zeit, die Stärken und Schwächen der Platzbesetzungen in New York und in den ganzen USA abzuschätzen.

Es steht außer Frage, dass es sich hier um die wichtigste Bewegung handelt, die wir in den letzten vierzig Jahren auf den Straßen der USA erlebt haben. Allein schon die Tatsache, dass sie sich innerhalb weniger Wochen auf tausend Städte ausweitete, bezeugt dies. Das lawinenartige Anschwellen der «Forderungen» hat die gesellschaftliche und ökonomische Misere von vierzig Jahren, deren passives Erdulden nur von gelegentlichen Ausbrüchen des Widerstands unterbrochen worden war, mit einem Mal zu einer nicht mehr zu leugnenden Realität gemacht. Politiker, Fernsehikonen und diverse Experten sind völlig unvorbereitet von einer Bewegung erwischt worden, die in ihrem plötzlich völlig bedeutungslos gewordenen Universum nicht mehr mitspielen wollen. Auch wenn viele Statements der Bewegung wie aus einer »Wundertüte« zu stammen scheinen, hat sie es ganz zu recht vermieden, sich zu sehr mit bestimmten Forderungen, Ideologien oder Anführern zu identifizieren. Aus der jahrelangen alltäglichen sozialen Realität hat sie nur zu gut gelernt, nicht auf dieses Spiel hereinzufallen. Hinter allem steht das, was die Bewegung zum Ausdruck bringt: Die Ablehnung einer Gesellschaft, die immer mehr Menschen auf den Schrotthaufen wirft. Würde sich die Bewegung zu sehr auf irgendeine Wunschliste von Forderungen beziehen, würde sie zurückbleiben hinter ihrem eigenen tiefen Gespür dafür, dass sich alles ändern muss, und der Gewissheit, das nichts so bleiben kann, wie es ist.

Die wichtigsten Kräfte, die über das Potenzial zur Umlenkung dieser Bewegung in geordnete Kanäle verfügen (die Demokratische Partei und die Gewerkschaftsvertreter), ringen nun darum, die Bewegung zu kontrollieren, zu zerstreuen und zu unterdrücken, so wie sie es zum Beispiel im Frühjahr in Wisconsin geschafft hatten. Aber ganz so einfach gelingt ihnen das nicht.

Angesichts von Platzbesetzungen in tausend Städten verbieten sich vorschnelle Verallgemeinerungen. Die Medien hatten versucht, den Kern der Bewegung als jung, weiß, arbeitslos und »Mittelschicht« zu beschreiben – wobei letzteres sich zunehmend als irreführende Bezeichnung für die Arbeiterklasse entpuppt. Aber unabhängig davon, wie sich die Bewegung in der Anfangsphase zusammensetzte, hat sie sich in verschiedenen Städten durch die starke Beteiligung von Schwarzen, Latinos und älteren Menschen deutlich ausgeweitet (am sichtbarsten wurde dies bei der Massendemonstration zum Hafen von Oakland am 2. November.

Wir wollen hier nicht näher auf die tausenden von Slogans eingehen – diese Vielfalt ist nur zu verständlich bei einer so jungen Bewegung, die zum großen Teil aus Menschen besteht, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine solche Erfahrung machen. Vorstellungen wie die »1%«, »die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen«, »lasst die Banken blechen« oder »schafft die Zentralbank ab« finden sich dort genauso wie Angriffe auf den »Kapitalismus«. Mit der starken Konzentration auf die »Banken« wird sicherlich übersehen, dass die Quelle des massenhaften Elends in der Krise des kapitalistischen Systems, eines Systems der Lohnarbeit, liegt. Daher gibt es auch keine Vorschläge, die Krise durch den Aufbau einer Welt jenseits der Lohnarbeit zu überwinden, also durch eine sozialistische oder kommunistische Gesellschaft (wobei wir uns darüber im Klaren sind, dass diese Worte in allzu vielen Fällen missbraucht worden sind). Um zu einer solchen Orientierung zu gelangen, müsste offen über die Klassenfrage gesprochen werden. Es ist offensichtlich, dass sich die große Mehrheit der Menschen aus der Arbeiterklasse in den USA trotz ihrer Sympathien für die Bewegung nicht aktiv an ihr beteiligt – vielleicht nicht zuletzt deswegen, weil sie arbeiten und um ihr tägliches Überleben ringen.

