Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Vermischtes

Posted by entdinglichung - 25. März 2010

1.) Ofenschlot über Marko Martin, einen „antikommunistischen liberalen linken“ Schriftsteller, dessen Sicht auf die Situation in Haiti sich nicht so sonderlich von derjenigen von Pat Robertson oder Glenn Beck unterscheidet:

„Den anderen Dreck – von wegen: 90 Prozent homogene Nachfahren afrikanischer Sklaven – mag man kaum kommentieren, vielleicht trotzdem der Hinweis darauf, dass die Sklavenbevölkerung von Saint Domingue so heterogen war, dass sie ihre eigene Sprache – Creole – erfunden hat. Auch die synkretistischen Voodoo-Rituale sind vor diesem Hintergrund kaum als »authentisch« anzusehen. Und wenn wir schon von Moral reden, dann bitte so — aus dem Voodoo stammt nämlich auch folgender Satz (heute noch auf der ein oder anderen Scheißhaustür bei Ford oder Opel zu lesen): Wenn Arbeit etwas Schönes wäre, hätten die Reichen sie den Armen nicht überlassen.“

2.) Dass Professor Gunnar Heinsohn so manchen groben Unfug von sich gibt (so durch das Verfassen „chronologiekritischer“ Bücher wie Die Sumerer gab es nicht) ist nichts neues, allerdings (habe sein „Schaffen“ die letzten 12-15 Jahre nicht so verfolgt, warum auch) scheint er, der durchaus irgendwie als linker galt die Seiten gewechselt zu haben, in der FAZ versucht er sich als Menschenzüchter „Bevölkerungsökonom“, regt sich darüber auf, das „bildungsferne“ Frauen zu viele Kinder zeugen (die ihm dann das Auto zerkratzen und in den frischgefönten Vorgarten kacken) und fordert auf, Hartz IV auf fünf Jahre zu begrenzen und schlägt vor, dass Deutschland „seine Einwanderer“ aus den Eliten anderer Länder rekrutieren solle.

3.) Regentied erineert an Jupp Angerfort:

„Am 13.​03.​2010 starb Josef »Jupp« An­gen­fort, der Eh­ren­vor­sit­zen­der der VVN-​BdA NRW, im Alter von 86 Jah­ren in Düs­sel­dorf. Sein gan­zes Leben kämpf­te er für ein bes­se­re Welt, für ein Ende der Herr­schaft des Men­schen über den Men­schen. Von der ka­tho­li­schen Ju­gend führ­te ihn sein Weg zum »Na­tio­nal­ko­mi­tee Frei­es Deutsch­land«, vom Leh­rer an der »An­ti­fa­schu­le« zum FDJ‘ler, Ge­werk­schaf­ter und Kom­mu­nis­ten, vom Land­tag in Düs­sel­dorf in den fünf Jahre wäh­ren­den Ade­nau­er-​Knast, dann zum lin­ken Ak­ti­vis­ten und un­er­müd­li­chen an­ti­fa­schis­ti­schen Mah­ner.“

4.) Die unendliche Geschichte: Reflexion berichtet von neuen Eskapaden des „schönen Jürgens“:

„Nach­dem der An­ti-​An­ti-​Deut­sche und „Links“-​Na­tio­na­list Jür­gen El­säs­ser be­reits im Jahr 2007 bei der „Preu­ßi­schen Ge­sell­schaft Ber­lin Bran­den­burg e.V.“ auf­trat, um sein Buch über den „An­griff der Heu­schre­cken“ zu be­wer­ben, soll es im Jahr 2010 zu einem wei­te­ren Auf­tritt bei der „Preu­ßi­schen Ge­sell­schaft“ kom­men, die „für die Wah­rung und Pfle­ge preu­ßisch-​frie­deri­zia­ni­schen Ge­dan­ken­gu­tes und preu­ßi­scher Tu­gen­den gegen den all­ge­mei­nen Wer­te-​ und Sit­ten­ver­fall in Deutsch­land“ ein­tritt. Am 23. März 2010 will die „Preu­ßi­sche Ge­sell­schaft“, im „Hil­ton-​Ho­tel“ (Ber­lin), Jür­gen El­säs­ser um 20 Uhr die Mög­lich­keit bie­ten, das in sei­ner „Com­pact“-​Rei­he er­schie­ne­nes Buch über die Schweiz vor­zu­stel­len:“

5.) Lesenswert zur derzeitigen Debatte um sexualisierte und andere Gewalt in katholischen Institutionen: Schweigen und Verdrängen – Mit Kreuz und Bibel systematisch gegen Mißbrauchsopfer auf Analyse, Kritik & Aktion.

6.) Musik:

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