Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 25. Februar 2008

Demonstrationsaufruf für den 8. März 2008

Posted by entdinglichung - 25. Februar 2008

Der folgende Aufruf stammt von dem lesenswerten Blog Cosmoproletarian Solidarity, als pdf-Datei kann das Flugblatt hier heruntergeladen werden:

Demonstrationsaufruf für den 8. März 2008

Hoch lebe der 8. März
der Internationale Frauentag!
Solidarität mit den ungehorsamen Frauen
im Iran, in Afghanistan und weltweit! Demonstration am Samstag, den 8. März 2008 in Berlin,
Treffpunkt um 13 Uhr Frankfurter Tor (U-Bahn), Abschlusskundgebung bei der Gedenkstätte für Rosa Luxemburg in Friedrichsfelde

Vor 100 Jahren am 8. März 1908 demonstrierte in New York die „Social Democratic Women’s Society“ für das Frauenwahlrecht. Bei der „Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen“ 1921 wurde schließlich der 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärt, um die Bedeutung der Frauen für die Revolution hervorzuheben. Die Rebellion der St. Petersburger Arbeiterinnen und Kriegswitwen am 8. März 1917 war der Startschuss für den Sturz der zaristischen Tyrannei. Heute ist die Frauenrechtsbewegung im Iran wieder die Vorhut einer revolutionären Bewegung der Freiheit und Gleichheit. Während bedauerlicherweise weite Teile der hiesigen Linken sich in ihren ideologischen Schützengräben eingraben und Emanzipationspotenzial entweder in US-amerikanische F16-Bomber oder in eine Querfront mit den religiösen Faschisten des Politischen Islam hineinfabulieren, zeigt sich für jeden und jede, der und die projektionsfrei auf den Iran blicken, unzweifelhaft wer das Subjekt für eine fortschrittliche Perspektive ist. Die freiheitsliebende Bevölkerung des Irans bringt ihren Protest gegen das menschenverachtende Mullah-Regime Tag für Tag zum Ausdruck – auf der Straße, in den Universitäten, in den Fabriken, in Kurdistan. Trotz der Repressionen des islamistischen Regimes und ihrer Hizbollah-Bluthunde, die jede emanzipatorische Regung im Keim zu ersticken versuchen. Selbst das „harmlose“ Sammeln von Unterschriften für die gesetzliche Gleichstellung der Geschlechter wird mit Gefängnis und Folter vergolten wie zuletzt bei den Initiatorinnen der Kampagne „Eine Millionen Signaturen verlangen dass die diskriminierenden Gesetze geändert werden“.

Wir wollen am 8. März, dem Kampftag für alle unbeugsamen und freiheitsliebenden Frauen, zeigen, dass wir uns mit den ungehorsamen Frauen im Iran, in Afghanistan und weltweit zutiefst verbunden fühlen und wir uns nicht zwischen den imperialen Ordnungskriegern und den islamistischen Kulturkriegern zerreiben lassen. Am 8. März erheben wir unsere Stimme für die beiden Schwestern Zohreh und Azar, die kürzlich aufgrund von vermeintlichem „Ehebruch als verheiratete Frauen“ zum Tode per Steinigung verurteilt worden. Wir erheben unsere Stimme für die 15 Schulmädchen, die am 11. März 2002 in Mekka, Saudi-Arabien, in den Flammen den Tod fanden, weil Religionspolizisten die Mädchen, die in Panik vergaßen sich zu verschleiern, in die brennende Schule zurückprügelten und Rettungskräfte am Betreten des Gebäudes hinderten. Und wir erheben unsere Stimme für alle anderen Frauen, die im Namen der Religion erniedrigt, gedemütigt und versklavt werden.

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Neues von der Sektenfront

Posted by entdinglichung - 25. Februar 2008

Nachdem Zeugen Robertsons alias Internationale Kommunistische Liga (Vierte Internationalisten) ihre ehemaligen Kegelbrüder und -schwestern von der International Bolshevik Tendency wieder einmal heftigst angepisst hatten, nahmen letztere das zum Anstoss, eine mit On the Logan Show Trial betitelte Entgegnung zu schreiben. Vielleicht sollte mensch den GenossInnen der Gruppe Spartakus/International Bolshevik Tendency (GS/IBT) einmal anraten, auf derartige Verleumdungen (welche, allerhöchstens satirischen Wert haben und zuweilen nur noch von einzelnen Bahamas– oder Bruchlinien-Artikeln getoppt werden) seitens der SpADtakistInnen überhaupt nicht mehr einzugehen und sich stattdessen dem wirklichen Klassenkampf zu widmen, beispielsweise der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, wo die GS/IBT durchaus zuweilen kompetent und vernünftig agieren kann, anstatt sich fruchtlosen Auseinandersetzungen mit einer irrelevanten Psychosekte, welche den Kontakt mit der Realität gänzlich verloren hat, zu widmen. Den ausser einigen SektologInnen und BerufszynikerInnen interessiert die ganze „Logan-Sache“ nun wirklich niemanden – schon gar nicht Menschen, welche sich in realen Kämpfen befinden.

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Bilder

Posted by entdinglichung - 25. Februar 2008

oa-wahlplakat

Ein innovativer Eingriff in den aktuellen Kommunalwahlkampf durch die GenossInnen der organisierten autonomie aus Nürnberg

leninlesen

Uni-Campus-Hamburg, Sommer 2002 … und weil gestern „Linke“ in jener Stadt ins Parlament eingezogen sind: Lebt und lest Lenin!

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