Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Zur Situation der Rohingya-Flüchtlinge aus Birma in Indien

Posted by entdinglichung - 26. Mai 2012

Zehntausende Rohingya – Birmanisch- oder Bengali-sprachige Muslime aus der Region Arakan bzw. Rakhine State im nordwesten von Birma wurden in den letzten Jahrzehnten v.a. nach Bangladesh aber teilweise auch nach Indien vertrieben, zu deren Situation der Artikel People With No Country? in der aktuellen Ausgabe der Liberation:

„Around 2000 Rohingya refugees from Myanmar, from 623 families from the northern Rakhine state in Myanmar have been in India for the past two years, forced to wander from one place to another in search of shelter and survival. They had been in Delhi since 9 April, to take up the matter of their refugee status with the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR).“

Eine Antwort to “Zur Situation der Rohingya-Flüchtlinge aus Birma in Indien”

  1. Sauvra said

    Die Situation ist ziemlich ähnlich in Bangladesch. Es sollte auch nicht verwundern, da in Indien und Bangladesch Armut nicht gerade ein kleines Problem ist.

    In Bangladesch ist zwar die rechtsextremene BNP (Bangladesh National Party) ein Fürsprecher für die Rechte der Rohingyas, allerdings nur aus außenpolitischen Kalkül um Einfluss auf Myanmar auszuüben. In „ehrenhafter Vergeltung“ massakrieren BNP-Kader in den Chittagong-Hill-tracts ethnische Minderheiten oder vertreiben sie von ihrem Land. Ansonsten sind für die BNP die Rohingyas das, was die Türken für die CDU sind: eine Minderheit, der man alle Probleme zur Last legt.
    Grundsätzlich geht die BNP auf alles los, was wie Minderheit aussieht – am besten zusammen mit den Islamisten der Jamaat-e Islami-e Bangladesh: Hindus, Christen, Buddhisten (Buddhismus wurde reduziert auf Religion einiger entlegener Stämme in den Chittagong-Hill-tracts, weil die buddhistische Minderheit im Völkermord 1971 liquidiert wurde).

    Die derzeit regierende Awami-League ist auch ein Fürsprecher der Rohingyas-Flüchtlingen, allerdings eher unter dem Motto Rückkehrrecht, damit sie aus Bangladesch verschwinden.

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