Die Bewegung der Platzbesetzungen muss die kreative Militanz von tausenden Menschen auf der Straße nutzen, um die große Mehrheit zu erreichen, die manchmal nur ein paar Blöcke von den Straßenkämpfen entfernt ganz normal ihren Geschäften nachzugehen scheint. Die zunehmende Zahl von Aktionen gegen Zwangsversteigerungen und Zwangsräumungen hat zur Ausweitung der Bewegung beigetragen. Ein wichtiger nächster Schritt könnte darin bestehen, Häuser zu besetzen, um Orte für Versammlungen und dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, oder für Workshops und Veranstaltungen. Darüber hinaus sollte die Bewegung mit Arbeitsniederlegungen und Betriebsbesetzungen verbunden werden, wodurch in schärferer Weise als bisher die Frage des Privateigentums und die Frage »Wer herrscht?« aufgeworfen würde.

Ein nahe liegender Anknüpfungspunkt sind die anstehenden Tarifverhandlungen des Local 100 der Transit Workers Union (Gewerkschaft der Bus- und U-Bahn-FahrerInnen in New York City). Ein weiterer wäre die anhaltende Pattsituation zwischen dem Local 21 der Hafenarbeiter an der Westküste (ILWU) in Longview (Washington) und der EGT-Corporation, die massenhaft Streikbrecher einsetzt. Oder die geplante Besetzung von fünf öffentlichen Schulen in Oakland zusammen mit Eltern und SchülerInnen, um ihre Schließung zu verhindern. Wir sind uns sicher, dass es der Bewegung im Rahmen solcher Aktionen nicht schwer fallen wird, zwischen den ArbeiterInnen an der Basis (die sich bereits bei einigen Gelegenheiten beteiligt haben) und den Gewerkschaftsbürokraten zu unterscheiden, die eine zahnlose „Solidaritätserklärung“ nach der anderen verabschieden, ohne die geringste, noch nicht einmal symbolische Mobilisierung.

Noch weniger müssen wir uns mit den Politikern der Demokratischen Partei aufhalten, allen voran der Bürgermeisterin von Oakland Jean Quan, die versucht haben, die Bewegung für ihre eigenen Ziele zu benutzen, bevor sie dann die Bereitschaftspolizei schickten. Besetzungen sind jedoch nur ein weiterer Schritt: Darüberhinaus wird es darum gehen, die gesellschaftliche Produktion zu übernehmen, sie an unseren Bedürfnissen auszurichten und sie auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Was auch immer in der nächsten Zukunft geschehen wird, die Mauer des Schweigens über 40 Jahre lang aufgehäuftes Elend ist durchbrochen worden. Jeden Tag werden neue Angriffe auf die arbeitenden Menschen bekannt, während der globale Kapitalismus außer Kontrolle gerät.

Noch nie war so klar, dass die kapitalistische »Normalität« auf der Passivität derjenigen beruht, die unterdrückt werden, um das System zu retten. Mit dieser Passivität ist es vorbei – von Tunesien und Ägypten über Griechenland und Spanien bis nach New York, Oakland, Seattle und Portland. Heute stellt sich die Aufgabe, alles dafür zu tun, diesen point of no return zu erreichen, an dem die Verhältnisse danach schreien: »Wir haben die Chance, die Welt zu verändern – ergreifen wir sie!«

Was sind die Insurgent Notes?

Das Online-Magazin »Insurgent Notes« wird von einem kleinen Kollektiv veröffentlicht, das hauptsächlich im Osten der USA existiert. Wir sehen unsere Aufgabe darin, eine theoretisch und praktisch bewaffnete Strömung zu schaffen, die zur Abschaffung des Kapitalismus beiträgt und konkrete Schritte für einen schnellen Ausweg aus dem Kapitalismus erarbeitet.

Insurgent Notes. Schreibt uns: editors[at]insurgentnotes.com

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Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira (1954-2011)

Geschrieben von entdinglichung am 5. Dezember 2011

Sócrates, brillianter Fussballer, politischer Aktivist, Arzt und Intellektueller … in Erinnerung an eine Zeit, wo der brasilianische Fussball noch schön anzusehen war und noch nicht von einer protestantischen Arbeitsethik verdorben wurde: ¡Sócrates presente!

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Anti-Traveller-Rassismus 2011

Geschrieben von entdinglichung am 5. Dezember 2011

Angeblich soll laut veröffentlichter Meinung die britische Gesellschaft harmonisch, tolerant und multikulturell sein, … die Erfahrungen sind da, wie ein Artikel auf der Webseite des Irish Traveller Movement in Britain berichtet, anders:

One of Britain’s largest pub chains is to face investigation for racial discrimination after a group, including a police officer and a priest who had attended the Irish Traveller Movement in Britain Conference, were refused entry to a north London pub.

The incident occurred on Thursday 17th November 2011, shortly before 5pm when some of those who had attended the ITMB Conference at offices on Holloway Road went to the JD Wetherspoons-owned Coronet pub a few doors away.

The group, including Cheshire Constabulary’s head of diversity Insp Mark Watson, solicitor Martin Howe and the group’s chairman, Fr Joe Brown, along with a number of Travellers, were blocked by doormen.

