Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for Januar 2008

Streiflichter aus Britannien

Posted by entdinglichung - 31. Januar 2008

Keinen Heidenspass verstehen tut laut Ekklesia offenbar Pfarrer Graham Swanson von der Elgin Baptist Church in Schottland, vielleicht scheint er sich ja vielmehr in die Zeit zurückzusehnen, wo seinesgleichen heidnische Aktivitäten noch mittels Zusammenarbeit mit der Staatsgewalt unterbinden durfte. Jedenfalls fühlen sich er und einige andere Menschen davon bedroht, dass vor seiner Haustür die Hexen und HeidInnen der Pagan Federation in Inchberry ihr Sommercamp abhalten wollen und dürfen. Immerhin soll in Britannien ja Religionsfreiheit herrschen …

hexe

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Helmut Kohl verliert einen Freund

Posted by entdinglichung - 31. Januar 2008

Vor einigen Tagen starb der langjährige indonesische Militärmachthaber Suharto, welcher von Altbundeskanzler Kohl als „Freund“ bezeichnet wurde … und gegenüber FreundInnen ist mensch zuweilen, besonders wenn sie auch noch gute HandelspartnerInnen und WaffenkäuferInnen sind, ein wenig nachsichtig und lässt sich die Freundschaft nicht von Amnesty International und anderen NestbeschmutzerInnen (wie dem stinkbürgerlichen St Galler Tagblatt, welches in seinem Nachruf Suharto als einen der „… schlimmsten Ex-Diktatoren der Geschichte … “ bezeichnete) mies reden. Da stört es dann auch nicht, dass der Weg Suhartos an die Staatsspitze 1965-1966 mit den Leichen von 500.000 bis 1.000.000 Menschen – KommunistInnen und solche die das Pech hatten, für solche gehalten werden, Angehörigen der chinesischen Minderheit in Indonesien, Menschen welche bei lokalen „Abrechnungen“ ermordet wurden, etc. – gepflastert war. Auch wurde die Freundschaft nicht durch die Besetzung Osttimors beeinträchtigt, der zwischen 1975 und 1999 zwischen 100.000 und 200.000 OsttimoresInnen zum Opfer fielen, von den 100.000 Toten in Westpapua und Zehntausenden Getöteten in Aceh ganz zu schweigen, da Kohl und Konsorten deutsche Waffen an Indonesien profitabel verkaufen konnten. Freundschaft ist halt stärker. Und wie sagte in den 1930er Jahren schon Franklin D. Roosevelt über Anastasio Somoza: „Somoza may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.“

Film über das Santa Cruz-Massaker, bei dem am 12. November 1991 in Dili/Osttimor 271 Menschen vom indonesischen Militär ermordet und 382 verletzt wurden, von 270 Menschen fehlt seitdem jede Spur

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Der Anfang vom Ende

Posted by entdinglichung - 30. Januar 2008

Heute vor 75 Jahren wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt, womit die institutionellen Voraussetzungen für eine Entwicklung geschaffen wurde, welche in der Shoa – der industriell perfektionierten Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden sowie in der Ermordung von Millionen anderer Menschen – Roma, sowjetischer Kriegsgefangener, Menschen mit Behinderungen, politischer GegnerInnen, BewohnerInnen der von Deutschland besetzten Länder, u.a. – endete. Dieser, durch den von Nazi-Deutschland 1939 begonnenen Weltkrieg beschleunigte Prozess wurde durch die von den bürgerlichen Eliten in Deutschland gewollte und unterstützte Machtübertragung an die NSDAP sowie durch die weitgehend kampflose Niederlage der ArbeiterInnenbewegung und der Linken in der Zeit um den 30. Januar 1933 mit möglich gemacht. Einzelne, zuweilen heroische aber isolierte Akte des Widerstand 1933 wie der Mössinger Generalstreik oder Ansätze des bewaffneten Widerstandes wie das Feuergefecht von Büchen/Remscheid zwischen Mitgliedern der LO der KPD und Nazis konnten die Stabilisierung des Regimes weder verhindern noch erschweren; Aufrufe zu einem gemeinsamen Widerstand antifaschistischer Kräfte (wie beispielsweise von der KJVD-Opposition oder vom ISK) wurden von den Bürokratien und dem Gros der AktivistInnen von SPD, KPD und Gewerkschaften aus sektiererischer Organisationsborniertheit und in totaler Unterschätzung der destruktiven Potentiale des Nationalsozialismus ignoriert.

