Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Lesehinweise zur Occupy-Bewegung in den USA

Posted by entdinglichung - 16. Oktober 2011

Nach dem Statement der Insurgent Notes einige weitere Flugis:

* von einigen SozialistInnen aus Nashville/Tennessee, gefunden auf der Webseite von Solidarity: Ten Points for the Occupied Movement

„10.We must oppose all appeals to nationalism and social chauvinism in whatever form they are presented whether it is “buy America,” “rebuild the American Dream” or “take our country back”; all of these formulations—nationalist/protectionist, white supremacist and populist demagogic, respectively—are dead ends that will alienate masses of people and tend to attract the wrong kind of support.“

* Kasama: It is five minutes to dawn and the wind smells like freedom (wunderbarer Titel für ein Flugblatt, als pdf-Datei hier)

„We no longer need assume that there is no time to stop the world going to shit. There is an opening and we are flooding into it.“

* gefunden auf Anarkismo, ein gemeinsames Statement der First of May Anarchist Alliance und von The Utopian: A Journal of Anarchism and Libertarian Socialism: Build on the Anarchist and Revolutionary Potentialities of the Occupy Wall Street Movement:

„Finally, we should strive to convince the movement that the problem in the US today is not just Wall Street or the corporations or the fact that the economic system is somehow being „gamed“ or „rigged“ by tricky selfish individuals. We need to explain that the cause of the crisis is the capitalist system itself, a system in which production is carried on only when it results in profits, the vast majority of which go to the tiny elite that runs the country.“

8 Antworten to “Lesehinweise zur Occupy-Bewegung in den USA”

  1. Kritik said

    Von der Marxist-Humanist Initiative gibts einen Hinweis auf den in der Occupy-Wall-Street-Bewegung grassierenden Antisemitismus: http://www.marxisthumanistinitiative.org/news/wall-street-protests-marred-by-anti-semitism.html

  2. Unzeit-gemäß said

    In der Eurozone ist der Umstand zu beachten, dass das hiesige politische Establishment selber bis zu einem gewissen Grad an einer stärkeren Kontrolle der Finanzmärkte interessiert ist, um die Währungsunion gegen die Destabilisierung durch Spekulationen und Ratings zu sichern (siehe die Statements quer durch alle Parteien und die ungewöhnlich freundliche Berichterstattung in den Mainstreammedien), denn global gesehen ist die Eurozone gegenüber den USA doch noch das schwächere Glied in der Kette. Die Gefahr, dass die Anti-Banken-Stimmung in eine nationalistische (bzw. europatriotische) Richtung umgelenkt wird, ist hier viel größer als in den USA. Hinzu kommt die weit verbreitete Vorstellungen, dass die Banken und Spekulanten eigentlich drüben in den USA säßen, also eine Bedrohung von außen seien.

    Dennoch denke ich, dass einiges für die klassische Übergangsforderung einer Verstaatlichung der Banken spricht, auch wenn das erstmal reformistisch ist. Damit lässt zwar der Kapitalismus nicht dauerhaft arbeiterfreundlicher machen, aber es eröffnet kurz- und mittelfristig neue Konfliktfelder (Kreditvergabe ja oder nein zugunsten von Firmen mit Tarifbindung und Affirmative Action, von öffentlichem Wohnungsbau, staatlichen Unis, gesetzlichen Versicherungen ect.), die Regierungen können nicht mehr wie Unbeteiligte mit dem Finger auf die Banken zeigen, das scheinbar ungreifbar, magische Wirtschaftsgeschehen wird für die Bevölkerung als letztlich politisch gemacht, als Machtverhältnis, erfahrbar.

  3. Bernhard T. said

    Vgl. “Occupy Wall Street”: Rebels for Liberal Reform. For Workers Revolution to Expropriate the Capitalist Class!

    http://www.spartacist.org/english/wv/988/wallstreet.html

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