Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archiv für die Kategorie ‘Langenhorn’

Hamburgensien

Geschrieben von entdinglichung - 11. März 2012

auf Materialien zur Analyse von Opposition (MAO) drei neue Archivalien mit Lokalkolorit aus den Siebziger Jahren:

1.) Ring Bündischer Jugend (RBJ): ‘RBJ-Kommunikation’ / ‘Kämpfende Jugend’, beim RBJ handelte es sich um ein Zusammenschluss von Jugenorganisationen und -Gruppen aus dem bündischen/pfadfinderischen Bereich in Hamburg und Umgebung, welche sich in der Periode um 1968 radikalisiert hatten und in den 1970ern eng mit dem KB kooperierten, die Ausgaben der Zeitung im Einzelnen:

2.) Zur Sache – Zeitung des Kommunistischen Bundes / Gruppe Hamburg für die Kollegen des Handels, der Banken und der Versicherungen, die Ausgaben imEinzelnen:

3.) Hamburg: Iduna Versicherungen, im wesentlichen Materialien des KB und seiner Vorgängerorganisation Sozialistisches Arbeiter- und Lehrlingszentrums (SALZ)

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Ein Stolperstein für Carl “Cuddl” Suhling

Geschrieben von entdinglichung - 1. März 2012

Am 25. Februar wurde vor dem Haus Wattkorn 7 in Hamburg-Langenhorn ein Stolperstein für den Langenhorner Kommunisten und antifaschistischen Widerstandskämpfer Carl „Cuddl“ Suhling (1904-1945) eingeweiht. Suhling, der sich 1928 der KPD angeschlossen hatte und technischer Leiter des Roten Frontkämpferbundes (RFB) in Langenhorn war, war auf Grund seiner Aktivitäten 1933, 1934-1937, 1938-1937 in verschiedenen Zuchthäusern und Konzentrationslagern inhaftiert und wurde 1942 zum Strafbataillon 999 eingezogen, wo er in Griechenland und Jugoslawien seine Widerstandstätigkeit fortsetzte. Im März 1945 wurde er als “Überläufer” in Sarajevo zum Tode verurteilt und ermordet.

Weitere Informationen auf der Webseite des Infoarchivs Norderstedt und in dem 1980 veröfflichten Buch seiner Frau, Lucie Suhling, Der unbekannte Widerstand:

Kein Vergeben, kein Vergessen!

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MAF-Zelle Langenhorn: Friesland-Info der M.A.F. (ca. 1987)

Geschrieben von entdinglichung - 20. Januar 2012

Vermutlich eines der besten Flugblätter aller Zeiten: das Friesland-Info der M.A.F. (pdf-Datei, 48 kb), vermutlich 1987 verfasst, welches sich mit der imaginären Friesischen Befreiungsfront (FBF) solidarisch erklärte, hinter dem Akronym MAF verbirgt sich die Bezeichnung Marxistisch-Anarchistische Front:

p.s.: mit Langenhorn ist selbstverständlich Hamburg-Langenhorn, nicht Langenhorn im Landkreis Nordfriesland gemeint

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Musik zum Sonntag … AAK

Geschrieben von entdinglichung - 22. Mai 2011

Das Autonome Anruf-Kommando aus Langenhorn:

Intro/Lars Windhorst

…und außerdem stand die Snare falsch

Kluge Köpfe

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Die Webseite des Infoarchives Norderstedt im neuen Gewande

Geschrieben von entdinglichung - 3. Januar 2011

Pünktlich zum neuen Jahr hat für die Webseite des Infoarchives Norderstedt der Frühling schon im Januar begonnen … mit einer neuen, übersichtlicheren und auch in Zukunft mit einer radikalen und kritischen Perspektive über den Speckgürtel & umzu informierenden Berichterstattung … ein kurzer Lehrgang zur Geschichte der Webseite kann mensch hier finden:

damals

heute

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Kein Schweigen! Kein Vergessen! – Kundgebung in Hamburg in Gedenken an Ramazan Avci

Geschrieben von entdinglichung - 20. Dezember 2010

Quelle des nachfolgend dokumentierten Aufrufes: Webseite der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Kundgebung Dienstag 21.12.2010 um 17°° Uhr Hamburg S-Bahnhof Landwehr

Ramazan Avci

Vor 25 Jahren wurde am 21.12.1985 Ramazan Avci von den Nazis angegriffen. Am Bahnhof Landwehr hatten Nazis ihn, zusammen mit seinem Bruder und einem Freund aus einer bekannten Skinheadkneipe heraus angegriffen.