Die Konsequenzen für die heutige antifaschistische Linke aus den Ereignissen um den 30. Januar 1933 muss darin bestehen, den Nationalsozialismus/Faschismus, seine zerstörerischen Potentiale und den Vernichtungswillen seiner – antisemitischen und rassistischen – Ideologie nie zu unterschätzen und ihm daher in allen seinen Formen – ohne sich dabei auf den bürgerlichen Staat und die bürgerlichen Eliten zu verlassen – mit allen nötigen Mitteln und einig zu bekämpfen.

Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Kein Vergeben, kein Vergessen!

gegen_nazis

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Communicating Labour Rights

Posted by entdinglichung - 30. Januar 2008

Communicating Labour Rights ist der Name eines informativen Blogs, welcher mit einem Trainingsprogramm der ILO für JournalistInnen zum Thema Arbeits- und ArbeiterInnenrechte verbunden ist. Derzeit findet mensch dort u.a. aktuelle Beiträge von Indra Gurung zur Lage nepalesischer MigrantInnen im Nahen Osten und Malaysia, welche häufig weitestgehend rechtlos und ohne Unterstüzung durch die nepalesische Regierung miserablen Arbeits und Lebensbedingungen ausgesetzt sind sowie von John Vandaele zum Dialog ITUC-ACFTU und zu tödlichen Arbeitsunfällen auf Baustellen für die Olympischen Spiele 2008 in Beijing.

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Ein Interview mit Grace Lee Boggs

Posted by entdinglichung - 30. Januar 2008

Ein Interview vom 22. Januar mit der 92jährigen US-amerikanischen Aktivistin Grace Lee Boggs (die in den 1940er und frühen 1950er Jahren zusammen mit C.L.R. James, Raya Dunayevskaya und Martin Glabermann zu den führenden Köpfen der Johnson-Forest Tendency und danach des Correspondence Publishing Committee gehörte) über den Charakter der derzeitigen Epoche, die Notwendigkeit der Basisarbeit, Barack Obama und Hillary Clinton, die Bürgerrechtsbewegung und geschichtliche Wendepunkte. Eine Mitschrift von Teilen des Interviews gibt es hier.

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Passend dazu ein aktueller Text der Freedom Socialist Party zu den US-Wahlen: 12 Gründe sozialistisch zu wählen.

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Daniel Bensaïd zur Geschichte der LCR

Posted by entdinglichung - 29. Januar 2008

Ein Kurzvortrag am Rande des LCR-Kongresses von Daniel Bensaïd zur Geschichte der Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR) vom Mai 1968 bis heute.

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Courage (1976-1984)

Posted by entdinglichung - 29. Januar 2008

Auch die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) bringt speziell in ihrer Forschungs- und Digitalisierungspraxis häufiger Materialien und Quellen heraus, welche inaltlich-programmatisch weit über das hinausgehen, wofür jedenfalls die heutige Sozialdemokratie steht und emanzipatorischen Bestrebungen Inspiration geben können. Ein gutes Beispiel dafür ist die dankenswerterweise kürzlich vollständig ins Internet gestellte feministische Zeitschrift Courage, welche von 1976 bis 1984 in Berlin erschien und ein wichtiges Sprachrohr der autonomen Frauenbewegung in der BRD darstellte. Die einzelnen Ausgaben der Courage liegen nun (noch mit Ausnahme des Jahrgangs 1976) als pdf-Dateien vor, die einzelnen Artikel können per Volltextsuche gefunden werden und sind auch als jpg-Dateien erhältlich. Eingeleitet und kontextualisiert wird das Ganze durch einen Artikel von Gisela Notz, daneben wurde von der FES auch ein Sammelband mit Beiträgen einer Tagung zum Thema publiziert.

