Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 23. November 2007

Ein Interview mit Silvio Meier

Posted by entdinglichung - 23. November 2007

Am 21. November 1992 wurde Silvio Meier in Berlin von Neonazis ermordet, zwei seiner Freunde durch Messerstiche schwer verletzt. Aus diesem Anlass hat das Umbruch-Bildarchiv ein bisher unveröffentlichtes Interview mit Silvio aus dem Sommer 1992 ins Internet gestellt, das es von Silvios Familie erhalten hatte. Das Interview, welches sich vor allem mit den Hausbesetzungen 1989-92 in Berlin beschäftigt, kann hier heruntergeladen werden.

silvio

 

¡Silvio presente!

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Freiheit für Reza Dehghan!

Posted by entdinglichung - 23. November 2007

Nach einer Meldung der ITF ist am 18. November mit Reza Dehghan von der MalerInnen-Gewerkschaft Sandicika Nagash ein weiterer Gewerkschaftsaktivist im Iran festgenommen worden, er wird derzeit im Evin-Knast in Tehran gefangen gehalten.

kette

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Vor 15 Jahren: Der Brandanschlag in Mölln

Posted by entdinglichung - 23. November 2007

Heute vor 15 Jahren am 23. November 1992 wurden Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz in Mölln von den Nazis Michael Peters und Lars Christiansen ermordet. Dies geschah in einer Situation, welche durch die pogromartigen Ausschreitungen des deutschen Mobs in Hoyerswerda, Mannheim-Schönau und Rostock-Lichtenhagen und der damit korrespondierenden rassistischen Agitation für die faktische Abschaffung des Asylrechts in der BRD durch das Gros der politischen Klasse und die Medien geprägt war, wodurch die Nazimörder ihre Tat zusätzlich „durch das Volk“ legitimiert ansahen. Anders als während des „deutschen Herbstes“ 15 Jahre zuvor sah der Staat und die herrschende Klasse kaum Handlungsbedarf, da sich der Naziterror ja nicht wie die Anschläge der RAF gegen „Spitzen der Gesellschaft“ wie den SS-Mann und BDI/BDA-Chef Schleyer sondern gegen Menschen richtete, welche in der deutschen Gesellschaft und Politik einer permanenten Ausgrenzung ausgesetzt waren und sind und auf deren Stimmen (da zumeist nicht wahlberechtigt) als WählerInnen CDU, SPD & Co. – anders als auf diejenigen der rassistischen Claqueure – keinen Wert legen.

Was hat sich seit 1992 geändert? Terroristische Nazis werden vom Staat seitdem zuweilen etwas härter angepackt – allerdings vor allem, weil der bürgerliche Staat die Infragestellung seines Gewaltmonopols nicht schätzt und selber darüber bestimmen will, wann und wie er gegen „im Lande Unerwünschte“ vorgeht. Auch hat die deutsche Bourgeoisie realisiert, dass zuviele rassistische und antisemitische Ausschreitungen im Ausland geschäftsschädigend sein können und daher unterbunden – oder wie im Falle des rassistischen Brandanschlages in Lübeck 1996 den Opfern in die Schuhe geschoben werden – müssen. Auch brauchen die deutschen Eliten die Nazis momentan nicht, um wie 1992/93 mit der Abschaffung des Asylrechts die eigene Politik durchzusetzen, was sich aber, im Falle z.B. von sich ausweitenden Klassenkämpfen (wovon die BRD zur Zeit allerdings leider weit entfernt ist) ändern kann. Schliesslich gibt es in der Geschichte leider genügend Beispiele, wo die Bourgeoisie das (auch für sie nicht ganz ungefährliche) Bündnis mit faschistischen/nationalsozialistischen Kräften suchte; um mittels Zerschlagung der Gewerkschaften die Profitrate zu sanieren und um durch eine Zerschlagung der Linken eventuelle revolutionäre Situationen zu entschärfen. Das reaktionäre Potential für derartige Mobilisierungen und Bündnisse ist in der deutschen Gesellschaft jedenfalls weiterhin reichlich vorhanden

Und in Mölln scheint sich, so Indymedia bezüglich der örtlichen Naziszene auch nicht viel geändert zu haben.

gegen_nazis

Kein Vergeben, kein Vergessen!

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