Sein Bruder und der Freund konnten in letzter Sekunde in einen Linienbus fliehen, der ebenfalls von den Nazis angegriffen wurde. Ramazan Avci rannte panisch auf die Fahrbahn. Er wurde von einem Auto erfasst und meterweit durch die Luft geschleudert. Nach dem er auf der Straße aufschlug, liefen mindestens drei Skins auf ihn zu. Ramazan Avci wurde auf dem Boden liegend mit Baseballschlägern, Axtknüppeln und Fußtritten brutal malträtiert und verstarb am 24.12.1985 an den Folgen dieser Schläge im Krankenhaus. Wenige Tage später wurde sein Sohn geboren, der nach ihm benannt wurde.

Bereits am 24.07.1985 wurde zuvor in Hamburg [Anmerkung Entdinglichung: im Stadtteil Langenhorn] Mehmet K. von Rechtsradikalen angegriffen und ermordet. Sie zertrümmerten mit einer Betonplatte seinen Schädel. Dieser Mord wurde kaum publik.

Die damaligen Reaktionen und Erklärungen waren dieselben, die bis heute nach rassistischen Übergriffen verbreitet werden. Die Täter sind verirrte und orientierungslose Jugendliche, unpolitisch, alkoholisiert, Einzeltäter, haben Angst um Arbeitsplätze, wurden von den Opfern provoziert etc.

Obwohl die Mörder von Ramazan Avci aus dem Umfeld der neonazistischen FAP stammten wurde auch hier offiziell kein politisches Motiv gesehen. Die Verharmlosung solcher Verbrechen durch Politik, Medien und die Justiz hat diesen Gruppen den Rücken gestärkt und diese zu neuen Verbrechen ermuntert. Hamburger Neonazis wie Christian Worch, Thomas Wulff, Michael Kühnen, Jürgen Rieger konnten ungestört ihre Strukturen ausbauen und zu dominierenden Figuren der deutschen Neonaziszene aufsteigen.

Die rassistische Hetze, die da lautet: es leben zu viele Ausländer (in den 80ern), das Boot ist voll (in den 90ern) findet in Deutschland aktuell seine Fortsetzung in der Figur der integrationsunwilligen Moslems, die bereit stünden Deutschland zu übernehmen. Der Mord an Marwa al-Sherbiny am 1. Juni 2009 in einem Dresdener Gerichtsgebäude ist das Ergebnis dieser Propaganda gegen Muslime von den extremistischen Rändern der Gesellschaft bis in deren Mitte. Seit geraumer Zeit werden unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit rassistische Thesen aus der Vergangenheit wieder aufgefrischt. Es befremdet uns nicht, dass gerade die weiße Mittelschicht offen ihre Sympathien für solche Thesen bekundet und den Mut der angeblichen Tabubrecher lobt. Der Politik kommt eine aufgeheizte Debatte und antiislamischer Rassismus sehr gelegen, kann sie doch angesichts der beschlossenen sozialen Entrechtungen und Milliardenschweren Umverteilungen zu Gunsten des Finanzkapitals von ihrer neoliberalen und unsozialen Politiken ablenken. Wir dürfen uns nicht auf die Lippenbekenntnisse der Politikerschicht verlassen.

Heute erinnert in Hamburg nichts an dieses Verbrechen vor 25 Jahren.
Wir wollen Ramazan Avci gedenken und uns mit seiner Familie solidarisieren.
Wir wollen an diesem Tag auch der anderen Opfer von rassistischen Übergriffen gedenken und die Erinnerung an sie wach halten. Mehr als 137 dokumentierte Todesopfer rassistischer Gewalt sind in Deutschland seit 1990 zu beklagen. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.