Faust

Ebenfalls online gestellt hat die FES die zwischen 1908 und 1915 in der „Kleinen Bibliothek“ des Verlages J.H.W. Dietz Nachf. publizierten Werke, worunter sich u.a. Die Technik in der Urzeit und auf primitiven Kulturstufen von Hannah Lewin-Dorsch, Michael Bakunin: ein Lebensbild von Georg Steklow sowie Der historische Materialismus: für Arbeiter erklärt von Hermann Gorter befinden.

roterstern

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Guatemala: Rosalio René González Villatoro ermordet

Posted by entdinglichung - 29. Januar 2008

Rosalio René González Villatoro, Generalsekretär der unabhängigen BäuerInnen- und LandarbeiterInnengewerkschaft Asociación Campesina San Benito (ACSB) wurde am 21. Januar in Coatepeque, Provinz Quetzaltenango von Unbekannten ermordet. Dieser Mord reiht sich in eine Serie antigewerkschaftlicher Angriffe (siehe auch hier) ein, der im vergangegen Jahr Marco Tulio Ramirez Portela (SITRABI), Pedro Zamora (STEPQ), Walter Aníbal Ixcaquic Mendoza und Norma Sente de Ixcaquic (beide FNV) zum Opfer fielen, am 1. Januar 2008 kam es darüber hinaus zu einem Angriff auf das Haus des CUSG-Generalsekretärs Carlos Enrique Mancilla Garcia. Auch aus diesem Grund findet derzeit in der guatemaltekischen Hauptstadt Ciudad de Guatemala eine von zwei der dortigen Gewerkschaftsdachverbänden (CGTG und CUSG) organisierte Konferenz statt, welche sich mit dem der antigewerkschaftlichen Repression und der Straflosigkeit der häufig von staatlichen Stellen gedeckten Täter auseinandersetzt.

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Mansour Osanloo erneut am Auge operiert

Posted by entdinglichung - 29. Januar 2008

Der zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilte und im Evin-Knast Tehran inhaftierte Vorsitzende der Gewerkschaft der ArbeiterInnen der Vahed-Busgesellschaft, Mansour Osanloo ist erneut an einem bei seiner Inhaftierung verletzten Augen (das andere ist zwischenzeitlich erblindet) offenbar mit gewissem Erfolg operiert wurden; obwohl sowohl die behandelnden MedizinerInnen wie auch die Knastverwaltung laut einer Meldung des ILRW einem Hafturlaub von anderthalb Monaten aus gesundheitlichen Gründen zugestimmt haben, scheint die iranische Justiz diese medizinisch notwendige Massnahme derzeit blockieren zu wollen.

freeosanloo

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جورج حبش – George Habash (1926-2008)

Posted by entdinglichung - 28. Januar 2008

Mit George Habash – dem langjährigen Vorsitzenden der Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP) – starb vorgestern eine Person, welche wie fast niemand sonst die Probleme und Schwächen der palästinensischen Linken wie auch der Linken im gesamten Nahen Osten insgesamt verkörperte. Trotz der Hinwendung vom arabischen Nationalismus der Bewegung arabischer Nationalisten vor 1967 zu einer zumindest verbal marxistisch-leninistischen („guevaristischen“) Linie und damit verbunden der Forderung nach dem Sturz der reaktionären Regime in den arabischsprachigen Staaten, gelang es Habash und der PFLP nie, vollständig mit der Ideologie des Panarabismus zu brechen, welcher speziell nach 1989/91 auch wieder in seiner Organisation an Boden gewann. Auch liessen sich Habash und die PFLP desöfteren vor den Karren wechselnder, zuweilen als „progressiv“ bezeichneter arabischer bürgerlicher Staaten wie Syrien oder dem Irak spannen, ordneten die Klasseninteressen von ArbeiterInnen, Frauen, Flüchtlingen und armen BäuerInnen der „nationalen Sache“ und somit den arabischen Bourgeoisien unter und gingen trotz des verbal säkularistischen Anspruches vor allem nach 1993 Bündnisse mit reaktionären islamistischen Gruppierungen wie der Hamas und dem Jihad Islami ein. Auch die von der PFLP speziell in den späten 1960ern und den 1970ern angewandten Kampfmethoden – individueller Terror bis hin zu Selbstmordanschlägen, Flugzeugentführungen, etc. – sowie der zuweilen unter einer Schicht internationalistischer Parolen hervortretene Antisemitismus (wie im Zusammenhang mit der Flugzeugentführung 1976 nach Entebbe) liessen den Anspruch der PFLP, für einem demokratischen, säkulären (und zuweilen sozialistischen) Staat für Alle in Palästina zu kämpfen, wenig glaubhaft erscheinen und waren nicht geeignet, wie zuweilen beabsichtigt im israelischen Proletariat Anhang zu gewinnen. Bleibt anzumerken, dass in den 1970er Jahren die PFLP trotz jener schon damals sichtbaren und beispielsweise in Publikationen der GIM und der Proletarischen Front auch benannten Probleme, die palästinensische Lieblingsorganisation so mancher deutschen K-Gruppe (zum Verhältniss Kommunistischer Bund-PFLP, siehe beispielsweise in der Studie von Michael Steffen zur Geschichte KB (pdf-Datei) die Seiten 110-111) war. Und die Misere der Linken im Nahen Osten wird nur im Bruch mit panarabischem Nationalismus, Islamismus und Antisemitismus, mit einer intransigenten Haltung gegenüber den bürgerlichen Staaten und bürgerlichen politischen Strömungen der Region und einer jegliche Klassenkollaboration ablehnenden, internationalistischen und revolutionären Vorgehensweise zu überwinden sein.

