Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 20. Oktober 2010

Ein Platz für Tiere

Posted by entdinglichung - 20. Oktober 2010

Ein Bericht aus der Tierklinik … auch vor dem Hintergrund, dass auf dieser Seite die Themen Tierrechte und Antispeziezismus bisher eher ignoriert wurden:

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Zur derzeitigen doitschen Leitkulturdebatte

Posted by entdinglichung - 20. Oktober 2010

treffend einige Anmerkungen von Eberhard Seidel-Pielen in der taz (hat tip to Ofenschlot):

„Vollständige Assimilation einer religiösen Minderheit, das war die Forderung im Jahre 1879. 130 Jahre später geht es im Islamstreit um Ähnliches. Die Mehrheit der Bürger wünscht eine vollständige Assimilation der Muslime und ein Verschwinden des Islam aus öffentlichen Räumen. „Wer sich nicht bescheidet und anpasst, der soll gehen“ – diese verbreitete Haltung ignoriert, dass spätestens mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechtes im Jahr 2000 die Würfel gefallen sind. Millionen Muslime sind Deutsche, der Islam ist organischer Bestandteil der Republik. Dies zu leugnen, ist töricht. Dies ändern geht nur mit Gewalt.

Alle Vermutungen über die Zivilisierung der Bundesrepublik, über das neue, das fröhlich unbeschwert-patriotische Lebensgefühl des neuen Deutschland sind Makulatur. Im Oktober 2010 riecht es nach den achtziger und neunziger Jahren, als in Deutschland Wohnhäuser von Türken und von Flüchtlingen brannten

Die hysterischen Bezichtigungen, für die Namen wie Henryk M. Broder, Necla Kelek, Udo Ulfkotte und Thilo Sarrazin stehen, sind keine Diskurse der Befreiung und Emanzipation. Es sind Rüpeleien, Erzählungen des Verdachts und der Denunziation. Ihre Thesen stoßen in der Bevölkerung nicht wegen der Qualität der Texte und der Analyse auf Begeisterung, sondern weil sie ein tiefer sitzendes Bedürfnis vieler Deutscher befriedigen. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden.“

ebenfalls hörenswert ein Beitrag von Dorotea Jung auf DLF zum Rassismus von PI & Konsorten (hat tip to Rhizom) … bleibt anzumerken, dass laut einer Untersuchung des Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen Kinder aus freikirchlich-evangelikalen Familien häufigerer geschlagen werden als der Nachwuchs von Katholiken, Protestanten oder Muslimen … und auch anderswo benehmen sich fundamentalistische und konservative ChristInnen so, wie es die häufig mit ihnen eng verbandelten oder auch mit ihnen identischen IslamkritikerInnen RassistInnen gerade von „den Muslimen“ behaupten, ein Sachverhalt auf den hier schon anderweitig hingewiesen wurde: den „islamkritischen“ RassistInnen geht es nicht um Freiheit und Emanzipation sondern um die Erlangung des Rechts, selber unterdrücken zu dürfen … und da muss halt erst einmal die (ob herbeihalluzinierte oder tatsächliche) Konkurrenz beiseite geräumt und zu einem der Objekte der eigenen perversen Gewaltphantasien dieser autoritären Charaktere gemacht werden.

Nachtrag: sehr hörenswert, Man wird ja wohl noch … von Hermann L. Gremliza auf FSK

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