Wir fordern die Anbringung einer Gedenktafel und die Umbenennung des Bahnhofsvorplatzes in Ramazan-Avci-Platz.

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

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Stadtteilgruppe Langenhorn der Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe (BUU): Einen erneuten Angriff auf das KKW Brokdorf vorbereiten! (1977)

Geschrieben von entdinglichung - 7. April 2010

Einen erneuten Angriff auf das KKW Brokdorf vorbereiten! (pdf-Datei, 291 kb), ein Flugblatt der Stadtteilgruppe Langenhorn der Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe (BUU) vom September 1977, weitere Anti-AKW-Flugbltter von damals aus Langenhorn hier und hier:

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Anti-AKW-Jugendliche aus Langenhorn: “Haus”-Besucher erhalten Einsicht in den ATOMKATASTROPHENPLAN …! (1977)

Geschrieben von entdinglichung - 23. Februar 2010

“Haus”-Besucher erhalten Einsicht in den ATOMKATASTROPHENPLAN …! (pdf-Datei, 263 kb), ein satirisches Flugblatt der Gruppe Anti-AKW-Jugendliche aus Langenhorn vom Januar 1977, welches einen fiktiven Katastrophenplan für den Fall eines Atomunfalls in Stade oder Brunsbüttel für das (wahrhaft legendäre) Haus der Jugend (HdJ) Tweeltenbek beinhaltet und zur Anti-AKW-Demo am 22. Januar 1977 auf der Moorweide aufruft.

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Musik zum Sonntag … Razzia

Geschrieben von entdinglichung - 13. Dezember 2009

Stahlherz

Arsch im Sarge

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Antifa Fuhlsbüttel-Langenhorn (Antifa FuLa): Viel Lärm um nichts – Der Umwelt-Gipfel in Rio (1992)

Geschrieben von entdinglichung - 25. August 2009

Viel Lärm um nichts – Der Umwelt-Gipfel in Rio (pdf-Datei, 376 kb), ein Flugblatt vom Sommer 1992 der Antifa Fuhlsbüttel-Langenhorn (Antifa FuLa) zum bzw. gegen den Umwelt-Gipfel in Rio de Janeiro, welcher die damals viel gefeierten für die vielgefeierte Agenda 21 hervorbrachte:

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Stoppt den Terror in Rostock! (1992)

Geschrieben von entdinglichung - 10. August 2009

Stoppt den Terror in Rostock! (pdf-Datei, 209 kb), ein Flugblatt von AntifaschistInnen aus Norderstedt, Langenhorn und Henstedt-Ulzburg vom 23. August 1992, welches zu einer Demonstration am folgenden Tage in Norderstedt gegen das rassistische Pogrom in Rostock aufruft. Auf Grund der Dringlichkeit der Lage war es nicht möglich, den Text des Flugblattentwurfes von den lokalen Antifagruppen formell bestätigen zu lassen, daher die Formulierung “Menschen aus: Antifa Norderstedt, Antifa FuLa, Antifa Ulzburg, sowie Einzelpersonen” im Text. Zu der lauten und wütenden aber letztendlich wenig Wirkung zeigenden Demo kamen am darauffolgenden Tage immerhin mehr als 100 Menschen:

norderstedt_rostock_1992

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Antifa Fuhlsbüttel-Langenhorn (Antifa FuLa): Heute wird das Asylrecht abgeschafft (1993)

Geschrieben von entdinglichung - 3. August 2009

Heute wird das Asylrecht abgeschafft! (pdf-Datei, 411 kb), ein Flugblatt der Antifa FuLa vom Mai 1993 zum “Asylkompromiss” von Kohl, Kinkel und Lafontaine, welcher das bisherige Grundrecht auf Asyl faktisch aushebelte und wenige Tage danach in der Nacht zum 29. Mai von einigen Nazis mit der Ermordung von fünf Menschen in Solingen “gefeiert” wurde:

antifa_fula_asylrecht_1993

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Sozialistischer Schülerbund (SSB) Gymnasium Heidberg: Eltern und Schüler organisieren sich gegen den Lehrermangel (1976)