Rote Fahne

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Ghana: Die Schattenseite des Wirtschaftswunders

Posted by entdinglichung - 28. Januar 2008

Ghana wird zuweilen in den bürgerlichen Medien als ein Land in Afrika angeführt, welches ökonomisch, sozial wie auch politisch stabil sei und welches eine sinnvolle, allen zu Gute kommende Wirtschaftspolitik auf den Weg gebaracht habe. Sicherlich sind die reinen Zahlen (Wirtschaftswachstum u.ä.) zuweilen beeindruckend, hinter dem Kakao- und Rohstoffboom (AngloGold Ashanti Corp. der weltweit zweitgrößter Goldbergbaukonzern ist beispielsweise ein ghanaisch-südafrikanisches Jount Venture) verbirgt sich aber auch eine unschöne Seite, auf welche ein Bericht (pdf-Datei, 10 Seiten) des Internationalen Gewerkschaftsbundes. (IGB) hinweist: So haben ArbeiterInnen in bestimmten, von der Regierung als wichtig eingestuften Bereichen des öffentlichen Dienstes nur bedingte legale Möglichkeiten sich zu organisieren und ihre Interessen durchzusetzen. Schwerer wiegt jedoch, dass es momentan nach einer Studie der ILO 1,23 Millionen Kinder gibt, welche – häufig für Hungerlöhne – arbeiten müssen und beispielsweise eine zentrale Rolle in Devisen erwirtschaftenden Bereichen wie dem Kakaoanbau (Ghana produziert 20% der Welternte und ist nach der benachbarten Elfenbeinküste, wo ähnliche Zustände herrschen, der weltweit zweitgrößte Kakaoproduzent, mehr zu Kinderarbeit im Kakaoanbau hier) spielen und die niedrigen Schokoladenpreise in den imperialistischen Ländern erst möglich machen.

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90 Jahre Rote Armee

Posted by entdinglichung - 28. Januar 2008

Heute vor 90 Jahren wurde die Rote Arbeiter- und Bauernarmee (Рабоче-Крестьянская Красная Армия) aus den Roten Garden gebildet. Happy Birthday!

Leo Trotzki spricht zu Soldaten der Rote Arbeiter- und Bauernarmee

Im folgenden ein Interview mit Leo Trotzki zur Entstehung der Roten Armee von 1921 aus der Humanité (in französischer Sprache, gefunden im Marxists Internet Archive)

Léon Trotsky
entretien avec André Morizet
De zéro à cinq millions d’hommes
Le roman héroïque de l’Armée Rouge raconté par son créateur : Trotzky

24 août 1921

Texte publié dans l’Humanité le 24 août 1921, inclus dans une série d’articles intitulée «Notre enquête au pays des Soviets» comprenant notemment des contributions d’André Morizet (republiées ensuite dans l’ouvrage «Chez Lénine et Trotsky»), André Julien, Paul Vaillant-Couturier et Lucie Leicague.

