Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 9. März 2010

Heute Demo anläßlich des Todes von David: Abschiebung ist Mord

Posted by entdinglichung - 9. März 2010

Quelle: Webseite von Avanti – Projekt undogmatische Linke (den Aufruf als pdf-Datei hier):

Demo anläßlich des Todes von David

Abschiebung ist Mord

09.03.2010 18:00, S-Sternschanze

Der 17-jährige David starb am Sonntag im Hamburger Gefängniskrankenhaus.

Nachdem er bereits tagelang jegliche Nahrung verweigert hatte, wurde er dort „tot aufgefunden“. Er hatte sich erhängt. Der aus Georgien stammende David war ohne seine Erziehungsberechtigten eingereist und saß bereits seit Februar in Abschiebehaft, in die er als Jugendlicher eigentlich nicht gehörte.

Es gibt keinen Freitod hinter Gittern!

+ Wir fordern die sofortige Abschaffung von Abschiebehaft.
+ Wir fordern ein sicheres Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis für alle Menschen, die in Deutschland leben.
+ Wir fordern die Abschaffung aller Sondergesetze für Nichtdeutsche, vor allem die Residenzpflicht für Flüchtlinge und das Asylbewerberleistungsgesetz.
+ Gerade minderjährige unbegleitete Flüchtlinge brauchen besonderen Schutz. Der Umgang mit ihnen soll sich an Kinderrechten und dem Kindswohl orientieren und nicht an rassistischen Ausländergesetzen

Make Borders History!

Es rufen auf: Flüchtlingsrat Hamburg, Café Exil, Sportallee-Infomobil, Avanti – Projekt undogmatische Linke, GEW-Studis, Anti Atom Büro HH

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Güster Erklärung (1971)

Posted by entdinglichung - 9. März 2010

Die Güster Erklärung (pdf-Datei, 403 kb), ein Selbstverständigungs- und Diskussionsdokument vom September 1971 von vier Hamburger Gruppen – der Föderation Neue Linke (FNL), des Marxistisch-Leninistischen Zentrum (MLZ, aus diesem ging die bis Ende der 1990er erscheinende, zunächst „undogmatisch-kulturrevolutionäre“, ab 1993 ins Querfront-Milieu abdriftende Zeitschrift Der Funke hervor), der Proletarischen Front – Gruppe Hamburg sowie einiger Mitglieder des SPARTAKUS-Vertriebskollektives – welche ein gemeinsames, auf die Ausweitung sozialer Kämpfe setzendes politisches Projekt jenseits von DKP und ML-Gruppen anstrebten.

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Internationaler Frauentag 2010 im Iran

Posted by entdinglichung - 9. März 2010

* Révolution en Iran dokumentiert zwei Bilder von einer Versammlung am gestrigen Tage in Mahabad (Iranisch-Kurdistan), eine weitere Versammlung fand am Vortag in Sanandaj statt:

* Julias Blog berichtet von der Verabschiedung einer Resolution der Grünen Versammlung der Aktivistinnen der iranischen Frauenbewegung am Vortage (nachfolgend ein Auszug aus diesem Bericht), Change for Equality berichtete von Vorbereitungen zum Internationalen Frauentag in verschiedenen Städten:

Die Verfasserinnen der Resolution erklären, Frauen hätten einen gleichen Anteil an den Protesten der letzten Monate gegen das Ergebnis der umstrittenen Präsidentschaftswahl. Sie fügen hinzu: “Frauen haben
sich in gleicher Weise die Forderungen dieser Bewegung zueigen gemacht, ohne Furcht vor Schlägen, Inhaftierung, Studienverboten, Arbeitsverboten und Landesverweisen, Entzug diverser ziviler Rechte, ja sogar ohne Furcht vor Tod und Märtyrertum.”

Die Frauen hätten sich mit einem besseren Bewusstsein und größerer Entschlossenheit als in der Vergangenheit an der Grünen Bewegung beteiligt und hätten eine aktive und zentrale Rolle in dieser Bewegung gespielt, so die Frauen weiter. Am Schluss der Resolution heißt es, die Frauen gäben den Menschen innerhalb der Grünen Bewegung ihre Stimme, würden jedoch gleichzeitig weiter beharrlich für ihre unabhängigen Forderungen kämpfen.

* Währenddessen wurde Rahana zufolge die zum Tode verurteilte kurdische Aktivistin Zainab Jalalian an einen unbekannten Ort verschleppt, auf Grund der Bestätigung des Todesurteils durch ein Gericht im letzten Herbst besteht die unmittelbare Gefahr ihrer Ermordung

* Offenbar im Zusammenhang mit dem internationalen Frauntag steht auch die Inhaftierung des Filmemachers Jafar Panahi dessen preisgekrönter Film Offside von 2006 die Benachteiligung von Frauen im öffentlichen Leben thematisierte.

* Nachfolgend dokumentiert das Statement der Kommunistischen Partei Iran zum internationalen Frauentag (als pdf-Datei hier):

Statement by the Central Committee of the Communist Party of Iran on March 8, International Women’s Day (2010)

This year we celebrate March 8, International Women’s Day under circumstances where the Iranian women with their wide participations in the mass protests of the latest months showed their undeniable role in the political and social upheavals and transformations in the society more than ever.

Iranian brave women have for long known the way and means of imposing their political presence through their uncompromising fight against the whole backward Islamic regime in Iran. Today the Iranian freedom-loving women allied with the working class, allied with the fighting and equality-seeking students, along with the street protests, as the protesting mothers of the political prisoners and those who have lost their lives, in the revolutionary movement in Kurdistan and on many other fields have been fighting at the frontline and have been a symbol of bravery and revolutionary resistance in pursuing their rightful demands.

When the Islamic regime observed women’s massive and active presence in the latest mass protests, it took all kinds of inhumane and criminal actions like imprisoning, torturing and even raping a number female detainees and later publishing its news in an attempt to frighten the women, but women through their massive participations showed that the Iranian women have taken up the fight for their humane and rightful demands and the regime’s criminal acts will not shake their will and resolution.
Under the rule of the Islamic regime in Iran, the dimensions of the oppression against women and violation of their rights is so wide and daily contempt against women is so institutionalized that any social and political change in the women’s life in the society will be only possible through women’s aware, organized and mass struggle against the regime on all levels.

The current political crisis and the situation in the society leave the Iranian women movement and the society with only two different political alternatives. One is the liberal and capitalistic alternative which is pretending that people’s protests were only against the rigged elections and for reforms within the regime, with a soft and velvet revolution on the horizon, trying to reshuffle the enslaving capitalist system and thus the continuation of the people’s rights violation; and the other alternative is the worker’s revolution and a socialist system where the human emancipation from the enslaving salary work, and end to all kinds of discriminations and a society of free, equal and prosperous people is the horizon.

If the women’s movement doesn’t want its massive social force to become the reserve force in service of the Iranian liberalism for reforming the Islamic regime and wants to save its basic demands from being compromised by liberalist groups, it has no other choice but to embrace the socialist strategy and ally with the labor movement. The women’s movement by adopting the socialistic policy can set back the regime and make political openings in the society in favor of its advancement realizing its demands.

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