Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 15. September 2009

Thomas Sankara: Der Che Schwarzafrikas (2006)

Posted by entdinglichung - 15. September 2009

Ein interessanter und nicht unkritischer Dokumentarfilm von 2006 von Robin Shuffield (Sankara – The upright man/L’homme intègre) über Thomas Sankara, der von 1983 bis 1987 Präsident von Burkina Faso war und autoritäre, stalinoide Elemente eines „nichtkapitalistischen Entwicklungsweges“ mittels einer „progressiven Militärregierung“ [sic!] mit basisdemokratischen Elementen, Umweltschutz und dem Kampf für die Verbesserung der Situation der Frauen und der armen BäuerInnen (welche das Gros der burkinabischen Bevölkerung stellen) verband. Sankara wurde 1987 von seiner eigenen „Nr.2“ Blaise Compaoré (der auch nach 22 Jahren noch die dortige Regierung anführt) mit Unterstützung der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gestürzt, die letztendlich autoritäre Staatsstruktur verhinderte die Entstehung einer zum eigenständigen Handeln befähigten breiten revolutionären Bewegung, welche befähigt gewesen wäre, einen revolutionären Prozess voranzutreiben. … einen herzlichen Dank an pjotrpjotro für das Hochladen:

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Gaganpreet Singh K. in und durch Abschiebehaft getötet

Posted by entdinglichung - 15. September 2009

Quelle: no.racism.net

Schubhaft ist Mord

Am Montag dem 14. Sep 2009 ist Gaganpreet Singh K. nach einem Monat Hungerstreik in Schubhaft gestorben. Trotz 38 Tagen Hungerstreik hatte der Amtsarzt noch einen Tag vor seinem Tod Haftfähigkeit attestiert.

Als der Aufsichtsbeamte am Montag um 6.15 Uhr den Schubhäftling weckte, fiel ihm nichts Besonderes auf. Gegen 7.15 Uhr brach Ganganpreet Singh K. laut Aussagen von Mithäftlingen in der Zelle zusammen. Reanimationsversuche durch den Amtsarzt und den herbeigerufenen Notarzt verliefen erfolglos.

Nach derzeitigen ärztlichen Erkenntnissen könne kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen Hungerstreik und Todesursache gefunden werden, teilte die Polizei in einer Aussendung mit.

Wir haben genug von diesem Zynismus. Schubhaft und Abschiebungen sind Teil eines rassistischen Systems. Dazu gehören unter anderem Kontrollen in der U-Bahn, rassistische Arbeitsmarktpolitik, Illegalisierung, Ausbeutung und weiß dominierte Uni-Räume – wie auch meterhohe Zäune an den Grenzen. Rassismus strukturiert die Gesellschaft und muss auf allen Ebenen bekämpft werden.

Der Widerstand in den Schubhäfn braucht unsere Solidarität!

Laut Innenministerin Fekter befinden sich derzeit etwa ein Drittel der Schubhäftlinge in Hungerstreik. Jedoch ignoriert das Innenministerium und die ÖVP/SPÖ-Koalition seit Jahren die Kritik an dieser rassistischen Praxis und ihrer tödlichen Konsequenzen. Stattdessen wird halbjährlich das Fremdenrecht noch weiter verschärft.

Uns ist es wichtig Abschiebungen nicht getrennt zu sehen vom Denken in Nationen, sexistischen Geschlechtersystemen, kapitalistischer Ver-wertungslogik, Rassismen und anderen Unterdrückungsverhältnissen.

Bewegungsfreiheit für Alle – Überall!
Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord!
Migration braucht keine Rechtfertigung!
No Border, No Nation!

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