Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archiv für die Kategorie ‘Vatikan’

Kapitalismus gegen Feiertage

Geschrieben von entdinglichung - 9. Mai 2012

In vielen und vor allem in einer Frage sind sich die herrschende Klasse und ihre puritanischen, salafistischen, etc. HelfershelferInnen einig: Das Proletariat hat zuviel freie Zeit und treibt dazu in dieser Zeit auch noch allehand Unsinn, anstatt sich der Kontrolle des kapitalistischen Arbeitskomanndos und dem ideologischen Dreck religiöser Spassbremsen zu unterstellen. Dabei wird derzeit vermehrt selbst der compromesso storico zur Festkultur – welcher Resultat langanhaltender Kämpfe zwischen religiösen Autoritäten und den Bedürfnissen v.a. der ländlichen wie städtischen Massen nach unproduktiver Zeit wie auch nach eigensinniger Sinnstifftung war – gebrochen, die Regierung Portugals hat laut BBC sich in Zeiten der Krise daher folgendes ausgedacht … und auch der Vatikan nickt den Angriff auf die Errungenschaften der Subalternen brav ab und zeigt dabei wie üblich seinen nackten Klassencharakter:

“Portugal has taken austerity measures to a new level with the decision to scrap four of its 14 public holidays.

Two religious festivals and two other public holidays will be suspended for five years from 2013.

The decision over which Catholic festivals to cut was negotiated with the Vatican.

Portugal has already cut public sector wages and raised taxes to reduce its budget deficit and deal with its economic crisis.

The country agreed a 78bn euro bailout deal with the European Union, European Central Bank and International Monetary Fund last year and recently passed the latest review of its spending cuts.

It is hoped the suspension of the public holidays will improve competitiveness and boost economic activity.

The four days affected are All Saints Day on 1 November; Corpus Christi, which falls 60 days after Easter; 5 October, which commemorates the formation of the Portuguese Republic in 1910; and 1 December, which marks Portuguese independence from Spanish rule in 1640.”

(You Gotta) Fight for Your Right (To Party!) … R.I.P. MCA!

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Papst Luzifer Ratzinger XVI.?

Geschrieben von entdinglichung - 24. November 2011

Eine lustige Stilblüte von der rechtskatholischen Vollpfostenseite kath.net, gefunden auf dem Atheist Media Blog:

“Benedikt XVI. ist ein Lichtträger”

auf Wikipedia findet sich dazu folgendes:

Luzifer, auch Lucifer, ist der lateinische Name des Morgensterns (Venus). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtträger“ (zu lat. lux, „Licht“ und ferre, „tragen, bringen“). Im Lauf der Zeit wurde im christlichen Sprachgebrauch der Begriff Luzifer gleichbedeutend mit einem Namen des Teufels.

kath.net liefert hiermit ungewollt (?!) eine Steilvorlage für die Konkurrenz aus dem durchgeknallteren Bereich des Evangelikalismus à la Ian Paisley oder C. Peter Wagner, für welche der Papst der Antichrist und die katholische Kirche ein babylonischer Mysterienkult ist … von dieser Seite sei zum Thema der Roman Ahasver von Stefan Heym empfohlen … ansonsten gab es von 1883 bis 1907 in den USA eine individual-anarchistische Wochenzeitung mit dem Titel Lucifer the Lightbearer, einige eingescannte Ausgaben des Blattes hier.

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Papst Wojtyla selig gesprochen – zu früh zu schnell?

Geschrieben von entdinglichung - 25. Mai 2011

Ausnahmsweise aus gegebenem Anlass mal der Hinweis auf eine GegenstandPunkt-Veranstaltung:

Papst Wojtyla selig gesprochen – zu früh zu schnell? Jenseits und andrerseits

Zeit: Donnerstag, 26.05.2011, 19.30 Uhr
Ort: LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum DZ 003, U-Bahn: Universität
Veranstalter: AK GegenArgumente

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Vermischtes

Geschrieben von entdinglichung - 10. Februar 2011

Ungeordnet und ohne System:

* First Annual Convention of Home Based Women Bangle Workers Union in Hyderabad (HBWBWU) (LEF)