Geschrieben von entdinglichung - 24. Juni 2009

Eltern und Schüler organisieren sich gegen den Lehrermangel (pdf-Datei, 404 kb), ein Flugblatt des dem Kommunistischen Bund (KB) nahestehenden Sozialistischen Schülerbundes (SSB) vom Januar 1976, die dem KB nahestehenden Jugendorganisationen SSB und Ring Bündischer Jugend (RBJ) spielten damals eine wichtige Rolle in der Hamburger SchülerInnenbewegung und stellten zeitweise das SchulsprecherInnenteam am Gymnasium Heidberg in Langenhorn:

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Zwei Flugblätter der Antifa Fuhlsbüttel-Langenhorn (Antifa Fula) von 1991

Geschrieben von entdinglichung - 27. Mai 2009

Ein Flugblatt zum US-Militärcamp auf dem Flughafen Fuhlsbüttel (pdf-Datei, 286 kb, nicht offiziell im Namen der Antifa FuLa) im aus dem Januar 1991 kurz vor dem Beginn des zweiten Golfkrieges:

antifa_fula_golfkrieg_1991

Rocken gegen Rechts in Langenhorn (pdf-Datei, 216 kb), das Flugi zum legendären ersten Antifa-Konzert der Antifa FuLa im Haus der Jugend Tweeltenbek am 31. August 1991:

antifa_fula_konzert_1991

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Vermischtes aus dem Norden:

Geschrieben von entdinglichung - 27. April 2009

1.) Der Rundbrief 2009 (pdf-Datei) der Willi-Bredel-Gesellschaft aus dem Hamburger Norden ist online, neben dem Schwerpunktthema zur Geschichte des Schwimmbades Ohlsdorf enthält das aktuelle Heft einen Artikel zu dem 1934 von den Nazis ermordeten Fuhlsbüttler Kommunisten Carl Burmester (S. 20-23) und einen Nachruf auf das im Januar verstorbene langjährige Mitglied der Bredelgesellschaft Karl-Heinz Zietlow (S. 48-52) in welchem u.a. dessen unermüdlicher Einsatz für das Gedenken an die ZwangsarbeiterInnen der KZ-Aussenstelle Langenhorn der Hanseatischen Kettenwerke gewürdigt wird.

2.) Rotes Osternburg: Regentied berichtet von einer sehenswerten Ausstellung zur linken Lokalgeschichte Oldenburgs, bei Werkstattfilm, in der Katharinenstrasse 1 sind vom 3. bis zum 15. Mai Fotos von einer KPD-Demonstration 1932 im Stadtteil Osternburg aus dem Privatbesitz des 1937 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilten und ermordeten KPD-Abgeordneten Robert Stamm zu sehen.

3.) Die Uni Hamburg hat wieder einen alten neuen servilen pragmatischen AStA, mit welchen Unileitung und Senat sehr zufrieden sein dürften.

4.) Norderstedt sucht keinen Superstar:

“Das Casting zu “Norderstedt sucht den Superstar” fand nicht statt. Der Veranstalter, die Norderstedter Tanzschule “TanzSportGemeinschaft Creativ” (TSG) musste das Casting, das am Sonntagmorgen stattfinden sollte, absagen. Auf der TSG-Internetseite steht der Hinweis “Leider müssen wir das Casting wegen der geringen Anmeldungen absagen. Wir bedauern dies sehr, wollen es aber zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.”

Als Preise winkten Unterrichtseinheiten im TSG-Tanzverein und die Teilnahme an einer “großen Show-Gala”, auf der das Publikum den “Superstar Norderstedt 2009″ wählen sollte.”

5.) Nach Zypern und Moldawien wird nun auch Island sozialistisch, oder? …

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