Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Apartheid-Apologie

Posted by entdinglichung - 3. Juli 2012

Generell vermeiden viele Evangelikale und PfingstlerInnen in der BRD und den USA in aller Regel über das Thema Apartheid in Südafrika zu reden, war es doch bis zum Ende der dortigen staatlichen Rassentrennungspolitik die vorherrschende Linie der Institutionen und Sprecher jenes Teils des religiösen Spektrums, die Politik der südafrikanischen Regierung rechtzufertigen, als Ausdruck eines unterstützenswerten „christlichen Nationalismus“ darzustellen oder zumindest als kleineres Übel gegen den als Anhängsel der Sowjetunion aufgefassten ANC anzusehen. Andere Evangelikale zogen sich damit aus der Affäre, das sie angaben, neutral zu sein aber für das Land und seine Regierung zu beten. Die antirassistischen Programme des Weltkirchenrates und von Teilen der römisch-katholischen Kirche zur Unterstützung apartheidsablehnenden Kirchen in Südafrika wie auch das Engagement vieler ChristInnen gegen das Regime in Pretoria wurden als Ausdruck kommunistischer Unterwanderung wie auch eines Wirkens satanischer Kräfte aufgefasst. Allerdings gibt es auch heutzutage noch Menschen auf dem rechten Flügel des Protestantismus, welche da keine Hemmungen kennen, der Humanistische Pressedienst (HPD) in seinem monatlichen Überblick zur Religious Right in den USA berichtet:

„In einem Video der „Truth in Action Ministries“ über den moralischen Niedergang Amerikas kam auch Pastor Peter Hammond aus Südafrika zu Wort. Er hatte dem Apartheidsregime als Offizier gedient. In der Dokumentation beklagte er, dass bei den ersten freien Wahlen in dem Land 1994 keine christlichen Politiker gewählt wurden. (Vgl.: „Vor 20 Jahren wurde die Apartheid beendet“) Die Legalisierung von Abtreibung, Pornographie, Homosexualität und der Anstieg der Sexualität in Südafrika seien darauf zurückzuführen. Dazu passt auch, dass der Republikaner Jeff Flake, der in diesem November um den Senatssitz in Arizona kämpft, in den 80er Jahren als Uran-Lobbyist versuchte, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Apartheidsstaat zu lockern. (Quelle 1) (Quelle 2)“

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