Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 22. Juli 2008

Zitat des Tages

Posted by entdinglichung - 22. Juli 2008

Aus einer Pressemeldung der Bundespolizeidirektion Berlin, welche den Rassismus und die Menschenverachtung deutscher staatlicher Institutionen dokumentiert und die autoritären Charakterzüge und geheimen sadistischen Wunschvorstellungen der deutschen Kleinbürger- und Beamtenseele erahnen lässt:

Unerlaubter Moldawier festgenommen

Nach Beanzeigung des Mannes wegen Leistungserschleichung und unerlaubtem Aufenthalt wurde er der Landespolizei zur weiteren Bearbeitung übergeben.

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LZ: Der Marsch ins Getto. Thesen zur DKP und zur Linkssektiererei in der BRD (1971)

Posted by entdinglichung - 22. Juli 2008

Der Marsch ins Getto. Thesen zur DKP und zur Linkssektiererei in der BRD (pdf-Datei, 1,89 mb), ein Text der undogmatisch-linkssozialistischen LZ – Zeitung für Lehrlinge und Jungarbeiter Hamburg (wie der Titel sagt handelt es sich offenbar um keine Zeitung aus der Lehrlingsbewegung sondern um ein Blatt für die Lehrlingsbewegung) von 1971, bemerkenswert die für heutige – nicht aber unbedingt für damalige – Verhältnisse hohe Auflage:

Hieraus folgt, dass die wirkliche sozialistische Bewegung der BRD sich in den verschiedenen lokalen Basisorganisationen an Universitäten, Schulen und in und neben den Gewerkschaften abspielt. Das bedeutet, dass die verschiedenen „Parteiansätze“, die wie weiland die utopischen Sozialisten mit „ihrer richtigen Linie“ den Sozialismus in der BRD nach ihren „Privatvorstellungen“ durchsetzen wollen, die reale Bewegung hemmen und desorganisieren, statt ihr eine gesamtgesellschaftliche und internationalistische sozialistische Perspektive zu vermitteln.
Keine der „Sekten“ erfüllt zur Zeit in der Praxis die Aufgabe einer leninistischen Kaderpartei. Deshalb kann auch keine Sekte „Gehorsam“ verlangen: Ihre Mitglieder müssen es sich gefallen lassen, dass sie ihre Politik in ihrer Perspektive und mit allen Konsequenzen darlegen und man sie danach beurteilt, was sie tun, anstatt danach, was sie reden. Im Spätkapitalismus legitimieren sich Sozialisten dadurch, dass sie in Basisorganisationen den Betroffenen praktisch helfen, ihre unmittelbaren Forderungen gegenüber dem „Klassenfeind“ durchzusetzen und mit ihren Problemlösungen (Organisation der Berufsausbildung, Nahverkehr, Uni usw.) im Sinne der Lohnabhängigen oder der Studenten entwickeln und sie mit ihnen gemeinsam gegen die Problemlösungen des Kapitals versuchen durchzusetzen.
Heute kann niemand mehr „Gefolgschaft“ – gar im Namen des Sozialismus – erwarten, ohne genau anzugeben, wie sich das Leben der Lohnabhängigen und aller anderen durch diese oder jene Problemlösung konkret verändert. Nach der Erfahrung des Stalinismus ist die Kontrolle der „Avantgarde“ durch die Massen (nicht über die Massen) bereits im Klassenkampf im Kapitalismus eine absolute Notwendigkeit.
(S. 12)

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Vertreibung von Q’eqchi‘-Community für Biosprit-Plantage in Guatemala

Posted by entdinglichung - 22. Juli 2008

Quelle der nachfolgenden Nahricht: Climate and Capitalism, weitere Informationen zu den derzeitigen Kmpfen in guatemala findet mensch auf der Webpage des Comité de Unidad Campesina:

Agrofuel Company Violently Represses Indigenous Communities In Guatemala

July 16, 2008

Rights Action calls for protests against Inter-American Development Bank policies that fund agrofuel monoculture

The Inter-American Development Bank (IADB) is promoting and funding agrofuel monocultures across Latin America. This is being done under the Bank’s Sustainable Energy and Climate Change Initiative, even though agrofuel monocultures are clearly unsustainable and make climate change considerably worse. $3 billion of loans are under preparation. In January this year, the IADB announced a $400,000 grant to the government of Guatemala “to develop a technical and regulatory framework to spur investment in domestic ethanol and biodiesel production.”

Agrofuel expansion in Guatemala is linked to human rights abuses, to indigenous peoples’ loss of their land and rights and to serious environmental destruction.

One of the sugar ethanol companies in Guatemala is the agribusiness firm Ingenio Guadelupe. For the past three years, they have been deforesting and planting large areas of land for sugar cane ethanol in an area known as Finca Los Recuerdos. Indigenous farmers are strongly opposed to the invasion of their territory and the environmental destruction caused by Ingenio Guadelupe.

On 30th June this year, sixty Keqchi families tried to recover some of the land and re-plant it. They were attacked by paramilitary security forces associated with the company. They were shot at from a helicopter and a 35 year old father of three children was hospitalised as a result.

The following day, the families and representatives of the farmers’ organization CUC held a peaceful protest which was again attacked by paramilitaries, joined by two managers of Ingenio Guadelupe. Shots were fired, death threats issued, and two women were unlawfully arrested.

Elsewhere in the country, in Coatepeque, oil palm expansion for biodiesel is causing pollution and desertification. There have been attacks against the sons of a CUC National Committee member in this region and one CUC member has been assassinated in a public mini bus.

According to CUC and to the international NGO Rights Action, those events are emblematic of what is happening across Guatemala, where the government acts in complicity with large landholders and agribusiness to illegally obtain land belonging to indigenous communities, and where violence, committed by paramilitaries or even by State security forces is used to evict communities.

Rights Action is calling for the IADB to immediately suspend all support and funding for agrofuels in Guatemala. It has appealed for activists and concerned people to sign a letter of protest to the IADB. To add your signature, go to http://www.regenwald.org/international/englisch/protestaktion.php?id=282

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