* Nepal: Love Marriages and Revolution (Revolution in South Asia)

* Bosnia: Declaration of the new Young Bosnia (In Defense of Marxism)

* Socialist Feminism and the Revolutionary Party (Freedom Socialist Party)

* Jungheinrich AG: Eine Belegschaft wehrt sich. Aktiv ohne IG Metall (Infoarchiv Norderstedt)

* Women’s Fightback 7, February-March 2011 (AWL)

* How to enforce democratic centralism, Japanese style (David Osler)

* Beleidigen, drohen, klagen: Tollhaus NPD (NPD-Blog)

* Les organes de Benoît XVI sont déjà des reliques (ESSF)

* Jena bleibt hässlich! (Aftershow) … dazu ein Lied:

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Erzbischof mit Torte

Geschrieben von entdinglichung - 9. November 2010

mehr zur Tortung von André-Joseph Léonard, Erzbischof von Mechelen beim HPD:

… vielleicht ist es beim nächsten Mal ein Leberkäse …

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Rede von Sue Cox auf der “Protest the Pope”-Demo, 18.09. 2010

Geschrieben von entdinglichung - 20. September 2010

Der vollständige Text hier

“Sue Cox is a sex abuse survivor who was raped by a Catholic priest when she was a child.

She received a lifetime achievement award this year for her contribution to the treatment of addiction, and used that occasion to highlight her background and the Church’s appalling attitude.

After fifty years of fear, she has found the courage to face the Church and their empty obsequious apologies.

A champion of the Protest the Pope Campaign, Sue Cox gave the following speech at the start of the March & Rally on Saturday 18th September 2010:”

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Zum Rücktritt von Bischof Mixa

Geschrieben von entdinglichung - 23. April 2010

Ob Mixa die kleidsame Bommelmütze nun an die Bistums-Kleiderkammer Augsburg zurückgeben muss?

Wir haben das gleichzeitige Vorhandensein von sadistischen und masochistischen Strebungen als das Wesentliche beim autoritären Charakter bezeichnet. Unter Sadismus verstehen wir das Streben nach uneingeschränkter Macht über einen anderen Menschen, das mehr oder weniger mit Destruktivität vermischt ist. Der Masochismus dagegen zielt darauf ab, dass der Betreffende sich in einer überwältigend starken Macht auflöst und so an deren Kraft und Ruhm teilhat. Ursache sowohl für die sadistischen als auch für die masochistischen Tendenzen ist die Unfähigkeit des isolierten einzelnen, auf eigenen Füssen zu stehen, und sein Bedürfnis nach einer symbiotischen Beziehung, welche diese Vereinsamung überwindet. (Erich Fromm: Die Furcht vor der Freiheit, 1941/1980)

Es ist zu erwarten, dass es dem betroffenen Verein nicht schwer fallen wird, für den nun unbesetzten Arbeitsplatz einen passenden Ersatz zu finden – sind doch in den mit der Verwaltung und Verbreitung ewiger Wahrheiten beschäftigten Läden derartig zugerichtete Personen in nicht geringer Anzahl im Angebot vorhanden.

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Vermischtes

Geschrieben von entdinglichung - 15. April 2010

1.) Weiteres zur English Defence League (EDL):

* Bob from Brockley: The mutating forms of post-fascism, and immigration politics

* Bartholomew’s Notes on Religion: The English Defence League and Politically Incorrect

* Workers Liberty: Now… an Australian Defence League

2.) Karl Pfeifer zur Webseite Hagalilwatch:

“Seit einigen Monaten gibt es die Website hagalilwatch, die vorgibt Kritik zu üben, sich jedoch tatsächlich darauf spezialisiert, anonym die Website Hagalil.com anzugreifen. Seltsam, wenn jemand, der seinen Namen nicht nennt, versucht hagalil.com – das durchaus kritisierbar ist, Kritikern jedoch auch ein Forum bietet – als „kommunistisch“ zu denunzieren.

