Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Weitere sexistische Gewaltphantasien von Jürgen Elsässer

Posted by entdinglichung - 10. November 2010

Nachdem der rechtspopulistische Exlinke Elsässer seinen autoritären Männerphantasien schon zu den Protesten im Iran im Sommer 2009 freien Lauf gelassen hat und sich darüber freute, dass „Tehraner Discomiezen von iranischen Sicherheitskräften in den Darkroom befördert wurden“, hat er auf seiner Heimseite am gestrigen Tage sich in einem Femi-Zicken contra Familienministerin betitelten Rundumschlag gegen Frauen, welche sich mit „ihrem Platz“ im Patriarchat nicht zufrieden geben, wieder einmal die Sau herausgelassen und sexualisierte Gewalt gegen Frauen gerechtfertigt:

„Denn die Mehrheit der Frauen hält, wie Frau Schröder, nichts von der Männerfeindschaft und macht auch gerne Sex mit dem starken Geschlecht, und ein bißchen Unterwerfung muss ihrem Vergnügen nicht unbedingt im Wege stehen.“

Elsässer verkörpert immer mehr den klassischen Typus eines autoritären Charakters, welcher auf jede Form emanzipatorischer Bewegung, jeden Vorschein von Befreiung nur noch panische Vernichtungswünsche ausstösst, jede Tendenz, die an die Erbärmlichkeit des Status Quo erinnert, auszuscheiden zu versucht. Im Übrigen bleibt anzumerken, dass seine patriarchale Haltung derjenigen seiner Ex-Kameraden vom abendländischen Männermagazin BaHamas nicht unähnlich ist.

5 Antworten to “Weitere sexistische Gewaltphantasien von Jürgen Elsässer”

  1. Unzeit-gemäß said

    Dumm ist seine Äußerung mit dem „starken Geschlecht“ auch deshalb, weil er damit Schwarzers (falsche) tendenzielle Gleichsetzung von Heterosexualität und Unterwerfung (darum ging es ja im Disput mit der Familienministerin) im Grunde unterstützt.

    Was die Gemütslage des früher von mir geschätzten Jürgen E. betrifft, sehe ich eher das szenetypische Muster der enttäuschten Über-Abgrenzung: Die Antideutschen wurden teilweise proamerikanisch, also ist er nun antiamerikanisch as can be; Teile des linken Milieus sind etwas ‚androphob‘, also lässt er den Macho raushängen ect.

  2. Bazzard said

    Am Ende musste natürlich auch die nationalistische Breitseite sein, die Feministinnen würden Deutschland kaputt machen, weil sie selbst entscheiden wollen,
    ob sie Kinder haben oder nicht und das heisst ja demographische Katastrophe und Volkstod.

  3. […] nichts so Neues, siehe 1, 2, 3, 4, es kommt aber immer schlimmer, gefunden auf Publikative, Jürgen Elsässer im […]

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