Entdinglichung

… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist … (Marx)

Archive for the ‘Barbados’ Category

Eine Dokumentation zu C.L.R. James

Posted by entdinglichung - 26. Januar 2010

C.L.R. James (1901-1989)

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Vermischtes

Posted by entdinglichung - 17. September 2008

* Unbedingt lesenswert: Lucien van der Walt: Anarchism and syndicalism in South Africa, 1904-1921: Rethinking the history of labour and the left … das ganze als pdf-Datei (Vorsicht, 12 mb/680 Seiten!) gibt es hier.

* Die GenossInnen von the commune haben vor wenigen Tagen eine Broschüre zu den derzeitigen Auseinandersetzungen in Bolivien namens bolivia: class struggle and social crisis (pdf) publiziert, welche u.a. aktuelle Texte des Gewerkschaftsdachverbandes COB und der Bergbaugewerkschaft FSTMB enthält … ansonsten sei hier auf zwei weitere gute Stellungnahmen revolutionärer Organisationen aus Bolivien verwiesen; diejenige von Socialismo o Barbarie Bolivia und von der Liga Obrera Revolucionaria por la Cuarta Internacional (LOR-CI).

* Ein Hinweis auf zwei interessante Texte auf Kasama:
Racist Attack On Obama Degrades All Black People und Jagged Edges in a Divided RCP, ein Text zur derzeitigen Krise in der „Mutterorganisation“ der Revolutionären Kommunisten BRD („RIM Kreuzberg„).

* Die RSO veröffentlicht einen ursprünglich 2006 verfassten Text zu einer Marxistischen Analyse der Kriminalität, hier ein kleiner Auszug daraus:

„Mit Argumenten wie „damit sich Frauen am Abend beim alleine nach Hause gehen nicht mehr fürchten müssen“ wird dieses zusätzliche Polizeiaufgebot gerechtfertig. Dummerweise müssen sich die meisten betroffenen Frauen aber erst fürchten, wenn sie bereits zu Hause sind, denn Gewalt gegen Frauen findet – das zeigen sämtliche Studien – großteils innerhalb der eigenen vier Wände statt. Laut einer Studie des Sozialministeriums werden nur 6 – 15% der betroffenen Mädchen von ihnen unbekannten Männern missbraucht.(6) Das skizzierte Bild in den Medien ist aber trotzdem der fremde schwarze Mann, der spät nachts in einer dunklen Gasse auf ein x-beliebiges Opfer wartet. Videoüberwachung, Law & Order-Politik und Co. nützen hier nichts.

Definitonssache

Wir wollen nun einen Schritt weiter gehen und die brisante Frage nach der Definition von Kriminalität stellen. Wie eingangs bereits erwähnt, gibt die Natur nicht vor, welches Verhalten richtig bzw. falsch ist. Was als „kriminell“ gilt, ist von Epoche zu Epoche und von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Viele Delikte, die früher einmal legal waren, sind heute verboten, z.B. das Halten von SklavInnen, das Schlagen von Kindern oder das Rauchen von Hanfprodukten. Andererseits gibt es zahlreiche Dinge, die zu früheren Zeiten untersagt waren und heute (zumindestens in weiten Teilen Europas) erlaubt sind. Dazu gehört u.a. Homosexualität, Schwangerschaftsabbruch oder „Gotteslästerung“. Eine Feststellung, die uns einen Schritt näher an den Kern des Problems bringt.

Im europäischen Mittelalter fußte die gesamte Weltordnung auf dem Glauben an Gott. Auch der „weltliche“ Herrscher (König, Kaiser, etc.) war schließlich „von Gottes Gnaden bestimmt“. An der Existenz des Schöpfers zu zweifeln oder ihn gar lächerlich zu machen, bedeutete daher in Folge die komplette Legitimation des Feudalsystems in Frage zu stellen und wurde hart bestraft.

Die Definition von Verbrechen ist also ein juristischer Ausdruck der jeweiligen Machtverhältnisse einer Gesellschaft. Diese Machtverhältnisse wie-derum basieren auf den ökonomischen Grundlagen, die wir MarxistInnen unter dem Begriff „Produktionsverhältnisse“ zusammenfassen. Bis vor wenigen Jahrhunderten waren die Produktionsverhältnisse in Europa im Großen und Ganzen feudal. Die Masse der Bevölkerung waren unfreie Bauern/Bäuerinnen, die auf aristokratischem oder kirchlichem Grundbesitz schuften mussten. Landerwerb und freie Berufswahl waren nicht möglich.“

* Immerhin 40,6% der abstimmenden Mitglieder der Union of Shop, Distributive and Allied Workers (USDAW, Hausgewerkschaft von TESCO, schlimmer als die IG Chemie) in Britannien haben genug von der sozialpartnerschaftlichen Linie „ihrer“ Organisation wollten einen revolutionären Sozialisten als Generalsekretär haben.

* Ein lesenswerter Verriss auf عبد القادر eines pseudo-freudianischen und völkerpsychologischen Beitrages zur „Islamanalyse“: Zur Psychopathologie der Natascha Wilting

Immer durchaus nützlich sind die Länderberichte des (nicht gerade radikalen) Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) zum Stand von ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsrechten, frisch publiziert gibt es nun einen Bericht zur Situation auf Barbados (pdf-Datei).

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