…”

3.) Bernhard Schmid auf Trend zu Hools und Nazis bei Paris-Saint Germain:

“Tod eines Hooligans

Am 28. Februar dieses Jahres war Yann Lorence von mehreren Personen, mutmaßlich um die dreißig, mit Schlägen und Tritten traktiert worden. Zu diesem Zeitpunkt lag er bereits am Boden. Doch die Darstellung seiner Fußballkumpane, wonach er beim Bierholen „in der Nähe eines Getränkeverkaufs“ niedergeschlagen worden sei, erwies sich schnell als unhaltbar: Der nächste Getränkekiosk befand sich zu dem Zeitpunkt, als der 37jährige zu Boden ging, über 400 Meter entfernt. In unmittelbarer Nähe des Orts, wo er niedergeschlagen wurde, befinden sich jedoch die „gegnerischen“ Zuschauerränge – jene der Tribune Auteuil genannten Nordkurve im Parc des Princes, dem am südwestlichen Stadtausgang von Paris erbauten Stadion des PSG. Die Reihen dieser Nordkurve waren zu dem Zeitpunkt, als sich das fragliche Geschehen ereignete, von einer „gegnerischen“ Gruppe, einer Mischung aus Neonazis und Fußballhooligans, zu der auch Yann Lorence gehörte, attackiert worden. Und ihre Insassen hatten sich zur Wehr gesetzt. Dass ein einzelner Angreifer, der bereits zu Boden gegangen war, die geballte Wut der Übermacht von mehreren Dutzend der Verteidiger – von denen vier inzwischen festgenommen worden sind – zu spüren bekam, ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber fraglich ist auch, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

Der Begriff „gegnerisch“ sollte theoretisch fehl am Platze sein, denn beide Zuschauerkurven, die da auf harte Weise miteinander kämpften, gehören zum selben Fußballclub. Am Abend jenes 28. Februar empfing der Pariser PSG den führenden Verein der zweitgrößten französischen Stadt, l’Olympique de Marseille, zu einem Spiel der französischen Nationalliga – am 26. Spieltag der ‚Ligue 1’ (ungefähr vergleichbar mit der Bundesliga). PSG und OM sind für ihre Rivalitäten und für die verbalen Kraftsprüche ihre Anhänger, „Anti-Pariser“ versus „Marseillehasser“, bekannt. Doch die Spannung, die sich an jenem Abend schon vor Spielbeginn in offener Gewalt entlud, hatte sich nicht zwischen Paris- und Marseillefans aufgebaut. Vielmehr waren es die Fans aus der ,Tribune Boulogne’ genannten Südkurve des PSG, die jene in der Nordkurve des „eigenen Vereins“ angriffen. Das Gewaltklima zwischen beiden war schon in den Monaten zuvor notorisch gewesen; und manche Anhänger äußern im Nachhinein die Auffassung, dass „irgendwann etwas Gravierenderes passieren musste“, was sich im Grundsatz bereits vorher angekündigt habe.”

4.) Rachel Tabachnik auf Talk to Action zum Antisemitismus der Religious Right in den USA:

Meanwhile Christian Zionists broadcast narratives which demonize liberal Jews, rewrite Nazi Germany as a liberal phenomenon, and objectify Jews as supernaturally controlling the destiny of the planet, all with little or no objection from those who are supposedly monitoring anti-Semitism. From Pat Robertson’s 1991 publishing of his book New World Order to the present, Christian Zionists have legitimized grand conspiracy ideology as legitimate religious belief and have played a significant role in reinvigorating 1920s and 1930s conspiracy theories which are generally associated with white supremacist groups. These revived narratives target Jews as the source of the socialism/communism which is supposedly swallowing up America and paving the way for the Antichrist, the coming one-world dictator who John Hagee claims will be “partially Jewish.”

One narrative seen throughout Christian Zionist media is referred to as fishers and hunters. Christian Zionists describe themselves as the fishers who are to lure Jews to Israel prior to the time of the “hunters” who will force Jews to leave their current home nations in a second holocaust. Bruce Wilson and I have both written previously about Tom Hess (an apostle in the NAR who works with the Israeli Knesset’s Christian Allies Caucus) who uses his book Let My People Go to warn American Jews to disentangle themselves from the “fleshpots of America” and flee to Israel before it is too late. The cover of the book is a graphic of a Jewish businessman tied to a Wall Street sign.

