Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Linke Presseschau

Posted by entdinglichung - 28. November 2009

1.) Ich sauge, also bin ich, eine Auseinandersetzung von Elisabeth Streit mit Vampirfilmen aus feministischer Sicht in der aktuellen Ausgabe der an.schläge, in der Printausgabe weitere Artikel zum Thema

2.) Im neuen ak findet sich ein lesenswertes Interview mit Mitgliedern der linken GewerkschafterInnengruppe Gegenwehr ohne Grenzen (GoG) bei Opel-Bochum, hier ein Auszug:

„Ich denke, die Krise zwingt uns, nicht nur immer wieder unsere Kritik an den bürgerlichen Verhältnissen, sondern auch unsere eigenen Vorstellungen von einer lebenswerten Gesellschaft zu formulieren. Dazu gehört auch eine Vorstellung von den Produktionsinhalten und den Produktionsmitteln, mit denen diese Dinge geschaffen werden. In unserem Fall – Opel ist bekanntlich ein Autounternehmen – heißt das, wir müssen uns Gedanken machen um gesellschaftliche Fortbewegungsmittel. Wie wollen wir uns fortbewegen, und was ist überhaupt wünschenswert? Und wie können diese Verkehrsmittel hergestellt werden? Ich glaube zum Beispiel nicht, dass man immer weiter immer mehr Autos produzieren kann. Auch keine „grünen Autos“, von denen man inzwischen hört.

Sicher wird das Auto auch in Zukunft als Fortbewegungsmittel eine Rolle spielen, aber ich hoffe doch, eine zweitrangige. Und wenn, dann müssten die Überlegungen wohl eher in Richtung Elektroautos mit Solarantrieb gehen, jedenfalls, wenn man die ökologischen Probleme ernst nimmt. Hierfür müsste viel mehr Geld in die Entwicklung entsprechender Technologien gesteckt werden. Das ließe sich dann natürlich auch auf andere Fahrzeuge übertragen: Busse, Bahnen, landwirtschaftliche Fahrzeuge usw. Letztlich lässt sich ja in einer Autofabrik alles herstellen, was einen Antrieb, ein Chassis und eine Karosserie benötigt.

Mit den gegenwärtigen Verkehrskonzepten funktioniert das nicht. Autoproduktion ist auf Individualverkehr und Geschwindigkeit ausgerichtet. Das bedeutet auch, dass in Autos und bei ihrer Herstellung jede Menge Rohstoffe vergeudet werden. Wenn wir uns mit umweltschonenden Verkehrsmitteln und ressourcensparenden Produktionsprozessen auseinandersetzen, sind wir also schnell auch bei der Frage der Entschleunigung der Gesellschaft – und damit bei grundsätzlichen Fragen danach, wie wir leben wollen.“

3.) Die November-Ausgabe der Prensa Socialista (pdf-Datei) der Partido Socialista de las y los Trabajadores (PST) aus Costa Rica; mit Artikeln u.a. zur Studierendenbewegung im Lande, zur Lage in Honduras und zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.

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