Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 3. November 2009

Vermischtes

Posted by entdinglichung - 3. November 2009

1.) Ein Mitschnitt eines Vortrages mit Karl Heinz Roth zur Krise zur Krise des Kapitalismus und zu den sich daraus ergebenden Perspektiven findet mensch auf Kommunal

2.) Die Migrants‘ Trade Union zur Repression gegen MigrantInnen in der Republik Korea:

„The South Korean government has declared a concentrated crackdown on undocumented migrant workers to do from, October to December 2009. During this time, the government will raid throughout the country, arresting and deport as many undocumented migrants as possible, using every sort of illegal measure imaginable and leading to countless human rights violations, injuries and deaths. We have already witnessed the terrible results of the crackdown many times in the past. The worse case was a deadly fire that broke out at the Yeosu Foreigners Detention Center in 2007. The guards refused to open cell doors resulting in the deaths of 10 people. Since the government began its massive crackdown on undocumented migrants in November 2003, a total of 27 people have died result of these immigration procedures.
Despite heavy criticism of the crackdown, the current President, Lee Myeong-bak, who came to power in the beginning of 2008, has only strengthened the drive towards detention and deportation. In 2008 alone 30,576 people were deported—65% more than in 2007. In 2009 it appears the figure will be even higher. Immigration officers make surprise raids on factories, dormitories and houses without warrants; the stop people on the street, at bus stops and in marketplaces and arrest those who cannot produce documents. Even documented migrants who have not brought their identification cards are arrested. Due to this crackdown, the roughly 20,000 undocumented migrants now in South Korea live in a constant state of terrible fear.“

3.) Ein wenig Mengenlehre bei gigi’s

4.) Neu auf Talk to Action zum Antisemitismus der Religious Right: Resource Page on John Hagee and Christian Zionism und Transcript: Billy Graham and Richard Nixon, February 21, 1973, hieraus ein Auszug:

„Graham: Well, you know, I told you one time that the Bible talks about two kinds of Jews. One is called `the synagogue of Satan.‘ They’re the ones putting out the pornographic literature, they’re the ones putting out these obscene films.

Nixon: Like the thing in Time Magazine. I…

Graham: It’s terrible…

Nixon: …and then Newsweek…

Graham: Ruth canceled both of them.

Nixon: Good for her.

Graham: We won’t take Time or Newsweek…

Nixon: I’ll tell you, it’s a disgraceful thing, and I think, I think really they don’t deserve to live.“

5.) Robert von Seeve auf dem NPD-Blog zu den Nöten der Jungen Freiheit

„Die JF präsentiert sich indes fast monothematisch, erinnert in der Themenbegrenzung an subkulturelle Fanzines, welche allerdings nicht den Anspruch vor sich hertragen, eine ernstzunehmende Wochenzeitung zu sein. Fast alle JF-Artikel drehen sich darum, dass das europäische Abendland zunehmend vor die Hunde gehe – wegen der „Lebenslüge“ der Gutmenschen, die Masseneinwanderung und Werteverfall verursacht. Die Überlegenheit der konservativen Ideen wird indes vom Pöbel nicht verstanden und von „den Linken“ mit unlauteren Mitteln bekämpft. Gleichzeitig schießt man selbst immer wieder gegen einzelne Personen, wie beispielsweise Juso-Chefin Drohse, die sich erdreistet hatte, auf die strukturellen Unterschiede zwischen linksextremer und rechtsextremer Gewalt hinzuweisen; oder eine Lokaljournalistin, die es gewagt hatte, das Interview der Waiblinger CDU-Stadträtin und Vorsitzende des Stadtverbands, Susanne Gruber, mit der Jungen Freiheit und der rassistischen Internet-Plattform „PI“ zu thematisieren.