J’ai pour Trotzky — autant le dire avant qu’on ne s’en aperçoive — une vive admiration.

Trotzky n’a rien du doctrinaire, mais tout de l’homme d’action et d’organisation. En un pays où l’énormité des distances et la lenteur des communications suppriment chez tous — chez presque tous — la notion du temps, où les méthodes de précision et d’exactitude sans lesquelles nous ne concevons pas de travail pratique sont en général inconnues, il règle, lui, ses occupations, sur une observation scrupuleuse de l’heure. Il besogne à la façon d’un occidental, en «homme d’affaires». Sans doute parce qu’il est juif. Cela n’importe point.
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Zum 63. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee

Posted by entdinglichung - 27. Januar 2008

Wer von uns darf trösten?

In der Tiefe des Hohlwegs
Zwischen Gestern und Morgen
Steht der Cherub
Mahlt mit seinen Flügeln die Blitze der Trauer
Seine Hände aber halten die Felsen auseinander

Von Gestern und Morgen
Wie die Ränder einer Wunde
Die offenbleiben soll
Die noch nicht heilen darf
Nicht einschlafen lassen die Blitze der Trauer
Das Feld des Vergessens
Wer von uns darf trösten?

Nelly Sachs (1891-1970)



Chymisch

Schweigen, wie Gold gekocht, in
verkohlten
Händen.

Große, graue,
wie alles Verlorene nahe
Schwestergestalt:

Alle die Namen, alle die mit-
verbrannten
Namen. Soviel
zu segnende Asche. Soviel
gewonnenes Land
über
den leichten, so leichten
Seelen-
ringen.

Große, Graue. Schlacken-
lose

Du, damals.
Du mit der fahlen,
aufgebissenen Knospe.
du in der Weinflut

(Nicht wahr, auch uns
entließ diese Uhr?
Gut,
gut, wie dein Wort hier vorbeistarb.)

Schweigen, wie Gold gekocht, in
verkohlten, verkohlten
Händen.
Finger, rauchdünn. Wie Kronen, Luftkronen
um–

Große, Graue. Fährte-
lose.
König-
liche.

Paul Celan (1920-1070)

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Informationen zum LCR-Kongress

Posted by entdinglichung - 26. Januar 2008

Die Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR) hält derzeit vom 24. bis 27. Januar ihren Kongress ab, auf welchem die Frage der Gründung einer neuen und breiteren antikapitalistisch-revolutionären Partei diskutiert werden soll. Materialien der drei Tendenzen innerhalb der LCR können auf einer Kongress-Sonderseite gefunden werden, weitere Infos gibt es u.a. auf der Homepage der LCR-internen Strömung Démocratie révolutionnaire, interessant ist in diesem Zusammenhang auch dieser Bericht vom November 2007 aus Mulhouse.

Filmbericht, in welchem VertreterInnen der drei LCR-Tendenzen ihre Positionen vorstellen

hammersichel

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Streiflichter aus Britannien

Posted by entdinglichung - 25. Januar 2008

Nicht nur Roland Koch und Konsorten nebst ihren Lohnschreiberlingen in der bürgerlichen Presse in der BRD versuchen derzeit mit rassistischer Propaganda die verschreckte Spiesserseele zu mobilisieren, wenn es gerade keine Neuigkeiten (Verschwörungstheorien) zum Unfalltod von Lady Di & Co. oder andere Rührstories gibt, stossen der Daily Express, wie die Daily Mail, die Zentralorgane von Middle England gerne ins selbe Horn:

dailymail_racismdailyexpress_racism

Wen wunderts es dann da noch gross, dass mit Richard Barnbrook (siehe Bild), der örtliche Häuptling der faschistischen British National Party (BNP) in London auf einer landesweiten PolizistInnen-Demo mit mehr als 20.000 TeilnehmerInnen für höhere Gehälter an der Demospitze mitmarschieren durfte?

bnp_police

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