This end times scenario has a prerequisite of a second Holocaust which will force all remaining Jews to move to Israel and therefore requires a massive wave of worldwide anti-Semitism which, despite Christian Zionist efforts, has not yet developed. But the perverse genius of Christian Zionism is that they can spread their anti-Semitic conspiracy ideology well beyond white supremacists and to nations around the globe, thus helping to advance their own prophecy narrative while appearing to be “pro-Israel.” (View a short video example of Cindy Jacobs subtly, or maybe not so subtly, promoting negative Jewish stereotypes at a conference in Indonesia in 2008.)

5.) Der Daily Racist im Wahlkampf:

6.) Hagen Rether zur Furcht vor der Freiheit:

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Entschuldigungen, der Vatikan und der Genozid in Ruanda 1994

Geschrieben von entdinglichung - 30. März 2010

Nachfolgend dokumentiert ein lesenswerter Artikel von Martin Kimani zur Verwicklung und zur Vergangenheitsbewältigung der römisch-katholischen Kirche 16 Jahre nach dem Genozid in Ruanda, bleibt anzumerken, dass fast alle Religionsgemeinschaften in Ruanda mit Ausnahme der Zeugen Jehovas und der Muslime am Morden beteiligt waren:

For Rwandans, the pope’s apology must be unbearable

If sexual abuse in Ireland warrants his contrition, what contempt is shown by the Vatican’s silence over its role in genocide

Martin Kimani

If you are an Irish Catholic, and have suffered sexual abuse at the hands of a priest, you were recently read a letter from Pope Benedict that tells you: “You have suffered grievously and I am truly sorry. I know that nothing can undo the wrong you have endured. Your trust has been betrayed and your dignity has been violated.”

For any practising Catholic in Rwanda, this letter must be unbearable. For it tells you how little you mean to the Vatican. Fifteen years ago, tens of thousands of Catholics were hacked to death inside churches. Sometimes priests and nuns led the slaughter. Sometimes they did nothing while it progressed. The incidents were not isolated. Nyamata, Ntarama, Nyarubuye, Cyahinda, Nyange, and Saint Famille were just a few of the churches that were sites of massacres.

To you, Catholic survivor of genocide in Rwanda, the Vatican says that those priests, those bishops, those nuns, those archbishops who planned and killed were not acting under the instruction of the church. But moral responsibility changes dramatically if you are a European or US Catholic. To the priests of the Irish church who abused children, the pope has this to say: “You must answer for it before almighty God and before properly constituted tribunals. You have forfeited the esteem of the people of Ireland and brought shame and dishonour upon your confreres.”

The losses of Rwanda had received no such consideration. Some of the nuns and priests who have been convicted by Belgian courts and the International Criminal Tribunal for Rwanda, respectively, enjoyed refuge in Catholic churches in Europe while on the run from prosecutors. One such is Father Athanase Seromba, who led the Nyange parish massacre and was sentenced to 15 years in jail by the tribunal. In April 1994, Seromba helped lure over 2,000 desperate men, women and children to his church, where they expected safety. But their shepherd turned out to be their hunter.

One evening Seromba entered the church and carried away the chalices of communion and other clerical vestments. When a refugee begged that they be left the Eucharist to enable them to at least hold a (final) mass, the priest refused and told them that the building was no longer a church. A witness at the ICTR trial remembered an exchange in which the priest’s mindset was revealed.

One of the refugees asked: “Father, can’t you pray for us?” Seromba replied: “Is the God of the Tutsis still alive?” Later, he would order a bulldozer to push down the church walls on those inside and then urge militias to invade the building and finish off the survivors.

At his trial, Seromba said: “A priest I am and a priest I will remain.” This, apparently, is the truth, since the Vatican has never taken back its statements defending him before his conviction.