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„Gemeinsame Beilage“ (zu den Publikationen von BWK, FAU/R, KPD und NHT), 1984-1991

Geschrieben von entdinglichung am 4. Dezember 2011

Die GenossInnen des K-Gruppen-Forschungsprojektes Materialien zur Analyse von Opposition (MAO) haben einen weiteren verdienstvollen Schritt mit dem kompletten Online-Stellen der Gemeinsamen Beilage getätigt. Die Gemeinsame Beilage erschien vierteljährlich zunächst zu den Publikationen von BWK, FAU/R, KPD (KPD Roter Morgen) und KG/NHT, später beteiligten sich GIM, VSP, Anarchistische Förderation Südbayern, Anarchistische Arbeiter Union (AAU) sowie zeitweise auch die Vollpfosten der anarcho-stalinistischen FAU-HD (A) und von der Proletarischen Aktion an diesem Projekt, weitere Beiträge kamen von anderen Gruppen und von Einzelpersonen. Die meisten Ausgaben erschienen zu einem spezifischen Schwerpunktthema, in diesem Zusammenhang sei hier besonders auf die Ausgabe 4/87 zur „Frauenfrage“ und die darin abgedruckten Texte von Mitgliedern von FAU/R und GJA/R zum Patriarchat sowie auf die dort ebenfalls dokumentierte Plattform der VSP zum Kampf gegen Frauenunterdrückung hingewiesen, welche auch für heutige Diskussionen noch einiges Nützliches zu bieten haben:

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Freiheit für die Faisalabad Six!

Geschrieben von entdinglichung am 3. Dezember 2011

Quelle des nachfolgend dokumentierten Textes: LabourStart, dort kann auch eine Petition unterschrieben werden, mehr zum Thema hier.

Pakistan: Release trade union leaders now

In July 2010 the Labour Quami Movement (LQM) began negotiating with employers to implement a 17% wage increase adopted by Government. Following 3 weeks of negotiations employers refused to pass on the pay increase. Subsequently 100,000 workers in Faisalabad and surrounding areas came out on strike to protest. It was during this strike that LQM trade union leaders were labelled as terrorists by the employers and they were arrested at a local police station. In early November 2011 the Anti Terrorism Court of Pakistan sentenced 6 union leaders to 490 years in jail for terrorism offences, despite the lack of any legitimate evidence to justify their arrest and sentencing. It is clear that the employers and judiciary aligned to silence the fundamental right of the workers to organise and bargain collectively as prescribed in ILO coventions 87 and 98.

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Vermischtes

Geschrieben von entdinglichung am 3. Dezember 2011

1.) Hillel Ticktin im neuen Weekly Worker:

„The logical outcome of the present impasse is that the rightwing parties in government will lose their majorities. In a relatively short time we may expect that so-called centre-left parties will be in government in Italy, Germany and France. The Greek and Spanish ‘socialist’ parties’ willingness to accept the instructions to go for austerity sets the pattern for all such parties. Their discrediting, en masse as it were, will deepen the general dissatisfaction with the parliamentary-style democratic process, given that existing alternative parties will have cut the standard of living, supported by the media. There are already a number of countries with substantial far-right parties and no doubt there will be more.

Unfortunately, the left has not been able to establish itself anywhere, thus far. In Portugal, where it made a substantial breakthrough in previous elections, its vote halved in the middle of 2011, during the general elections. The attempt by the Revolutionary Communist League (LCR) in France and also the United Secretariat to dissolve itself as a Trotskyist formation and form an anti-capitalist left has failed in France and Portugal. They have, no doubt, learned their lesson.

It is clear that the ruling class has no strategy for the maintenance of the capitalist system. It is not able to rule in the old way. The first condition for revolution, as enunciated by Lenin, is in place.“

2.) Benghazi workers release pent-up anger (Magharebia)

„Healthcare, media and naval employees mount protests against what they describe as state neglect and endemic corruption.“

3.) Kalima zu den ersten Ergebnissen der Wahlen in Ägypten und den Problemen bürgerlicher Journalisten mit den Grundrechenarten.

4.) Von Andreas Kloke auf der Webseite des RSB: Bemerkungen zum Kleinbürgertum und Faschismus in Griechenland

5.) Mehr zur unendlichen Geschichte um die Rechte an den Werken von Rudolf Rocker auf Syndikalismus.tk und Syndikalismusforschung

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Christa Wolf (1929-2011)

Geschrieben von entdinglichung am 1. Dezember 2011

in tiefer Trauer um eine Sozialistin und Feministin, um eine Autorin, deren literarische Werke (Kassandra, Medea: Stimmen, Kein Ort. Nirgends, etc.) für mich sehr wichtig waren und sind:

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