Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 14. April 2011

Marginalien

Posted by entdinglichung - 14. April 2011

1.) Die Internationale Kommunistische Liga (Vierte Internationalisten) (in der BRD SpAD) korrigiert ihre Position zu Laos

2.) aus dem Mai-Kommunique 2011 der Libertarian Federation of Iceland/Íslenska Frjálshyggjumaður Ríkjasamband:

„Iceland was the first Anarchy in the world, and the country is still anarchist. 01.05.1966 is celebrated as the Day of the Anarchist Revolution in Iceland, by libertarians word wide. Remember the anarchist economy in Spain 1936-39 was only in a part of the country, and thus Spain, the whole country, has never been an Anarchy. And ancient systems and countries, archi-societies, were based on slaves and/or lack of significant economic freedom, and thus practically certain never anarchies.“

3.) Familienkrrrach in der österreichischen Sektion der L5I: die einen wollen nicht mehr mit den anderen spielen

4.) Die Drückerkolonnen der Zeugen Avakians sind wieder unterwegs:

„Next weekend, April 15-17, should witness a major push to sell and distribute BAsics. This should encompass passing out promotional material and getting up posters… selling the book on the street… impromptu „read-ins“ of quotes… getting bookstores to order copies… getting unconventional outlets to take books wholesale or on consignment.

Also this week: choose a campus and get out there with the book. Then return once a week, same day, between now and the end of the semester, with the book again, as well as other materials. Get to know people. Become a presence.

In making plans, don’t fail to read and re-read the letters and interviews we have printed thus far—these give a real window into the great potential for this book.“

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Freiheit für Maikel Nabil Sanad

Posted by entdinglichung - 14. April 2011

Quelle des nachfolgend dokumentierten Artikels: Labournet Austria/akin:

Aegypten: Militaers verhaften Verweigerer

War Resisters International, ein internationales Netzwerk von pazifistischen und antimilitaristischen OrganisatorInnen zeigt sich besorgt ueber die Verhaftung des aegyptischen Pazifisten Maikel Nabil Sanad — und sieht darin beispielhaft ein Symbol fuer das Scheitern der Revolution.

Berichten seiner FreundInnen zu folge, wurde Maikel in der Nacht vom 28. auf den 29. Maerz verhaftet, als sich alleine auf dem Heimweg befand. Am Morgen des 29. Maerz schaffte er es noch, seinen Bruder ueber die Verhaftung zu informieren, und ihm mitzuteilen, dass er am 29. Maerz vor ein Militaergericht gestellt werden soll, wo ihm eine Haftstrafe von fuenf Jahren drohen soll. Es ist nicht bekannt, welche Vergehen ihm vorgehalten werden.

Maikel Nabil Sanad ist Pazifist und Militaerdienstverweigerer. Zum ersten Mal wurder er 2010 verhaftet, jedoch hat man ihn zwei Tage spaeter wieder entlassen. Des Weiteren wurde er aus dem Militaerdienst ausgeschlossen und fuer untauglich erklaert. Am 4. Februar 2011 wurde er — waehrend der Revolution — erneut verhaftet. Er wurde vom Miltaer mishandelt und 27 Stunden spaeter wieder frei gelassen.

„Das ist weder Maikel Nabil Sanads erste Verhaftung, noch stellt seine Verhaftung einen Einzelfall nach der Revolution dar“, sagt Andreas Speck, Sprecher der Wehrdienstverweigerungskampagne von War Resisters International. „Wir befuerchten, dass es das Miltaer diesmal wirklich auf ihn abgesehen hat, was heissen wuerde, dass er alle Unterstuetzung noetig hat, die wir aufbieten koennen. Seine Verhaftung und die Blitzverhandlung vor einem Militaergericht stellen einen deutlichen Verstoss gegen internationale Menschenrechts-Standards dar, vor allem was eine faire Gerichtsverhandlung betrifft. Wenn dass das Neue Aegypten sein soll, scheint es nicht besser zu sein, als das Alte.“

Maikel Nabil Sanad ist bekannt fuer seine Kritik an der aegyptischen Armee. Auf seinem Blog maikelnabil.com veroeffentlicht er regelmaessig seine politische Einstellung, inklusive einer umfangreichen Kritik an der Rolle des Militaers waehrend der sogenannten Aegyptischen Revolution. In diesem Dokument berichtet er detailliert ueber die Verhaftung und Folter von AktivistInnen durch das Militaer waehrend und nach der Revolution.

„Gewissermassen beweist seine Verhaftung, dass die von ihm geuebte Kritik an der Rolle des Militaers waehrend der Revolution ausgesprochen wahr ist“, sagt Andreas Speck. „Weit entfernt davon, ein freies Land zu sein, wird Aegypten zu Zeit direkt durch ein Militaer regiert, welches sich bisher nie um politische Freiheit oder die Wahrung von Menschenrechten geschert hat und welches dies auch jetzt nicht tut. Die Revolution mag sich von Mubarak als Kopf der Diktatur befreit haben, aber sie hat — noch — keine politische Freiheit erreicht.“

(War Resisters International/ Ue: postcore / bearb.)

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