Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for 12. Januar 2012

Zur politischen Ökonomie des professionellen Freistilringens

Posted by entdinglichung - 12. Januar 2012

Jasmin Mujanović: The political economy of professional wrestling: Capital, unions and spandex (LibCom)

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Was ein revolutionäres Programm beinhalten sollte

Posted by entdinglichung - 12. Januar 2012

Nachfolgend dokumentiert: Was ein revolutionäres Programm beinhalten sollte, ein Beitrag des RSB zur Debatte um eine Neue antikapitalistische Organisation:

Wir gehen davon aus, dass ein revolutionäres, marxistisches Programm sowohl unsere Ziele (die Programmatik im eigentlichen Sinne) wie den Weg dorthin (die Strategie) enthalten sollte. Darüber hinaus sind dort auch taktische Fragen (Aktionseinheit, oppositionelle Arbeit in den Gewerkschaften) zu klären.

1.
Die Entwicklung der Bundesrepublik ist methodisch nicht aus ihren „inneren“ Besonderheiten, sondern ihre Besonderheiten sind umgekehrt aus ihrer Rolle im Weltgeschehen abzuleiten. Auch wenn sich ein Programm auf die Lage in Deutschland konzentrieren sollte, so kann es ohne eine knappe Analyse der Krise des Kapitalismus nicht auskommen. Stichworte sind die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, die weltweite Umweltzerstörung (Klimakatastrophe, Fukushima), die z.B. zu umweltpolitischen Forderungen wie die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke führt, die politische Revolution in den arabischen Ländern und nicht zuletzt die Krise der EU. Sie ergeben in ihrer Gesamtheit eine Krise des kapitalistischen Systems.

Aus der notwendigen Einschätzung des Charakters der Krise ergibt sich die Frage, in welcher besonderen Phase der Entwicklung des Kapitalismus wir stehen, wobei wir davon ausgehen, dass wir nach wie vor in der Epoche des Imperialismus leben, deren letzte Jahrzehnte wir als Spätkapitalismus begreifen. Dabei ist abzuschätzen, ob die aktuelle Krise des Kapitalismus, ähnlich wie die Weltwirtschaftskrise von 1929, international eine Periode der Wiederbelebung und Radikalisierung der ArbeiterInnenbewegung eröffnet, die z.B. innerhalb der sozialistischen Bewegung die strategische Debatte über den revolutionären vs. reformistischen Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft erneut auf die Tagesordnung setzt.

2.
Unter anderem hat die Krise gezeigt, dass der Kapitalismus erheblich mehr Spielraum für Zugeständnisse an die ArbeiterInnenklasse bietet, als sich viele Linken träumen ließen. Dies gilt wirtschaftlich wie politisch. Die Milliarden, die an die Banken fließen, sind dafür ebenso ein Beleg, wie die politischen und materiellen Konzessionen, die die verschiedensten arabischen Regime den aufständischen Massen machen. Gleichzeitig steigt auch in Europa die Gefahr, dass die Bourgeoisie bei einer Zuspitzung der Strukturkrise zu autoritären Lösungen greifen könnte. Der Kapitalismus wird weder automatisch zusammenbrechen, noch gibt es eine ausweglose Situation für die herrschende Klasse, zumal diese über erhebliche Erfahrungen bei der „Krisenbewältigung“, sprich der Abwälzung der Krisenlasten auf die Lohnabhängigen, verfügt. Die hierzulande besonders ausgeprägte Klassenzusammenarbeit (Mitbestimmung, Runde Tische) basiert auf der hervorgehobenen Stellung des deutschen Imperialismus und kann einige „Erfolge“ vorweisen (Stuttgart 21, „Atomkompromiss“, Bankensanierung, Streikflaute, Einbindung der Gewerkschaften).

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