Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

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Roter Maulwurf – Initiative zum Aufbau einer revolutionär-sozialistischen Jugendorganisation (Hamburg): Ami’s raus aus El Salvador! (1982)

Posted by entdinglichung - 7. Dezember 2009

Ein Flugblatt der GIM-nahen Jugendorganisation Roter Maulwurf – Initiative zum Aufbau einer revolutionär-sozialistischen Jugendorganisation aus Hamburg zur Lage in El Salvador aus dem Frühjahr 1982: Ami’s raus aus El Salvador! (pdf-Datei, 368 kb, damals waren derartige Parolen noch en vogue), auf der Rückseite des Flugblattes das Selbstverständnis der Organisation … die in Flugblatt befürchtete direkte US-Intervention in El Salvador fand nie statt, da die massive Aufrüstung von Armee, Todesschwadronen und Polizei seitens der USA und ihrer Verbündeter mitsamt ideologischer Flankierung (u.a. seitens der Konrad-Adenauer Stiftung und diverser evangelikaler Missionswerke) ausreichte, den Krieg gegen die damals revolutionäre FMLN nicht zu verlieren:

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RSO Wien zu faschistischen Tendenzen bei Austria-Fans

Posted by entdinglichung - 7. Dezember 2009

Quelle: Webseite der RSO:

Es reicht bei der Wiener Austria! Nazis raus aus dem Stadion!

Geschrieben von Michael Mlady und Michael Winkler, Freitag, 04 Dezember 2009

Die Wiener Austria ist ein Fußball-Club mit einer jüdischen Tradition, der in der NS-Zeit Verfolgungen ausgesetzt war. Doch in letzter Zeit wird sie immer mehr zum Sammelbecken für Nazis und FaschistInnen – jüngster Beleg: die Ereignisse rund um das Spiel gegen Athletic Bilbao…Durch die Medien geht dieser Tage vor allem der Platzsturm von Fans der Wiener Austria beim Match gegen den baskischen Club Athletic Bilbao. Doch verdeckt die Debatte darum den wahren Skandal beim Spiel gegen Athletic – nämlich die faschistischen Auswürfe von einer ganzen Reihe von Fans der Wiener Austria.

Athletic – ein Club mit Tradition

Athletic Bilbao ist ein Club mit einer langen Tradition. Diese Tradition ist baskisch und antifaschistisch und resultiert aus der spanischen Geschichte. Als die Truppen des faschistischen Diktators Franco 1939 den spanischen BürgerInnenkrieg gewannen, wurde die baskische Sprache verboten, es begann eine lange Zeit der blutigen Repression, die erst mit dem Ende der Diktatur 1975 endete.

Der Widerstand gegen diese Diktatur kam naturgemäß aus der politischen Linken, die vor allem in den Gebieten Widerhall fand, die auch national unterdrückt waren, etwa Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona und eben dem Baskenland. Der Club und die Fans von Athletic Bilbao sehen sich in dieser Tradition des Widerstands, so gibt es etwa auch Fanfreundschaften mit den linken Fans des FC St. Pauli aus Hamburg, im Stadion von Athletic sind rote Fahnen aus Deutschland mit dem Logo der „Antifaschistischen Aktion“ zu sehen.

Provokationen und Reaktionen

Bereits beim Hinspiel in Bilbao kam es zu Schwierigkeiten zwischen Fans von Bilbao und solchen der Austria. Die Austrianer provozierten mit „Eviva España“-Rufen, es waren auch spanische faschistische Fans von Real Madrid im Sektor der Austria.

Die Austria-Fans wurden scheinbar dann im Gegenzug pauschal als Nazis wahrgenommen und so mussten auch etliche unpolitische und linke Fans Würfe von Flaschen, Münzen und anderem über sich ergehen lassen – wobei dies trotz des verständlichen Ärgers der Betroffenen letztlich den mangelnden antifaschistischen Selbstreinigungsmechanismen der Austria zuzuschreiben ist.

Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung vor dem Spiel in Wien, in Austria-Foren wurde bereits offen mit Schlägereien gedroht. Vor Anpfiff des Spiels verhielten sich allerdings die Fans von Athletic vorbildlich, so klatschte der baskische Sektor geschlossen im Anschluss an die Schweigeminute für den verstorbenen Austrianer Alberto Martinez.

„Viva Franco“

Bei der Austria hingegen ging es sofort los mit dem üblichen sexistischen Elend, „Puta Bilbao“ (=Hure Bilbao) gehörte noch zum freundlichsten. Weit bedenklicher bereits zu diesem Zeitpunkt die mindestens vier spanischen Fahnen auf der Ostkurve. Gerade in Spanien ist diese Fahne sehr stark politisch besetzt, weil sie eigentlich die Fahne von Franco-Spanien ist, die nach dem Ende der Diktatur einfach weiterverwendet wurde.

Sollte dies noch als dumme Provokation durchgegangen sein, sprachen dann die Mitglieder des rechtsextremen Fanclubs „Unsterblich“ Klartext. Unmittelbar über ihrem eigenen Fetzen hing ein „Viva Franco“ Transparent (auf diesem Video zu sehen) – im spanischen Kontext bedeutet das dasselbe wie in Deutschland und Österreich „Heil Hitler“. Und als wäre das nicht übel genug, durften die Austria-Fans bei dieser Gelegenheit auch den neuen Fetzen von „Unsterblich“ betrachten – eine Reichkriegsfahne mit deutschem Adler, der in den Klauen statt dem Hakenkreuz ein Austria-Logo hält, garniert mit dem Wort „Hooligans“ mit den von Nazis verwendeten Keltenkreuzen für die beiden Buchstaben „o“. Dass dann daneben auch noch eine Fahne des bekannt rechten Vereins Lazio Rom zu sehen war (und die Austria-FaschistInnen beim Match von Salzburg gegen Lazio extra angereist im Lazio-Sektor zu finden waren), ist eigentlich nur folgerichtig (mehr zu Lazio in unserem Artikel „Klassenkampf am grünen Rasen „).

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