In the last century, Catholic bishops have been deeply mired in Rwandan politics with the full knowledge of the Vatican. Take Archbishop Vincent Nsengiyumva. Until 1990, he had served as the chairman of the ruling party’s central committee for almost 15 years, championing the authoritarian government of Juvenal Habyarimana, which orchestrated the murder of almost a million people. Or Archbishop André Perraudin, the most senior representative of Rome in 1950s Rwanda. It was with his collusion and mentorship that the hateful, racist ideology known as Hutu Power was launched – often by priests and seminarians in good standing with the church. One such was Rwanda’s first president, Grégoire Kayibanda, a private secretary and protege of Perraudin, whose political power was unrivalled.

The support for Hutu Power was therefore not unknowing or naive. It was a strategy to maintain the church’s powerful political position in a decolonising Rwanda. The violence of the 1960s led inexorably to the 1994 attempt to exterminate Tutsis. These were violent expressions of a political sphere dominated by contentions that Hutu and Tutsi were separate and opposed racial categories. This, too, is one of the legacies of the Catholic missionary, whose schools and pulpits for decades kept up a drumbeat of false race theories.

This turning away from the Rwandan victims of genocide comes at a time when the Catholic church is increasingly peopled by black and brown believers. It is difficult not to conclude the church’s upper reaches are desperately holding on to a fast-vanishing racial patrimony.

Perhaps it is time Catholics forced the leaders of their church to deal with a history of institutional racism that endures, if the church is truly to live up to its fine words. Apologies are not sufficient, no matter how abject. What is demanded is an acknowledgment of the church’s political power and moral culpability, with all the material and legal implications that come with it.

The silence of the Vatican is contempt. Its failure to fully examine its central place in Rwandan genocide can only mean that it is fully aware that it will not be threatened if it buries its head in the sand. While it knows if it ignores the sexual abuse of European parishioners it will not survive the next few years, it can let those African bodies remain buried, dehumanised and unexamined.

This is a good political strategy. And a moral position whose duplicity and evil has been witnessed and documented. For, it turns out, many people, scholars, governments and institutions inside and outside Rwanda are excavating their own roles in the genocide. The Vatican stands as an exception, its moral place now even lower than that of the government of France for its enduring friendship with genocidaires.

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Zwei Priester und ihre Behandlung durch ihre Kirchenleitung

Geschrieben von entdinglichung - 24. März 2010

Die römisch-katholische Kirche geht mit abweichendem Verhalten in ihren Reihen von Fall zu Fall durchaus unterschiedlich um:

Fall 1: Knallhartes Durchgreifen

“Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat einen homosexuellen Pfarrer suspendiert. Der 41-Jährige aus Bad Driburg (Kreis Höxter) habe dem Erzbischof am Montag gestanden, eine Homosexuellen-Homepage im Internet zu betreiben, sagte Bistums- Sprecher Ägidius Engel und bestätigte damit Medienberichte. Mit der Amtsenthebung sei eine Rückkehr in eine Gemeinde ausgeschlossen, betonte Engel. Der Erzbischof erstattete Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Paderborn prüft nun einen strafrechtlichen Anfangsverdacht.”

Fall 2: Business as usual

“Christian Von Wernich, 69, was convicted for involvement in seven murders, 42 abductions and 31 cases of torture during the 1976-83 “Dirty War”.

Survivors say he passed information he obtained from prisoners to the police.”

“As of 1 February 2010 von Wernich has not been penalised by the Catholic Church and is permitted to officiate as priest at Mass in prison. On his conviction his superior, bishop Martín Elizalde, apologised for von Wernich being “so far from the requirements of the mission commended to him” and said “at the appropriate time von Wernich’s situation will have to be resolved in accordance with canonical law”, but never again referred to the issue in public.”

Es gibt für die katholische Kirche eben weniger schlimme und schlimmere Verbrechen und im Kampf gegen den Kommunismus ist selbst die Verletzung des Beichtgeheimnisses nicht so wild.

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Das Wort zum Mittwoch

Geschrieben von entdinglichung - 3. März 2010

Jürgen Becker zum “Fall Käßmann” und umzu:

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Vermischtes

Geschrieben von entdinglichung - 27. Oktober 2009

1.) Aus dem gestrigen Guardian:

2.) Das IBRP heisst jetzt Internationale Kommunistische Tendenz:

“Um unserer Existenz als vereinigter internationaler Organisation einen klareren Ausdruck zu geben, haben wir beschlossen den Namen der Organisation in Internationalistische Kommunistische Tendenz (mit dem Zusatz „für die revolutionäre Partei“ auf der Website) zu ändern. Dies drückt keine Veränderung in den Beziehungen zwischen unseren Gruppen aus, noch bedeutet es, dass die jeweiligen Gruppen ihre Verantwortung aufgeben, ihre Präsenz in der Arbeiterklasse zu verstärken.”