Solche Artikel in Regionalblättern reichen der JF und ihren Lesern dann als Beweis für den vermeintlichen linken Meinungsterror und „Kampagnen“, unter denen sie in Deutschland zu leiden haben. Während einige der mutigen JF-Helden sich in namhaften Medien äußern, wird solche Kritik an rechten Positionen zum Zensurversuch deklariert, eigene Kampagnen verkauft man als mutigen Akt der Selbstverteidigung. Anstrengend.“

6.) Max Brym auf Trend zum „schönen Jürgen“:

„Die rechtskonservative Presse feiert ihren „ Jürgen“ so geschehen in der Jungen Freiheit“ aber auch in dem NPD Blatt „ Deutsche Stimme“ . Auf der Homepage von Jürgen Elsässer tummeln sich die absurdesten Antisemiten, Wunderheiler und Kaffeesatzleser in einer bunten Mischung. Mit all diesen Kräften will Elsässer seine Querfront „von Lafontaine bis Gauweiler“ bewerkstelligen. Für ihn ist nicht der deutsche Imperialismus der Gegner, sondern das US Empire. Natürlich ist die USA imperialistisch und reaktionär. Dies darf allerdings niemand, in die Argumentationsmuster der deutschen Sozialdemokratie im Jahr 1914 zurück katapultieren. Damals rechtfertigte die SPD ihre Kriegsunterstützung und den Burgfrieden mit dem Kaiser damit, dass es „gegen den barbarischen russischen Zarismus ginge“. Allerdings hatte damals die SPD noch einige handfeste Argumente gegen die „zaristische Barbarei.“ Niemand fiel es ein nach geheimen Zirkeln und Logen im zaristischen System zu suchen. Kein rechter SPD Politiker ließ Wunderkerzen und Pendel kreisen. Nein die Normalität der zaristischen Zustände genügte für ihre Propaganda.

Herr Elsässer hingegen will nicht nur den Burgfrieden mit dem deutschen Kapital, sondern er will latente und offene Antisemiten einladen mit ihm und seiner „ Volksfront gegen das Finanzkapital“ gemeinsam, das angebliche Empire zu bekämpfen. Dabei hat Elsässer die Theorie vom schaffenden und raffenden Kapital übernommen. In der Diktion Elsässers gibt es „national verantwortliche Unternehmen“ diese sind gut und national, dann gibt es nach Elsässer „verantwortungslose Finanzspekulanten“, letztere sind schlecht. Hinter dieser Parabel lauert der offene Antisemitismus. Elsässer nimmt nicht mehr den Kapitalismus als solchen wahr, sondern nur noch gerissene Spekulanten in Washington und London. Man darf gespannt sein wieweit der Milosevic und Ahmeninedschad-Fan Elsässer noch gehen wird.“

7.) Musik zur Jahreszeit:

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Greensboro/North Carolina, 3. November 1979

Posted by entdinglichung - 3. November 2009

Heute vor 30 Jahren wurden bei einem Angriff von Nazis und Ku Klux Klan auf eine antifaschistische Demonstration in Greensboro/North Carolina Sandi Smith, James Waller, Bill Sampson, Cesar Cauce und Michael Nathan, Mitglieder der Communist Workers Party (CWP) erschossen, zehn weitere TeilnehmerInnen der Demo wurden verwundet. Die Polizei griff während des faschistischen Angriffs nicht ein, obwohl sie durch ein als Polizeiinformant arbeitendes KKK-Mitglied im Vorfeld von den Mordabsichten wusste, von den 40 beteiligten Faschisten wurden 1984 nur sechs vor Gericht gestellt und dort von einer all-white jury freigesprochen, 1985 wurde die Stadt Greensboro (bzw. ihre Polizei), die American Nazi Party und der KKK in einem zivilgerichtlichem Verfahren dazu verurteilt, den Hinterbliebenen und Verletzten 350,000 Dollar „Schadensersatz“ zu zahlen. Die Aufbauarbeit der maoistischen CWP und ihre Erfolge in der antirassistischen Gewerkschafts- und Communityarbeit ins Greensboro, welche nicht nur dem KKK und den Nazis ein Dorn im Auge waren, wurden durch das Greensboro Massacre weitestgehend zerstört.

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