3.) Die Höflichkeit gegenüber den Cops in Oldenburg ist aus deren Sicht ungenügend, wie Regentied berichtet:

“Im Einsatz müssen sich Oldenburgs Polizisten immer häufiger schlimmste Beleidigungen anhören. Seit Anfang des Jahres kamen bereits 64 Fälle zur Anzeige. »Das hat eine Dimension angenommen, die wie bisher nicht kannten. Es ist erschütternd«, sagte Polizei-Chef Johann Kühme. »Das hat mit Respektlosigkeit zu tun. Und dieses Verhalten richtet sich nicht nur gegen Polizisten. Hier macht sich ein Wertewandel in der Gesellschaft bemerkbar«.”

4.) Aus einem offenen Brief von Rachel Tabachnik und Bruce Wilson auf Talk2Action an Elie Wiesel auf Grund von dessen Bestreben bei einer Veranstaltung von John Hagee’s Christians United for Israel (CUFI) aufzutreten:

“John Hagee teaches “theological racism,” the idea that the destiny of peoples is based on their biblical genealogy. Hagee claims Jewish souls are different from those of gentiles and that, according to divine plan, Jews have no right to live anywhere on Earth but in Israel. Hagee’s fellow Christian Zionists predict that a coming, divinely ordained paroxysm of anti-Semitic violence, a “second Holocaust,” will be necessary to force all Jews to make aliyah. From the pulpit, pastor Hagee and his fellow Christian Zionists preach their theological racism that risks provoking such a catastrophe.

John Hagee’s attacks on Judaism are well documented and have included calling Hillel an extremist whose followers incited both the killing of Jesus and centuries of anti-Semitism. From the pulpit Hagee has claimed that the anti-Christ is “partially Jewish, as was Adolf Hitler.”

Hagee also preaches that European-based Rothschilds control the US economy, through the Federal Reserve, and conspire to attack the American middle class by devaluing the dollar.”

5.) Papst Ratzingers Verein fhrt derzeit Gesprche in einer „herzlichen, respektvollen und konstruktiven Atmosphäre“ mit den reaktionären Piusbrüdern, mehr dazu auf Atheist Media Blog und auf Analyse, Kritik & Aktion … an anderen Orten und bei anderen Themen zeigt sich der Vatikan weniger konziliant, wie Splintered Sunrise anmerkt:

“Deposing the leader of an African Church: Earlier this month Pope Benedict accepted the resignation of Archbishop Paulin Pomodimo of Bangui, the most senior Catholic cleric in the Central African Republic (CAR). The resignation followed a visit to the CAR by a papal emissary, Archbishop Robert Sarah, secretary of the Congregation for the Evangelisation of Peoples, in March. It is widely thought that the Pope requested the archbishop’s resignation because he tolerated priests keeping mistresses.”

6.) Die Church of England hält ein Aktienpaket im Wert von 29 Millionen Pfund wo auch Anteile der Firma BHP Billiton dabei sind:

“But today, critics of the company will present an alternative report outlining the negative impacts of many of the company’s operations – in Australia, West Papua, Papua New Guinea, the Philippines, South Africa, Canada, Colombia and Chile.

The report is the work of organisations from many countries working with directly impacted communities, including church groups.

The report catalogues abuses of human rights, particularly of affected communities, issues of worker health and safety, livelihood and food security, and environmental problems. It also raises issues around climate change and BHP Billiton’s commitment to increased extraction and promotion of both coal and uranium for power production.

At the launch, representatives of communities in Colombia which are being removed to make way for expansion of the world’s biggest opencast coal mine, Cerrejon (one-third owned by BHP Billiton) will describe their own experience with the company. Farming families in villages around the mine have been deprived of their livelihoods as the mine expands and accuse the Cerrejon Coal company of failing to negotiate in good faith or offer sufficient assistance or compensation. They want BHP Billiton to make Cerrejon Coal deal with them fairly.”

7.)

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Linke Papstversteher?

Geschrieben von entdinglichung - 9. Juli 2009

Vielleicht wächst hier ja zusammen, was zusammengehört:

“Die Neuauflage eines Puritanismus, der sich als Vollzugshelfer längst den islamischen Mob ausgeguckt hat, manifestiert sich seit nunmehr drei Jahren im zunehmend hysterisch zelebrierten Kirchenkampf gegen den Bischof von Rom gerade dann, wenn der an die universale Vernunft oder die Humanisierung der Sexualität appelliert.” (BaHamas)

“Benedikt hat ja nicht die politischen Absichten dieses Williamson rehabilitiert und ihm auch kein kirchliches Amt zurückgegeben. Er hat lediglich ihn und die Seinen wieder als einfache Mitglieder in der Kirche akzeptiert. Die Kirche aber ist per definitionem eine Gemeinschaft von Sündern – dort hat der Lügner und der Ehebrecher ebenso seinen Platz wie der Mörder und eben auch der Holocaust-Leugner. Würde die Kirche nur diejenigen zulassen, die Heilige sind, wäre sie keine Volkskirche mehr, sondern nur noch eine Sekte.

Sowohl die katholische Kirche wie der Islam werden in der gegenwärtigen Kampagne als archaisch, mittelalterlich und intolerant dargestellt – als tödliche Gefahr für Minderheiten (vgl. die Lesbe im Film, Juden in der Papst-Debatte).” (Jürgen Elsässer)

“”Es ist begrüßenswert, dass sich der Papst zur globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise äußert. Es wurde Zeit, für eine klare Äußerung Benedikts über die Ursachen und mögliche Auswege aus der Krise”, so Bodo Ramelow zur heute veröffentlichten Sozialenzyklika des Papstes. Der religionspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:” (Bodo Ramelow)

bishop

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1. April … Gerhard Polt

Geschrieben von entdinglichung - 1. April 2009

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Vermischtes

Geschrieben von entdinglichung - 11. Februar 2009

1.) Labour Website of the Year 2008: die Homepage der unabhängigen klassenkämpferischen Gewerkschaft United Electrical, Radio and Machine Workers of America (UE) in den USA:

2.) Die FAU-IAA erinnert an eine Gedenkveranstaltung vor einigen Tagen in Paris für die SpanierInnen, die im Kampf um die Befreiung Frankreichs vom deutschen Faschismus gefallen sind oder in deutschen Konzentrationslagern wie Mauthausen ermordet wurden; eine Einheit von ExilantInnen (darunter vielen AnarchistInnen) aus Spanien hatte im August 1944 als erste alliierte Abteilung Paris erreicht und eine wichtige Rolle bei der Befreiung der Stadt gespielt:

“Mauthausen nimmt unter all den Lagern der Vernichtungsmaschine der Nazis eine ganz besondere Rolle ein. Es sticht nicht in erster Linie durch den industriell betriebenen millionenfachen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas hervor wie Auschwitz oder Sobibor. Mauthausen mit all seinem Schrecken war stattdessen ein Schmelztiegel all dessen, wogegen sich der Vernichtungswille der Nazi-Barbarei richtete. In Mauthausen schleppten sich deutsche Antifaschisten die Treppe zum Steinbruch hinauf, zusammen mit jüdischen Menschen, russischen Kriegsgefangenen, jugoslawischen Partisanen. Mehr als 200.000 Menschen aus 30 Ländern gingen durch dieses Inferno aus Mord und Vernichtung.

Unter all den Menschen, die von den Nazis in Mauthausen ermordet wurden, wollen wir uns heute einer Gruppe ganz besonders erinnern. Nicht um sie gegenüber ihren Leidensgenossen hervorzuheben, sondern weil heute ein Tag ist, der in besonderer Weise ihrem Andenken gewidmet ist. Ich will von den mehr als 7.500 Spaniern sprechen, die ab 1940 nach Mauthausen verschleppt wurden und von denen mindestens 4.200 in den Steinbrüchen der infamen “Vernichtung durch Arbeit” anheim fielen.”

3.) Offenbar erschien 1998 ein Aufsatz mit dem Titel “Freiheit und Wahrheit” des heutigen Papstes Benedikt Ratzinger XVI. in dem vom österreichischen faschistoiden Magazin Aula heraugegebenen Sammelband “1848 – Erbe und Auftrag” wobei momentan nicht klar ist, ob der damalige Grossinquisitor Chef der Glaubenskongregation von dem Nachdruck überhaupt wusste (auch Unfehlbarkeit hat ihre Grenzen) wusste oder ob hier eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Jedenfalls haben es Ratzinger bzw. sein Verlag in den letzten elf Jahren es nicht für notwendig angesehen, der Sache nachzugehen … stellt sich die Frage, ob ein derartiger Text sich in den genannten Sammelband nicht vielleicht problemlos einfügt.

“Das DÖW kommentierte den Artikel so: “Der rechtsextreme Aula-Verlag schmückt sich mit der Autorenschaft des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Kardinal Joseph Ratzinger.” Als Herausgeber der Denkschrift fungierte Aula-”Schriftleiter” Otto Scrinzi, ehemaliger SA-Sturmführer, Ex-NSDAP-Mitglied und dann – FPÖ-Nationalratsabgeordneter. Mitherausgeber der Schrift ist der deutsche Rechtsextremist Jürgen Schwarz. Für den Grünen Abgeordneten Karl Öllinger, der die Schrift entdeckte, muss die Stellung von Benedikt XVI. in der Debatte um die rechte Pius-Bruderschaft jetzt völlig neu bewertet werden.”

4.) Ein Interview mit Jayampathy Wickramaratne, Politbüromitglied der Lanka Sama Samaja Party (LSSP), … ein reformistischer Linker, der es allen und daher niemandem recht machen will und einen “sauberen Krieg” statt des derzeitigen schmutzigen Krieges möchte:

“As far as the war is concerned, every government has the right to take back territory which it has lost to either a foreign power or to a separatist organization. So, I have no problems with regaining lost territory. But it must be done in such a way so that it is not perceived as a war against the Tamil community. Every effort should be made to distinguish between the Tamil community and the LTTE. And that can only be done if this military effort is supplemented on the political front. That is why if there is progress with the APRC, that will be reason for Tamils to have hope. While I have no problems with the military action against the LTTE per se, there has to be parallel efforts towards a political solution. So, what is a political solution? It is a constitutional settlement that takes into consideration the aspirations of the Tamil community, but also the other minorities and the Sinhala community. That can only be done through devolution to the provinces, safeguards for the minorities within those provinces, for example for Muslims and Sinhalese in the East. Power sharing at the centre, which will bring the Provinces into the centre, will be an effective inter-locking mechanism for the centre and the regions. And a strong fundamental rights charter, which can be used to safeguard the rights of all communities and of course a check on the Centre. Unfortunately, there are elements in the South who refuse to see the importance of such a political solution. There is now militarization of society and intolerance of dissent. Any criticism of the government is viewed as criticism of the war. That should not be so.”

5.) Die Uni Hamburg interessiert sich, so All Change Please, für private Finanzdaten von Studierenden:

“Die Uni fordert derzeit Studierende auf, für Entscheidungen über Stundungen nach Landeshaushaltsordnung ungeschwärzte Kopien von Kontoauszüge einzureichen. Wir finden, dass es die Uni nichts angeht, in welchen Vereinen und Organisationen ihr etwa Mitgliedsbeiträge zahlt oder wo ihr euer Geld abhebt. Ob die Uni das überhaupt darf, wird derzeit vom Hamburgischen Datenschutzbeauftragten geprüft, Arbeitsagenturen – das könnte durchaus vergleichbar sein – dürfen das jedenfalls nicht. Wir fordern euch auf, der Uni bis auf weiteres erst einmal nur Kontoauszüge zu geben, in denen die Informationen zu den kleineren Buchungen geschwärzt sind.”

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